Unterschied RSV4 RR zu RF Baujahr 2016

Maeru1

hat wirklich was drauf...
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#1
Hallo zusammen
Ich spiele mit dem Gedanken mir über den Winter eine RSV4 2016 also noch Euro 3 zuzulegen und nur für Rennstrecken Betrieb umzubauen.
Ich habe nun im Internet bereits ein paar gute Angebote für mein Budget gefunden.
Ich wollte hier an die RSV4 Fahrer noch die Frage stellen, worin der genaue Unterschied zwischen der RR und der RF Version liegt ?
Speziell für mich bezogen wo die Vorteile für die Rennstrecke liegen ?
Das die RF Schmiedefelgen bereits ausgerüstet hat, ist mir aufgefallen viel mehr aber auch nicht :)
Ich kenne mich bis anhin mit den RSV4 Modellen leider auch überhaupt nicht aus.
Fahre selber eine Tuono und nebenbei auf der Strecke eine Honda CBR 600 RR aus 2007.
Für die Honda soll nun jetzt was aus dem gleichen Hause nachkommen :)
Ich würde mich auf etwas Aufklärung freuen.
Grüsse Mario
 

KE©KS

hat wirklich was drauf...
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#2
Bin übers Wochenende von einer 15er RR auf eine 16er RF umgestiegen.

Unterschiede:
RR = Sachs Fahrwerk / Sachs Lenkungsdämpfer und Alu-Gussfelgen
RF = Öhlins Fahrwerk / Öhlins Lenkungsdämpfer und Alu-Schmiedefelgen und V4-MP Multimedia Platform mit USB-Buchse

Edit:
15er RF = 95er Feder / 16er RF = 105er Feder

Edit II:
Vorteile = Ich denke, dass der größte Vorteil die Öhlins Komponenten sind, das Ansprechverhalten, größerer Einstellbereich usw.
Ob du es brauchst, weiß ich nicht. Zumindest nicht als Anfänger. Aber haben ist besser als brauchen, so war es bei mir.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich gestern bei der ersten Ausfahrt mit der RF auf der Hausstrecke ( ca. 90 km) positiv erschrocken war.
Hätte zuvor nie gedacht, dass man auf der Landstraße so einen Unterschied merkt, Wahnsinn. Am WE geht es ins Sauerland, da wird dann ordentlich getestet.

Unsere Rennprofis können dir sicherlich mehr dazu sagen. Meine Empfehlung: Wenn das Budget stimmt, nimm die RF!
 
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falconer

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#3
Meiner Erfahrung nach merkt man den Unterschied Öhlins/Sachs erst wenn es richtig zur Sache geht => Renne oder wirklich flotte Landstraße.
Die Felgen merkt man aber immer.
Die RF`s sind in Relation günstig im Kurs, daher würde ich immer auf RF gehen.
 

RR-Racer

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#4
Die RR/RF Unterschiede sind ausreichend beschrieben. Was noch fehlt ist die Möglichkeit bei der RF die Motorposition und die Geometrie durch andere Einsätze am Rahmen und Lenkkopf-/Schwingen lagerung zu verändern. Da diese Einsätze jedoch ein Schweinegeld kosten, eher eine theoretische Option.

Aber, wenn die Frage des Budgets relevant ist, dann geht's auch um die Frage, was man selber für ein Mensch ist.
Wenn man zu deen gehört, die ein Krad so wie es ist auf dem Track bewegen, dann die RF.

Wenn aber eine persönliche Vorstellung hat, wie ein Rennmoped zu sein hat, dann ist die RR eine sehr gute Basis.
Die zur Erfüllung der eigenen Vorstellungen notwendigen Teile kosten ja auch Geld.

Ich nenne nur mal ein paar

- Rahmen- und Schwingenschoner
- Rennpappe
- Fussrastenanlage & Stummel
- Achs- und Rahmenprotektoren
- Motorschutzdeckel
- Auspuff-/Auspuffanlage
- Fahrwerksoptimierung

Da kommen schnell 2500-4000€ zusammen.
Da kann es durchaus von Interesse sein eine RR zu kaufen und diese optimal aufzubauen inkl. gebrauchter Schmiedefelgen.
Die Sachs Gabel ist eine sehr gute Basis zur Optimierung. Das Sachs-FB wäre dann durch ein Öhlins/YSS zu ersetzen.

