Öldruck aufbauen nach längerer Standzeit

Also ich komm ursprünglich aus dem historischen Motorsportbereich.
Da ist es völlig normal, nach mehrwöchigem Stand, ohne Zündkerzen erstmal Öldruck aufzubauen.

Die E Starter Drehzahl reicht dafür völlig aus.
Mit demontiertem Ventildeckel kann man dann super an jeder Lagerstelle der Nockenwelle sehen wie das Öl kommt und sich gleichmäßig verteilt.

Ich kann das hier empfehlen.
Fahre in der RSV4 auch etwa 300 ml davon.


Ein Schluck Mos2 Öl kann auch nicht schaden.
Nur nicht zu viel bei Nasskupplungen.

Bei normalen Straßenautos ist es meinst nicht so ausgeprägt, aber bei den V12 Lambos kann man gut hören, wie vor jedem Motorstart erst Öldruck gepumpt wird.

Bei Motorsport ECUs kann man genau angeben und steuern, nach wie vielen Kurbelwellenumdrehungen nach drm Start erst die Zündung dazu kommt.

Bspw 30 Kw Umdrehungen, dann erst Zündung, damit vorher ein Mindestmaß an Ölversorgung aufgebaut wurde.

 
Bspw 30 Kw Umdrehungen, dann erst Zündung, damit vorher ein Mindestmaß an Ölversorgung aufgebaut wurde.
Mag schon sein, wobei es definitiv nicht funktioniert, mit den wenigen Kurbelwellenumdrehungen so etwas wie einen wirksamen Öldruck aufzubauen.
Dafür braucht es höhere Drehzahlen, möglichst oberhalb der normalen Standgasdrehzahl. In der ersten Phase nach dem Start sollte möglichst Öl an die Lagerstellen kommen, bzw. noch in den Kanälen vorhanden sein, bis dahin müssen die Notlaufeigenschaften der Gleitlager kurz herhalten.
Das Öl dient nicht nur zur Schmierung, sondern ebenso dazu, mit seinen Molekülen den Druck auf die Lager abzufangen (Puffer).
Das funktioniert aber nur, wenn das Öl noch nicht zu stark verunreinigt oder verschlissen ist. Bis zu einem gewissen Grad helfen da noch die verwendeten Additive und Stabilisatoren, aber auch die bauen sich mit der Zeit ab.
 
Je nach Motor bzw Ölpumpen Typ reicht die Anlasserdrehzahl durchaus für 1,5-2 bar aus.

Und selbst wenn nicht.
Wie du schon sagtest:

"In der ersten Phase nach dem Start sollte möglichst Öl an die Lagerstellen kommen, bzw. noch in den Kanälen vorhanden sein, bis dahin müssen die Notlaufeigenschaften der Gleitlager kurz herhalten."

Wenn also kein Öl mehr in den Leitungen und an den Lagerstellen ist, ist Öldruck Pumpen eine sehr gute Sache um eben nicht auf den Notlaufeigenschaften rumzuorgeln.
 
Hmm ich muss sagen, dass ich mich da auf die Labore der großen Hersteller verlasse. Das ist ohnehin ein Cocktail aus 30 oder 50 Additiven wie ich letztens in nem Bericht gelesen habe. Klar, wird jetzt nicht kaputt gehen wenn man das Additiv oben noch hinzukippt, aber ich überlasse den Cocktail lieber den Profis :)
 
Ich frag mich wie Rausschrauben der Zündkerzen die Nockenwelle stammt Lagerung entlasten soll, oder redet ihr jetzt über die Kurbelwelle?
 
Naja hauptsächlich gehts ja hier ums Öldruck vorpumpen bei hydrodynamischen Gleitlagern.
Und die funktionieren halt am besten mit Öl. 😅🤷🏼‍♂️

Darum ist das Vorpumpen auf jeden Fall gut.
Ob man das jetzt ständig macht, nur weil das Moped 2 Wochen in der Ecke stand... Wohl eher nicht.

Wäre es besser?
Ja klar.
Irgendwo muss die Kirche aber halt auch im Dorf bleiben.

Ceramic und das Mos2 haben sehr gute anhaftende Eigenschaften, die bei beim Kaltstart helfen die Lagerstellen zu schonen.
Muss jeder selbst wissen, ob man das möchte oder nicht.
 
Ich frag mich wie Rausschrauben der Zündkerzen die Nockenwelle stammt Lagerung entlasten soll, oder redet ihr jetzt über die Kurbelwelle?
Der Nockenwelle ist das egal.
Aber den Kurbelwellen und Pleullagern nicht.

Ohne Zündkerzen ist der Druck im Brennraum gleich 0.
Der Verbrennungsdruck liegt sonst bei 60 Bar.
 
Motoplex
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