Unglaubliche Hitze und zufriedene Gesichter beim WSC-Team
Most – Das dritte Rennwochenende der EURO MOTO Sportbike-Klasse auf dem anspruchsvollen tschechischen Kurs in Most verlief für Micky Winkler und das WSC-Racing Team insgesamt zufriedenstellend. Temperaturen von bis zu 40 Grad stellten Fahrer, Mechaniker und Teammitglieder vor eine enorme körperliche und mentale Belastungsprobe.
Auch in Most war das Starterfeld hochkarätig besetzt. Ex-GP-Pilot Jakub Smrz brachte das tschechische Nachwuchstalent Troy Sovicka an den Start, während der frischgebackene WM-Laufsieger Bruno Ieraci auf einer Triumph des RT-Motorsport-Teams antrat.
Das erste Qualifying am Samstagmorgen bei Temperaturen um die 30 Grad war entscheidend, da im zweiten Zeittraining am Nachmittag aufgrund der noch höheren Temperaturen kaum mit schnelleren Rundenzeiten zu rechnen war. Mit einer Zeit von 1:42,319 Minuten fuhr Micky Winkler seine persönliche Bestzeit des Wochenendes, die ihm Startplatz 13 in der fünften Startreihe sicherte. Wie erwartet konnten sich die Fahrer im zweiten Qualifying aufgrund der extremen Bedingungen nicht mehr verbessern.
Angesichts der außergewöhnlichen Hitze verkürzte die Rennleitung das übliche Startprozedere von 15 auf lediglich drei Minuten ("Quick Start"). Das erste Rennen am Samstag stand jedoch unter keinem guten Stern: Nach zwei schweren Unfällen in der ersten Schikane jeweils in der ersten Runde musste das Rennen zweimal mit der roten Flagge abgebrochen werden. Ein weiterer Neustart erfolgte nicht.
Das Sonntagsrennen verlief dagegen ohne Zwischenfälle und konnte über die volle Distanz von elf Runden gefahren werden. Micky Winkler kämpfte dabei über die gesamte Renndistanz in einer großen Spitzengruppe um die Positionen sieben bis dreizehn. Immer wieder setzte er erfolgreiche Bremsmanöver und Überholmanöver, musste auf der langen Start-Ziel-Geraden jedoch aufgrund eines fehlenden Topspeeds seine Position häufig wieder abgeben.
„Ich denke, wir hatten keine optimale Übersetzung gewählt, weshalb Micky auf den Geraden immer wieder überholt wurde“, analysierte Teamchef Roland Matthes nach dem Rennen. Am Ende belegte Winkler Rang elf – lediglich 1,8 Sekunden trennten ihn von Platz sieben.
„Mit dem Ergebnis bin ich dennoch zufrieden. Micky hat stark gekämpft, allerdings mit einer etwas stumpfen Waffe. Besonders freut mich, dass wir dieses extrem heiße Rennwochenende ohne Sturz und ohne technische Schäden abschließen konnten. An der Getriebeübersetzung werden wir bis zum nächsten Rennen intensiv arbeiten“, erklärte Roland Matthes.
In fünf Wochen steht mit dem vierten Lauf der EURO MOTO Sportbike-Meisterschaft in Oschersleben bereits die nächste Herausforderung auf dem Programm.
WSC-Racing Team, Neuss – Juli 2026