Alles gar nicht so doof Thread

Nachdem man auch aus langweiligem Scheiß das Beste machen muss, heute einmal vom Ticket bis zur Pull Request die AI machen lassen. Nach anfänglichen Integrationsschwierigkeiten mit dem Ticketsystem und den üblichen Github-Befindlichkeiten, hat der Roboter dann 2h rumgepfiuscht und doch was Brauchbares produziert. Ich habe währenddessen ein Buch gelesen.
 
Nachdem man auch aus langweiligem Scheiß das Beste machen muss, heute einmal vom Ticket bis zur Pull Request die AI machen lassen. Nach anfänglichen Integrationsschwierigkeiten mit dem Ticketsystem und den üblichen Github-Befindlichkeiten, hat der Roboter dann 2h rumgepfiuscht und doch was Brauchbares produziert. Ich habe währenddessen ein Buch gelesen.
Du schaffst dich also ab?
Sehr löblich...
 
Du schaffst dich also ab?
Sehr löblich...
Das geht doch eh nicht weg. Das war halt so'n Ticket, dass hätte ich dem größten Idioten gegeben, den ich in der Belegschaft finde. Nun war halt mal der Roboter dran.

Diesen AI-Kram nicht ernst zu nehmen halte ich übrigens für gefährlich. Die höherwertigen Aufgaben kann es zum Glück noch nicht übernehmen, aber so Quatsch wie "Mach mal in 5 Microservices den selben Bullshit" kann die Maschine. Alufelgen schmiedest du ja auch nicht mehr von Hand. Dazu kommt, das schon länger ca. 80% meiner Arbeit keinen Mehrwert stiften sondern nur irgendwelche regulatorischen Bedürfnisse befriedigen sollen.

Als Volkswirtschaft wären wir ganz woanders, wenn man uns als Gesellschaft mal mehr Pragmatismus erlauben würde.
 
Um auch mal die Effizienz dabei zu berücksichtigen. Nach 'ner Stunde Setup-Aufwand, der wahrscheinlich nur einmal anfällt, 2h Rechenzeit und für ca. 20EUR Tokens war die Aufgabe erledigt. Wenn ich den selben Scheiß zu Fuß gemacht hätte, hätte es ungefähr einen Tag gedauert. Allerdings nur, wenn man mich dabei nicht mit anderem Scheiß belästigt.

Ich seh da durchaus Vorteile beim Thema Fokus, Parallelisierung (ja, ich hab ihm gesagt, mach den ganzen Quatsch parallel) und eben Skalierbarkeit auf große Codebasen.
 
ich hoffe aber sehr, dass du vor der Anwendung der KI auch den EU AI Act eingehalten hast und vorher den KI Kompetenzlehrgang mit Zertifikat absolviert hast. Geht seit letztem Jahr Februar nicht mehr ohne ;)
 
Böse Robert, ganz böse
 
Haben wir bei uns bis vor paar Jahren nicht noch leere Joghurtbecher ausgewaschen und getrennt ?
 
Haben wir bei uns bis vor paar Jahren nicht noch leere Joghurtbecher ausgewaschen und getrennt ?
Wer glaubt, wir würden hier in Europa irgendwelche globalen Umwelt- und Müllprobleme lösen, war noch nie abseits der Touristenhotspots auf anderen Kontinenten unterwegs. In Asien und Afrika ist die Natur gesättigt mit Schnipseln von Plastiktüten. Den Ursprung konnte ich tagtäglich in Niamey bewundern, der Hauptstadt von Niger mit 2 Mio Einwohnern. 95% der Trinkwasserversorgung findet so statt, dass täglich LKW voll mit Plastiktüten mit je etwa 300ml Wasser überall in die Stadt gefahren werden. Für ein paar Münzen werden die Beutel gekauft, ein kleines Loch reingestochen und dann so getrunken. Der leere Beutel wird dann einfach da fallen gelassen, wo man gerade ist. Jegliche persönliche Habseligkeiten werden in dünnen Plastiktüten mitgeführt. Die sind so fragil, dass sie gerade so für den Weg von A nach B halten. Alles was durch die Stadt transportiert wird, sei es auf LKW, Tucktucks oder Motorrad, wird großzügig mit Stretch-Folie eingewickelt.

