Alles gar nicht so doof Thread

@twister13: die Franzosen haben aktuell nicht sooo viel Freude an Ihrem Atomstrom . . . .
Nicht berücksichtigt dabei ist, dass es Zeiten gibt, wo es billiger ist, diesen zu importieren, als ihn selber zu produzieren
Warum wird das nicht berücksichtigt ?
Es wird doch immer gesagt "Sonne und Wind" schreiben keine Rechnung . . . . . ;)
Vermutlich sind deshalb aktuell die Stromkosten in D soooo günstig . . . .🥴
 
Vorausgesetzt 100% des franz. Stroms sei aus Kernkraft, dann wurden 2025 2,56% des deutschen Strombedarfs aus Kernkraft generiert.
Nicht berücksichtigt dabei ist, dass es Zeiten gibt, wo es billiger ist, diesen zu importieren, als ihn selber zu produzieren
Es geht weniger um die Menge als die Verfügbarkeit. Und wenn‘s dunkel und windstill ist, dann hast Du die Wahl ein Industrieland abzuschalten oder wie der wirtschaftspolitische Totalausfall Habeck anregte, die Produktion doch bitte den vorhandenen Strommengen anzupassen, oder eben doch auf grundlastfähige Quellen zurückzugreifen.
 
Es geht weniger um die Menge als die Verfügbarkeit.
Zu jeder Zeit hätten Gas und Kohlekraftwerke hochgefahren werden können. Es war nur billiger, den Strom zu importieren.
Und dass es bei einem Systemwechsel während des Umbaus dazu kommen kann, liegt ja auf der Hand, oder etwa nicht?
Oder müsste man erst ein redundantes System erstellen und erst dann aktivieren, wenn dies eine 100%ige Abdeckung garantiert?

Würde ich jetzt den Zugverkehr aus irgendwelchen Gründen auf Gas umstellen wollen, dann ist es auch nicht so, dass es einen Tag X gibt, an dem keine E-Loks mehr fahren. Sondern es gäbe einen kontinuierlichen Ausbau.
Genau das Gleiche bei den E-Autos. Das passiert auch nicht von heute auf morgen, sondern fließend. Dann kann es schon mal sein, dass es zu viele Zapfsäulen und an manchen Stellen zu wenig Ladesäulen gibt.
 
Aber dann schau dir doch mal die aktuellen Aussagen an.

Und was die Versicherung betrifft... 2,5 Milliarden dürften wohl nicht gereicht haben, hätte es einen GAU in Grafenrheinfeld gegeben und das Gebiet im Umkreis von min. 30km hätte evakuiert werden müssen.
Klar, für den Rest haftet dann die Betreiberfirma, die dann plötzlich insolvent ist. :ROFLMAO:
Ich wusste schon, daß dieser Hinweis kommen wird.

Natürlich ist der Betrag von 2,5Mrd, wenns tatsächlich zu einem GAU kommen sollte,
sagen wir mal, leicht zu tief angesetzt. Typisch unterversichert halt. 😁
Vermutlich ist der durch die Lobbyisten der Stromversorger in weiser Voraussicht so festgelegt worden.
Das ließe sich, wenn man es tatsächlich wollte, auch ändern.
Aber was nützen selbst Billionen von Euro, wenn im Falle eines GAU's in unserem dicht besiedelten Europa, ganze Landstriche / Bundesländer usw.
für die nächsten zig 100 bis zig 1000ende Jahre unbewohnbar sind?

Letzendlich ist das ganze ein Thema der Eintrittswahrscheinlichkeit.

Aber um den Betrag oder ähnliches ging es mir nicht!
Nochmals, über den Sinn und Unsinn der Kernenergie wollte ich nicht raus.
Da kann man bis zum Sankt Nimmerleinstag diskutieren.

Sondern einfach um die Falschaussage des Redners.
Wenn schon in den erste Minute solche Behauptungen aufgestellt werden, die nicht stimmen,
ist es für mich schon vorbei und der Typ hat sich disqualifiziert!
Da kann es mit dem Rest auch nicht weit her sein.
 
Sondern einfach um die Falschaussage des Redners.
Rein hypothetisch könnte ich dann ja auch sagen, mein Motorrad wäre versichert, wenn meine Haftpflichtversicherung Schäden bis 99.- € abdecken würde.

In dem Fall fände ich die Aussage quasi unversichert, aber nicht falsch.
 
Der Ehrlichkeit halber sollte man aber dann dazu schreiben, dass der "Rest" der Welt dann in erster Linie China, Russland und Indien sind.
Dazu kommen noch 4 in der Türkei, 2 in Bangladesch, 2 in UK und einer in der Slowakei. Die 4 in Ägypten laufen auch unter russischer Fahne.
SMA ist die Genehmigung zum Erstellen eines Plans bis 2030 von Kanada erteilt.
China und Indien sind boomende Industrienationen und laufen Deutschland zunehmend in jeder Hinsicht den Rang ab. Die USA modernisieren aktuell bestehende KKWs und planen bereits fleißig neue Anlagen. Unsere europäischen Nachbarn planen fleißig neue Anlagen oder die Reaktivierung bestehender. Als Industrienationen nicht die allerschlechtesten Beispiele für Deutschland.

