Alles gar nicht so doof Thread

Aber die eigentliche Gefahr ist doch ihre Putinliebe, ihre uneingeschränkte!
Da muss ich widersprechen! Gibt nicht wenige Mitglieder die dies anders sehen, diese werden aber wenig wahrgenommen.

Vielleicht weil sie auch wenig in den Medien präsent sind. Dr. Rainer Kraft etwa, Tim Schramm, Rüdiger Lucassen als Beispiel.

Schramm war selbst kurzzeitig in der Ukraine aktiv an der Front und unterstützt sie weiterhin mit Logistik und Spenden im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Kraft haut auf X trockene Sprüche gegen politische Gegner raus und nimmt auch gegenüber den eigenen Parteikollegen kein Blatt vor den Mund.

Als das mit Tim Schramm öffentlich wurde, haben sich viele differenzierte Meinungen zu ihm offenbart in- und außerhalb der Partei.

Hat man auf X ganz gut verfolgen können.

Die „Russenstusser“ sind medial deutlich präsenter und „pöbeln“ für gewöhnlich im Netz auch deutlich mehr. Aber uneingeschränkte Putinliebe sehe ich keineswegs.


Die Gefahr die ich sehe ist die, dass die Truppe in Sachsen-Anhalt Gefahr läuft die absolute Mehrheit zu bekommen. Damit hat eine sehr unerfahrene Truppe voller Aktionismus auf einmal ganz viele Stellhebel in der Hand.

Gegenüber steht der politische Gegner der bei jeder Gelegenheit jeden noch so kleinen Stein ins Getriebe werfen wird.

Das wird genauso desaströs laufen wie eine Koalition aus der Gegenseite, die sich bildet nur um die AfD zu verhindern. Dabei hat man gänzlich unterschiedliche Standpunkte und wird vermutlich genauso zerlegen.

Egal welches Szenario eintritt, es geht zu Lasten des Landes und der Bürger.

Meine Meinung!
 
Den ersten Teil hätte ich.
Den letzten Zeugen Volker Weiß fand ich hervorragend.
Würde mich interessieren, wer sich außer mir das komplette Schauspiel ansieht.
Ich werde mir das ganze Stück geben. Ich finde es echt spannend (nicht alles! Denn einiges ist schon auch emotionaler Unsinn (z.B. Andreas Kemper etc.) und die Reaktionen des Publikums sind manchmal zum Fremdschämen).
Und es ist eine Vorausschau auf das Verbotsverfahren - insofern es kommt - und ich denke es wird kommen.

Denn bei uns in RLP haben bspw. die Grünen dies als Prämisse für jegliche Koalition festgeschrieben. (+130 Mio. "zur Stärkung der Demokratie" und Demokratiepatinnen und -paten in den Kommunen usw.).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich werde mir das ganze Stück geben. Ich finde es echt spannend (nicht alles! Denn einiges ist schon auch emotionaler Unsinn (z.B. Andreas Kemper etc.) und die Reaktionen des Publikums sind manchmal zum Fremdschämen).
Und es ist eine Vorausschau auf das Verbotsverfahren - insofern es kommt - und ich denke es wird kommen.

Denn bei uns in RLP haben bspw. die Grünen dies als Prämisse für jegliche Koalition festgeschrieben. (+130 Mio. "zur Stärkung der Demokratie" und Demokratiepatinnen und -paten in den Kommunen usw.).
Bin durch. War ganz schön lang...und meine Laune hat sich dadurch nicht gebessert und mein Erkenntnisgewinn hält sich in Grenzen.

Den ganzen Teil zum Social Media Verbot hätten sie sich sparen können, weil es auch da nur um das eine Thema ging und es wirklich Null empirische oder wissenschaftliche Erklärung zu den Auswirkungen von Social Media gab. Was mich gestört hat: Es ging nicht darum generell Kinder vor Social Media zu schützen (und allein dafür gibt es hundert sehr gute Gründe), sondern nur darum Kinder gegen "rechte Gewalt" zu schützen, um "Erziehung zur Grausamkeit" zu unterbinden (Stichwort Technofaschismus). Allein diese Schlagseite ist schon daneben. Ist dann Bluesky ok für 8 jährige, aber X nicht? Fällt hier keinem ein Widerspruch auf?
Das Verbot wird eh kommen und dann wird man sehen wie es weitergeht.

