Eigentlich ist es recht einfach. Die Reifen müssen zum eigenen Fahrstil passen und man sollte dabei ein gutes Gefühl für den Grenzbereich haben.
Hat man einen sehr runden Fahrstil, tut es auch ein Trackday Slick. Bei meinem digitalen Fahrstil und bei höheren Temperaturen komme ich damit nicht klar.
Dazu kommt, dass wir Hobbyfahrer die Dinger in der Regel so lange fahren, bis sie "durch" sind. Die Profis fahren die Teile nur so lange, bis sie beginnen an Grip einzubüßen, oder die Kontur nicht mehr stimmt. Da ist es z.B. mit den weichen Pirellis hinten schnell vorbei. Die Dinger sind mir zu stressig/teuer und deren Potential in der ersten Runden kann ich sowieso nicht nutzen.
Den Dunlop KR kann ich vorne auch bis zu 8 Tagen fahren, weil er so stabil ist. Hinten schiebt der Dunlop KR wie Hölle, wenn die Mischung passt und auch da hält er relativ lange. Mit dem Bridgestone einen macht man aber absolut nichts verkehrt (Preis-Leistung) und der ist auch nicht so sensibel, was das Fahrwerk angeht. Er hält ein gewisses Potential auch recht lange. Das sieht beim Pirelli schon ganz anders aus. Den kann man sich in wenigen Runden zerstören, wenn es nicht passt.
Das sind meine persönlichen Erfahrungen, auch wenn ein guter Fahrer mit einem Trackdayslick oder Straßenreifen mir problemlos um die Ohren fährt