Am Ende läuft es darauf hinaus (bei ungefähr gleichem Budget)

- Besitzerstolz über eine RF
vs.
- Besitzerstolz über ein Rennkrad, das genau zu einem passt.

Ich neige zu Option 2. Am Besten noch eine bereits als Rennkrad aufgebaute RSV4 an der zumindest Auspuff, Auspuffklappe, SLS, Schoner/Schützer, Fussrastenanlage/Stummel bereits gemacht sind. <500/10.000 km gelaufen aus seriösem Vorbesitz (Wartungs-/Inspektionsnachweise)

RR-Racer
 
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Maeru1

hat wirklich was drauf...
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#5
Vielen Dank euch beiden und vor allem dir RR-Racer
Genau solche Überlegungen spielen sich nun auch in meinem Kopf ab :)
Es ist halt auch eine Frage der Kompromisse welche man eingehen möchte.
Tendiere aber im Moment auch eher zur RF.
Ich schätze mal bis ich dort an die Technischen Grenzen komme, vergeht auch wieder etwas an Zeit und bis dahin habe ich sicherlich wieder etwas angespart für Optimierungen :)
Es wird so oder so erst für 2020 geplant.
 

RR-Racer

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#6
Egal wie du entscheidest, Motorschützer auf dem Track sind Pflicht. Wenn wegen der Ölspur, die du schon bei einem leichten Rutsche hinterlassen kannst, der Turn abgebrochen wird und womöglich auch der nächste gecancelt wird wegen der Reinigungsarbeiten, dann machst du dir keine Freunde

Im die Schäden am Rahmen auch bei harmlosen Umfallen im Kies in Grenzen zu halten, sind auch Rahmen-/Schwingenschoner Teil der Mindestkonfiguration. Das sind, je nach Ausführung auch schon 400-500€.
Und die heutigen Hochleistungsmotoren sind pflegeintensiv. Bei reiner Rennstreckennutzung kommen 1300-2000€ Inspektionskosten (Ventilfedertausch, Schaltgabeln, usw.) alle ca. 6000 km auf dich zu.
Um nicht gleich am Anfang in die Kostenfalle zu rennen, rate ich unter Budgetaspekten zur geringeren Anfangsinvestition.
Und absolute Mindestanforderung ist eine lückenlose Inspektionshistorie beim Aprilia-Spezi. Vor allem die 10000er Inspektion sollte bei einem Gebrauchtkrad gemacht sein, wenn der km-Stand in dem Bereich liegt.

Eine Empfehlung sind die 13/14er Modelle. Die gelten allgemein als die ausgereiftesten Modelle der ersten Motoren-Generation (179/184PS).
Und von der 6er Honda kommend ist da allemale genug Druck drin. Was dich mit der RSV4 schneller machen wird ist die nochmals bessere Fahrbarkeit, weniger die 50/60 PS mehr (die auch). Und vergiss nicht, die Mehrleistung erhöht dein Reifenbudget mindestens um den Faktor 3.

Eine Alternative sind die RR- MODELLE mit Racepack (Öhlins & Schmiede-Felgen). So wie die hier
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/aprilia-rsv4-rf-racepack/1184255276-305-1121?

Alles keine einfache Entscheidung.

RR-RACER
 
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RR-Racer

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#7
Das hat mir ja keine Ruhe gelassen. Und mal kurz bei MOBILE geschaut.

Für ein Rennstreckenbike bei begrenztem Budget wäre das hier mein Favorit https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=282515616&

Nicht nur dass bei dem Preis VB dransteht, sondern der km-Stand weckt die Aufmerksamkeit. Wenn der real ist (was sich mit der Fahrgestellnr. beim Freundlichen überprüfen lässt), dann ist das für den Track und Budgetaspekten quasi ein Best-Buy.