Zum eigentlichen AFD-Verbotsteil:
Anstatt juristischer Argumente, kamen eigentlich von beiden Seiten nur emotionale Reden. Martenstein hat das gut gemacht und es passt exakt in mein Bild von D und von Demokratie, aber trotzdem ist es nur eine rein grundsätzliche, emotionale Rede. BTW: gegen ein AFD-Verbot zu sein, ist keine Liebeserklärung für die AFD.
Von linker Seite sah es meines Erachtens noch düsterer aus (Michel Abdollahi am Ende) und ich freue mich auf die Widersprüche und lasse mich gerne vom Gegenteil per Link und Zeitangabe überzeugen.
Es geht doch hier nicht darum, wer wen mag und welche Weltanschauung ich habe, sondern ob es ausreichende oder eben nicht ausreichende Argumente und Fakten gibt, um in einer Demokratie eine Oppositionspartei zu verbieten.
Ein solcher Prozess hätte Experten anhören können, die sachdienlich-fundierte Argumente und Fakten liefern, die zur Beweisführung und Urteilsfindung beitragen. Hier ging es aber nur um Meinungen, Provokationen, Polemisierung, Polarisierung und Whataboutism von beiden Seiten.
Das man trotzdem zu einem salomonischen Urteil kam, war nicht erwartbar.

Teils kaum auszuhaltende aggressiv-suggestive Fragetechnik von Anklage oder Verteidigung um Menschen buchstäblich vorzuführen.
Bspw. bei Feroz Khan (Ingenieur). Ich kannte den Typ nicht, ich finde ihn komisch und vieles was er sagt fragwürdig. Aber wieso lädt man ihn ein um ihn dann nicht sachlich, sondern menschlich fertig zu machen. Die Anwältin sagt "Nicht bös gemeint - totaler Bullshit" und er bekommt einen Ordnungsruf.
Was soll das? Er hatte seine Zahlen und Quellen parat, sie nicht. Aber dazu wird es wohl irgendwann noch einen Faktencheck geben. Und die ansonsten wirklich beeindruckende 82 jährige Däubler-G. beschützt in diesem Fall nicht den Zeugen, sondern die Anklägerin.
Sowas hätte man sich schenken können und demaskiert eher, als dass es Aufschluss bringt.

Mir sind verschiedene Sachen klar geworden und keine davon ist schön...
Beide Seiten sind so ignorant, selbstgerecht und autoritär, das einem Angst und Bange werden kann.
Man kann sich gut darüber streiten wo man die nächste Steuer ansetzen soll und ob wir mehr Wirtschaft oder mehr Sozialleistungen brauchen. Das sind normale Abweichungen zwischen liberal, konservativ, rechts, links. Aber die Differenzen sind viel größer: Wir sind mittlerweile soweit voneinander entfernt, dass wir noch nicht mal die Worte "Freiheit" und "Toleranz" gleich definieren würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin durch. War ganz schön lang...und meine Laune hat sich dadurch nicht gebessert und mein Erkenntnisgewinn hält sich in Grenzen.

Den ganzen Teil zum Social Media Verbot hätten sie sich sparen können, weil es auch da nur um das eine Thema ging und es wirklich Null empirische oder wissenschaftliche Erklärung zu den Auswirkungen von Social Media gab. Was mich gestört hat: Es ging nicht darum generell Kinder vor Social Media zu schützen (und allein dafür gibt es hundert sehr gute Gründe), sondern nur darum Kinder gegen "rechte Gewalt" zu schützen, um "Erziehung zur Grausamkeit" zu unterbinden (Stichwort Technofaschismus). Allein diese Schlagseite ist schon daneben. Ist dann Bluesky ok für 8 jährige, aber X nicht? Fällt hier keinem ein Widerspruch auf?
Das Verbot wird eh kommen und dann wird man sehen wie es weitergeht.