Diese Stadt alleine müllt die Umwelt mehr zu als ganz Deutschland zusammen. Man fährt 200km raus in die Wüste und alles ist voll mit dem Scheiß. Und dabei kann man davon ausgehen, dass der größte Teil des Mülls eigentlich im Fluss Niger landet.

Edit: Ich könnte immer weiter erzählen. Es gibt auch in Niger Bau und Produktion. Die haben natürlich ganz andere Müllmengen. Da gibt es in Ermangelung jeglicher Entsorgungsinfrastruktur zwei Möglichkeiten: Entweder man macht da wo man ist einen riesigen Müllberg und zündet ihn an. Gerne auch mal mitten in der Stadt. Oder man macht einen Kipplader voll, drückt dem LKW-Fahrer ein paar CFA in die Hand und der fährt raus in die Wüste und kippt das Zeug einfach raus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer glaubt, wir würden hier in Europa irgendwelche globalen Umwelt- und Müllprobleme lösen, war noch nie abseits der Touristenhotspots auf anderen Kontinenten unterwegs.
Nigeria hat 229,2 Mio. Einwohner (Schätzung 2024, https://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria) und produziert jährlich ca. 2,5 Millionen Tonnen Plastikmüll, von denen 30 Prozent richtig entsorgt werden (https://www.sos-kinderdoerfer.de/informieren/aktuelles/sos-geschichten/klimaschutz-nigeria).

Deutschland hat 83,4 Millionen Einwohner (https://www.destatis.de/DE/Themen/G...rung/Bevoelkerungsstand/aktuell-quartale.html) und produziert ca. 6,35 Millionen Tonnen Plastikmüll (https://www.umweltbundesamt.de/date...-ausgewaehlter-abfallarten/kunststoffabfaelle). Bei einer Recyclingquote von 51,2% (https://www.europarl.europa.eu/topi...ull-und-recycling-in-der-eu-zahlen-und-fakten) übersteigt der jährlich verbleibende Plastikmüll nach Recycling in Deutschland den gesamten jährlichen Plastikmüll von Nigeria um ca. 700.000 Tonnen. Ca. 700.00 Tonnen Plastikmüll wurden von Deutschland 2023 exportiert (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2024/PD24_23_p002.html)

Ich denke schon, dass wir auch hier einige globale Umwelt- und Müllprobleme lösen könnten...
 
Nigeria hat 229,2 Mio. Einwohner (Schätzung 2024, https://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria) und produziert jährlich ca. 2,5 Millionen Tonnen Plastikmüll, von denen 30 Prozent richtig entsorgt werden (https://www.sos-kinderdoerfer.de/informieren/aktuelles/sos-geschichten/klimaschutz-nigeria).

Deutschland hat 83,4 Millionen Einwohner (https://www.destatis.de/DE/Themen/G...rung/Bevoelkerungsstand/aktuell-quartale.html) und produziert ca. 6,35 Millionen Tonnen Plastikmüll (https://www.umweltbundesamt.de/date...-ausgewaehlter-abfallarten/kunststoffabfaelle). Bei einer Recyclingquote von 51,2% (https://www.europarl.europa.eu/topi...ull-und-recycling-in-der-eu-zahlen-und-fakten) übersteigt der jährlich verbleibende Plastikmüll nach Recycling in Deutschland den gesamten jährlichen Plastikmüll von Nigeria um ca. 700.000 Tonnen. Ca. 700.00 Tonnen Plastikmüll wurden von Deutschland 2023 exportiert (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2024/PD24_23_p002.html)