Meine Kalkulation wäre

- Strassenverkleidung inkl. Spiegel und Scheinwerfer -600€
- Gussfelgen - 500€
- Fussrasten - 100€
- Stummel -100€
- Schlossatz -150€
- Sachsfederbein -50

Absprungbasis also, irgendwo bei 8500-8700€. Sagen wir 8500€

- Akrakomplettanlage aus dem Netz +1500
- Schmiederäder aus dem Netz +1000
- Fussrastenanlage aus dem netz +250
- Stummel aus dem Netz +150
- Rahmenschoner + Motorschützer neu + 400€
- Schutzgitter Kühler +70€
- Racing Tankdeckel mit Öffnung für Tuff Jug + 120€
- Racing Gabelbrücke ohne Schloss +170€
- Keydummy und Adapter für An/Aus auf rechtem Lenkerschalter + 150€ (Schloss ausbauen, da sonst irgendwann der Tag kommt, wo man den Schlüssel zu Hause lässt)
- ordentliche Rennverkleidung inkl. geschlossener Sitzbank, um mit der Moosgummidicke die optimale Sitzposition zu finden inkl. Beklebung und allen Zipp und Zapp 800€
- SLS ausbauen und Abdeckungen +150€
- Öhlins FB aus dem Netz +500€
- Gabelservice mit Optimierung +500
- RACE Map auf Serien ECU mit Guzzi Diag spielen (wegen Auspuffklappe und AKRA-Anlage

Macht dann für Teile 4860@. All in somit 14260€.
Wenn das Budget bei 15k liegt, bleiben sogar noch 740€ für das eine oder andere Leckerli übrig. oder einen Satz frische Dunlops

Dafür steht dann da aber ein für einen selber perfekt passendes, gut aussehendes und einwandfrei vorbereitetes Rennkrad

RR-Racer
 
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Maeru1

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#9
Vielen Dank für deine Bemühungen, ist wirklich sehr nett von dir 😘👌👌
Ich habe auf Mobile.de auch schon etwas rum geschaut, nur musste ich schnell einsehen das für mich der Raum Deutschland als Schweizer keinen Sinn macht.
Alleine die Verzollung und alles kostet ein halbes vermögen.
Dazu kommt noch das die besseren Angebote alle recht weit von mir entfernt sind.
Hier in der Schweiz habe ich die ein oder andere RF gefunden mit wenigen Kilometern ( + - 5000 ) für um die 13-14000 Chf.-
Werde mir in der nächsten Zeit mal die ein oder andere anschauen gehen.
Grüsse
 

RR-Racer

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#11
das ist aber keine 15 er!.. die ist nur EZ 2015, Achtung...
Wäre mir egal. Die 20PS mehr machen mMn für den Hobbyracer den Kohl nicht fett. Ich gehöre zu der Fraktion, die der Überzeugung ist, dass das Fahrwerk der Schlüssel zum Erfolg ist. DAS schafft das Vertrauen, dass man sich mehr traut.
Lieber 20PS weniger, dafür aber ein Krad, dass 100% für den Fahrer passt.

My 2Cent
 

Jaki

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#12
ja, das sehe ich auch so ähnlich. Nur der Fragesteller hat (ganz vorn...😄) den Vergleich 15/ 16 er RR zur RF angestrebt.
 

Maeru1

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#13
musst du die Verzollen ohne Zulassung?
soll doch ein Rennstreckenbike werden oder?
In der Theorie eigentlich ja nicht.
Aber wenn ich damit über den Zoll fahre in einem Transporter und ich werde angehalten und kontrolliert ?
Muss bestimmt die gekaufte Wahre also das Motorrad verzollen.
 

Jaki

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#14
Kaufvertrag als Eigentumsnachweis sollte reichen meine ich. In Bezug auf den Zoll muss man sich mal erkundigen... Wenn ich nach Tschechien, Ungarn, Polen oder Italien mit der nicht zugelassenen Maschine fahre, hab ich nicht mal den dabei. Sollte mir da schon eine Kopie in den Van legen... besser ist es wohl.
 

falconer

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#15
Kaufvertrag als Eigentumsnachweis sollte reichen meine ich. In Bezug auf den Zoll muss man sich mal erkundigen... Wenn ich nach Tschechien, Ungarn, Polen oder Italien mit der nicht zugelassenen Maschine fahre, hab ich nicht mal den dabei. Sollte mir da schon eine Kopie in den Van legen... besser ist es wohl.
Zu dem Thema gibt es viele Infos im R4F Forum.
 