Zum eigentlichen AFD-Verbotsteil:
Anstatt juristischer Argumente, kamen eigentlich von beiden Seiten nur emotionale Reden. Martenstein hat das gut gemacht und es passt exakt in mein Bild von D und von Demokratie, aber trotzdem ist es nur eine rein grundsätzliche, emotionale Rede.
Von linker Seite sah es meines Erachtens noch düsterer aus (Michel Abdollahi am Ende) und ich freue mich auf die Widersprüche und lasse mich gerne vom Gegenteil per Link und Zeitangabe überzeugen.
Es geht doch hier nicht darum, wer wen mag und welche Weltanschauung ich habe, sondern ob es ausreichende oder eben nicht ausreichende Argumente und Fakten gibt, um in einer Demokratie eine Oppositionspartei zu verbieten.
Ein solcher Prozess hätte Experten anhören können, die sachdienlich-fundierte Argumente und Fakten liefern, die zur Beweisführung und Urteilsfindung beitragen. Hier ging es aber nur um Meinungen, Provokationen, Polemisierung, Polarisierung und Whataboutism von beiden Seiten.
Das man trotzdem zu einem salomonischen Urteil kam, war nicht erwartbar.

Teils kaum auszuhaltende aggressiv-suggestive Fragetechnik von Anklage oder Verteidigung um Menschen buchstäblich vorzuführen.
Bspw. bei Feroz Khan. Ich kannte den Typ nicht, ich finde ihn komisch und vieles was er sagt fragwürdig. Aber wieso lädt man ihn ein um ihn dann nicht sachlich, sondern menschlich fertig zu machen. Die Anwältin sagt "Nicht bös gemeint - totaler Bullshit" und er bekommt einen Ordnungsruf.
Was soll das? Er hatte seine Zahlen und Quellen parat, sie nicht. Aber dazu wird es wohl irgendwann noch einen Faktencheck geben. Und die ansonsten wirklich beeindruckende 82 jährige Däubler-G. beschützt in diesem Fall nicht den Zeugen, sondern die Anklägerin.
Sowas hätte man sich schenken können und demaskiert eher, als dass es Aufschluss bringt.

Mir sind verschiedene Sachen klar geworden und keine davon ist schön...
Beide Seiten sind so ignorant, selbstgerecht und autoritär, das einem Angst und Bange werden kann.
Man kann sich gut darüber streiten wo man die nächste Steuer ansetzen soll und ob wir mehr Wirtschaft oder mehr Sozialleistungen brauchen.
Aber wir sind mittlerweile soweit voneinander entfernt, dass wir noch nicht mal die Worte "Freiheit" und "Toleranz" gleich definieren würden.
Ich bin erst halb durch, kann aber deinem Grundtenor bereits voll zustimmen.

Mir drängt sich immer mehr ein Verdacht auf: Sind die diskutierten Themen vielleicht allesamt zu komplex geworden, um ihnen als Normalsterblicher auf rein sachlicher Ebene überhaupt gerecht werden zu können? Deshalb driften alle immer auf die emotionale Ebene ab, weil sich so am besten Mitstreiter finden lassen?

Es lässt sich irgendwie für jedes gute Argument ein besseres Gegenargument finden, das in diesem speziellen Fall die Oberhand gewinnt, aber im größeren Zusammenhang wiederum möglicherweise an der Realität scheitert.
In Grunde stehen sich immer wieder Menschen gegenüber, allesamt nicht dumm und durchaus gebildet, die sich aufgrund ihrer Herkunft und Sozialisation mal auf eine Seite festgelegt haben und diese für ihr restliches Leben vertreten und verfestigen.

Aber alle haben nur das Wohl der Gesellschaft im Sinn.

Während die Egomanen dieser Welt über diese Idealisten lachen und eiskalt deren Uneinigkeit für ihren eigenen Vorteil ausnutzen, um beispiellose Reichtümer anzuhäufen.
 
Motoplex
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