Ich denke schon, dass wir auch hier einige globale Umwelt- und Müllprobleme lösen könnten...
Da vergleicht man so bissal Äpfel mit Birnen . . . . :oops:
Oder würdest Du ernsthaft behaupten dass Nigeria auf dem selben Wohlstandslevel ist wie Deutschland ?
( mit allen positiven wie negativen Auswirkungen, wie z. B. Verpackungen )
Ich habe da so meine Zweifel !
And by the way, versuch hier mal einzukaufen ohne Verpackung(en) ->> DAS muss man sich aber leisten können.
Es gibt da so unverpackt-Läden, da geht z. B. ein Freund von mir gerne einkaufen, der verdient aber ( geschätzt )
mindestens das 3-fache von mir
 
Nigeria hat 229,2 Mio. Einwohner (Schätzung 2024, https://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria) und produziert jährlich ca. 2,5 Millionen Tonnen Plastikmüll, von denen 30 Prozent richtig entsorgt werden (https://www.sos-kinderdoerfer.de/informieren/aktuelles/sos-geschichten/klimaschutz-nigeria).
Also 🤔, ich war zweimal für ne längere Zeit in Nigeria ( Julius Berger, wo der Staat Nigeria dran beteiligt ist) , und habe den Umweltschutz live gesehen 😎.
Lagos ist nicht die Realität, die findet man im Hinterland.
 
Wer glaubt, wir würden hier in Europa irgendwelche globalen Umwelt- und Müllprobleme lösen, war noch nie abseits der Touristenhotspots auf anderen Kontinenten unterwegs. In Asien und Afrika ist die Natur gesättigt mit Schnipseln von Plastiktüten. Den Ursprung konnte ich tagtäglich in Niamey bewundern, der Hauptstadt von Niger mit 2 Mio Einwohnern. 95% der Trinkwasserversorgung findet so statt, dass täglich LKW voll mit Plastiktüten mit je etwa 300ml Wasser überall in die Stadt gefahren werden. Für ein paar Münzen werden die Beutel gekauft, ein kleines Loch reingestochen und dann so getrunken. Der leere Beutel wird dann einfach da fallen gelassen, wo man gerade ist. Jegliche persönliche Habseligkeiten werden in dünnen Plastiktüten mitgeführt. Die sind so fragil, dass sie gerade so für den Weg von A nach B halten. Alles was durch die Stadt transportiert wird, sei es auf LKW, Tucktucks oder Motorrad, wird großzügig mit Stretch-Folie eingewickelt.

Diese Stadt alleine müllt die Umwelt mehr zu als ganz Deutschland zusammen. Man fährt 200km raus in die Wüste und alles ist voll mit dem Scheiß. Und dabei kann man davon ausgehen, dass der größte Teil des Mülls eigentlich im Fluss Niger landet.

Edit: Ich könnte immer weiter erzählen. Es gibt auch in Niger Bau und Produktion. Die haben natürlich ganz andere Müllmengen. Da gibt es in Ermangelung jeglicher Entsorgungsinfrastruktur zwei Möglichkeiten: Entweder man macht da wo man ist einen riesigen Müllberg und zündet ihn an. Gerne auch mal mitten in der Stadt. Oder man macht einen Kipplader voll, drückt dem LKW-Fahrer ein paar CFA in die Hand und der fährt raus in die Wüste und kippt das Zeug einfach raus.
Wer im Dreck leben will, soll das tun. Ich will es nicht und denke auch nicht dass es vorbildlich ist, was man in dem ein oder anderen Land oder Ort sieht. Und es ist ja nicht so, als ob die Mülltrennung viel Zeit kosten würde.
Bei uns gibt es auch genug Spackos die Motoröl oder Bremsflüssigkeit in die Natur kippen oder Reifen verbrennen. Nur für diese Spackos hat man jetzt Umweltmobile eingeführt, die zweimal im Jahr vor Ort sind und so das Schlimmste verhindern.
Da trenne ich lieber den Müll und lebe nicht im Dreck. Das ist eher eine positive gesellschaftlich - kulturelle Errungenschaft in D.

Die 30% hören sich nicht ganz plausibel an. 2010 waren es noch ~12%. https://en.wikipedia.org/wiki/Plastic_recycling
Und wer schon mal mit Intrastat und ähnlichen Erfassungsmodellen gearbeitet hat weiß, wie die Datenbasis sein kann.
 