Maeru1

hat wirklich was drauf...
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#16
Ich melde mich hier auch noch einmal zu Wort.
Ich habe nun zwei Aprilia RSV 4 2015 RF in der engeren Auswahl welche ich mal Besichtigen gehe.
Mein Händler hat mir aber bereits etwas die Freude darauf genommen :(
Dieser sagte mir er würde die Finger von den RSV4 Modellen vor 2017 lassen.
Für nur Rennstrecke allerdings erst recht.
Bei diesen hätte er sehr oft Motorschäden und dergleichen nach kurzer Zeit Rennstrecke gesehen.
Ich weis das eine saubere Wartung oder eben nicht sehr viel dazu beitragen kann.
Ich wollte nur kurz nachfragen ob ihr das genau so seht wie mein Händler ?
Ich habe sonst dazu im Netz nämlich nicht wirklich viel dazu gefunden. Nicht mehr zumindest als man von anderen Herstellern liest.
Ich schätze, er hatte einfach ausnahmsweise viele solcher Kunden, denen das passiert ist.
Grüsse Mario
 

Maeru1

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#17
Nein, es ist sogar so das mein Händler selbst gerade 3 RSV4 2015 / 2016 zu verkaufen hätte und trotzdem rät er mir von diesen ap :)
Er hat aber auch 2 2017er Modelle.
Ich würde aber auch meinen das es sehr viel mit der Wartung zu tun hat.
Ich würde eh alle 1000 Kilometer das Öl wechseln mit Filter und alle 6000 Kilometer die Ventilfedern und natürlich gleich das Spiel prüfen / nachstellen.
Das mit der 184ps rsv4 wäre natürlich auch noch ne gute Idee.
 

RR-Racer

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#18
Was du hier ansprichst ist das Rumoren im Netz und was so auf dem Track erzählt wird.
Wie du selber schreibst ist, dass es drei Dinge gibt, die für lange Freude am Krad relevant sind

1) Pflege
2) Pflege
3) Pflege

Bei der RSV4 im Rennstreckenbetrieb ist das das Thema Ventilfedern/Schaltgabeln alle 6000 km kontrollieren/ersetzen.
Der häufige Ölwechsel macht nicht unbedingt wegen des Öls Sinn, sondern, um sich die magnetische Ablassschraube häufiger anzusehen und so frühzeitig aufmerksam zu werden, wenn da was nicht stimmt.
Fakt ist, dass die 184PS Motoren das Ende einer 5jährigen Evolution darstellen und der Sprung auf 201PS konstruktiv, wenn schon nicht revolutionär, so doch ein großer Schritt war.
Aus all den Gerüchten und diesem Fakt nährt sich der gute Ruf der 13/14er Modelle.
[EDITH ON]
Was sich mMn auch darin spiegelt wie viele 13/14er RSV4 an Markt überhaupt angeboten werden. Ich entnehme dieser sehr geringen Zahl, dass die Besitzer dieser Modelle mit ihren Krädern sehr zufrieden sind
[EDITH OFF]
In soweit ist die Aussage des Händlers zumindest nicht unlogisch. Die 15/16er sind die frühen Versionen der 201PS Generation und in der Logik sind die 17/18er Motoren bereits besser. Ob das allerdings faktisch richtig ist ergäbe sich nur, wenn man sich einmal den Teilenummern der Jahrgänge widmet und schaut was verändert/verbessert wurde.

RR-Racer
 
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Timo

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#19
@RR-Racer
Da stimme ich dir zu.
Aber nur weil sich eine teile Nummer ändert oder aber auch nicht heist es nicht das nicht teile verbessert oder gleich geblieben sind.
Da sind die Italiener wohl etwas lockere mit.
 

dslr

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#20
@Maeru1 Wer ist denn dein Händler?
Zu den Ventilschäden 15/16er. Paulich und ich fahren ja seit zwei Jahren dieses Modell auf der Rennstrecke (ich 15er, Paulich eine 16er), und das nicht zu knapp .... Probleme hatten wir beide bisher nicht. Ab Modelljahr 2017 wurden andere Feder eingebaut, das ist ja richtig. Der Wartungsintervall (Stresskilometer, etc.), hat sich nicht geändert. Ich mache nach jeder Rennsaison eine Motorrevision und natürlich kommen dabei die Federn raus. Keinesfalls würde ich an die Grenze der 6000 Stresskilometer gehen, sondern eher früher wechseln, auch wenn ich eine 17er hätte .....
Gruss
 

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