Wer im Dreck leben will, soll das tun. Ich will es nicht und denke auch nicht dass es vorbildlich ist, was man in dem ein oder anderen Land oder Ort sieht. Und es ist ja nicht so, als ob die Mülltrennung viel Zeit kosten würde.
Bei uns gibt es auch genug Spackos die Motoröl oder Bremsflüssigkeit in die Natur kippen oder Reifen verbrennen. Nur für diese Spackos hat man jetzt Umweltmobile eingeführt, die zweimal im Jahr vor Ort sind und so das Schlimmste verhindern.
Da trenne ich lieber den Müll und lebe nicht im Dreck. Das ist eher eine positive gesellschaftlich - kulturelle Errungenschaft in D.

Die 30% hören sich nicht ganz plausibel an. 2010 waren es noch ~12%. https://en.wikipedia.org/wiki/Plastic_recycling
Und wer schon mal mit Intrastat und ähnlichen Erfassungsmodellen gearbeitet hat weiß, wie die Datenbasis sein kann.
Was Mülltrennung angeht bin ich bei Dir, die Frage ist doch was geschieht mit dem von Dir und mir getrennten Müll ?
Wenn dann 700.000 Tonnen Plastikmüll "exportiert" werden ist der ( weltweiten ) Umwelt irgendwie auch nicht geholfen . . . .
 
Was Mülltrennung angeht bin ich bei Dir, die Frage ist doch was geschieht mit dem von Dir und mir getrennten Müll ?
Wenn dann 700.000 Tonnen Plastikmüll "exportiert" werden ist der ( weltweiten ) Umwelt irgendwie auch nicht geholfen . . . .
Das hat bald auch ein Ende:




Wird vermutlich dann nicht mehr als "Müll" deklariert werden, sondern als wertvoller Rohstoff zu Unterstützung der dortigen Industrie...🤪🥳🤥
 
Dann schaut euch in unseren Städten mal gewissen Viertel an. Man importiert nicht nur Fachkräfte, sondern auch neue Entsorgungsgewohnheiten.

Nur meine 50 Cent dazu.
 
Was Mülltrennung angeht bin ich bei Dir, die Frage ist doch was geschieht mit dem von Dir und mir getrennten Müll ?
Wenn dann 700.000 Tonnen Plastikmüll "exportiert" werden ist der ( weltweiten ) Umwelt irgendwie auch nicht geholfen . . . .
Vor jedem Recycling steht meines Wissens nach eine möglichst genaue Trennung der Bestandteile, für den späteren erneuten Einsatz. Für mich ist das logisch und nachvollziehbar.

Meine Firma hatte in Eisenhüttenstadt eine Anlage, die die gepressten und zerschnitten PET Flaschen von einem Lidl Lager zu uns transportiert hat. Unsere Maschine hat die Farben etc getrennt und den Kram gemahlen. Letztendlich wurde 1. das Recyclat wg (übertriebener) Anforderungen nur teilweise eingesetzt und 2. das Virgin Material so günstig eingekauft, dass sich die Anlage nicht gerechnet hat. 💩 Die Firma wurde nach drei Jahren veräußert...ja, es gibt noch Luft nach oben.
 
Als ich 2017 das erste Mal in Albanien war und wir entlang des Flusses Vjosa Richtung Permet fuhren, war über Kilometer lang das Ufer mit leeren Wasserflaschen voll. Als wir 5 Jahre später wieder lang fuhren, war von diesem Phänomen nichts mehr zu sehen. Da lagen keine Flaschen mehr.
Ich weiß nicht, was da passiert ist, ob es eine gute Fee war, eine geänderte Gesetzgebung, ein geändertes Umweltbewusstsein oder ein Mix aus allem.
Aber da stellte ich fest, dass solche Dinge sich ändern können und nur weil wir heute einen Zustand haben, muss er morgen nicht so bleiben.
Und das gilt auch für andere Länder.
 
Motoplex
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