Es geht um Grundlastsicherung. Die sollten wir gefälligst auch selbst wieder in die Hand nehmen und unserer Großindustrie Strom zu kalkulierbaren Preisen liefern.
Ich verstehe bei der ganzen Diskussion nie, warum so viele Leute einerseits immer Deutschlands Wohlstand auf dem Altar der Weltrettung opfern wollen, aber es gleichzeitig in Ordnung finden, dass unsere Grundlast ein paar Kilometer jenseits der Grenze in AKWs produziert und teuer eingekauft wird.


Die irrationale Angst vor dem GAU sollte nach einigen Jahrzehnten weitgehender Problemlosigkeit langsam mal abebben. Tschernobyl ist aufgrund absurder Planungsfehler und typisch sowjetischem Katastrophenmanagement so ausgeartet. Es gab 30 direkte Tote durch Strahlung und langfristig 4000 Tote durch strahlenbedingten Krebs.
Fukushima wurde durch einen gigantischen Tsunami ausgelöst. Direkte Strahlentote 0. Langzeitfolgen werden gegen 0 gehen. Die kontanimierten Regionen sind schon längst zum allergrößten Teil wieder gefahrlos bewohnbar. Dieses gern herangezogene Horrormärchen von unbewohnbaren Landstrichen ist unhaltbar und trifft nach Jahrzehnten kaltem Krieg auf offene Ohren, weil allen noch die Schreckensszenarien vom Fallout eines möglichen Atomkrieges im Kopf herumschwirren. In der Realität zerfallen die radioaktiven Teilchen so schnell, dass nach wenigen Jahren kaum Strahlung übrig bleibt.

Jedes neu gebaute AKW ist um ein vielfaches sicherer als das, was jahrzehntelang bereits ohne größere Störung funktioniert hat. Die mögliche Betriebsdauer steigt mit jeder neuen Generation. AKWs liefern die für die Schwerindustrie benötigte Grundlast dauerhaft, stabil und unabhängig von der Situation im Rest der Welt.

Hier eine interessante Tabelle:

EnergieformTodesfälle pro TWh
Kohle24,6 (vor allem Luftverschmutzung)
Öl18,4
Erdgas2,8
Kernenergie0,07 (inkl. Tschernobyl & Fukushima)
Wasserkraft0,02 (außer Dammbruch-Katastrophen)
Wind / Solar0,01–0,04
🔹 Quellen: IPCC Special Report 2014, Markandya & Wilkinson, Lancet 2007, World Nuclear Association

Komisch, so unfassbar viel besser als Kernenergie sind selbst Wind und Solar gar nicht. Zumal die Unfälle bei Kernenergie absolute Ausnahmen darstellen, deren Wiederholung praktisch unmöglich ist. Überhaupt sind die Todeszahlen bei den unteren drei Varianten so gering, dass sie statistisch zu vernachlässigen sind. Die meisten Unfälle passieren beim Bau der entsprechenden Anlagen und da wird man nicht mehr viel tun können. Wobei, doch, industriell gefertigte SMRs sind auch in der Erstellung sicherer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da hast Du völlig Recht. Aber für gewöhnlich ist ein Atomkraftwerk das umweltfreundlichste Gebäude das man sich zur Stromerzeugung vorstellen kann.

Ein wenig Wasserdampf quillt aus den Kühltürmen und die Transformatoren brummen.
That‘s it!
Das mit "nur" Wasserdampf und bisl Trafobrummen stimmt leider nicht ganz.

Hast mal ein KKW richtig angeschaut?
Ist Dir aufgefallen das jedes KKW ein Schornstein hat, für was nur?

Meinst die haben da drin ein Kohleofen zum heizen in der Ecke stehen. 😁

Nein, sicherlich nicht!
Bei der Kernspaltung entstehen radioaktive Edelgase, die u.a. durch solche Schornsteine an die Umgebung abgegeben werden.
Aus diesem Grund existieren in D auch für jedes KKW Abluftpläne, das kommt nicht von ungefähr.
Von den ganzen Umweltverbänden werden auch immer wieder signifikant erhöhte Krebsfälle in der Umgebung von KKW's
als Contra aufgeführt.

Auch hier ist nicht alles schwarz-weiß, alles in allem eine Frage der Risikobetrachtung.
 
Rein hypothetisch könnte ich dann ja auch sagen, mein Motorrad wäre versichert, wenn meine Haftpflichtversicherung Schäden bis 99.- € abdecken würde.

In dem Fall fände ich die Aussage quasi unversichert, aber nicht falsch.
Richtig Florian, Du hast das richtig erkannt!
Aber da genau liegt der Hund begraben.
Der Redner stellt einfach in den Raum, es gäbe gar keinen der das versichert,
über eine Höhe lässt der sich nicht aus.
Deswegen ist dessen Aussage schlicht weg falsch.
 
Was wohl passieren würde, wenn man die paar Milliarden Budget für ein neues AKW statdessen in den Ausbau der Netze und Speicher stecken würde? :unsure: :X3:
Man kann es jetzt scheiße finden, dass wir nicht wieder die AKW-Schiene schwenken und Deutschland diesbezüglich Dummheit attestieren. Das wir aber eben wegen der Zusammensetzung unserer Stromerzeuger auch sehr gut darin werden, volatile Netze zu managen, findet kaum Beachtung. Da entsteht verwertbares, exportierbares KnowHow, dessen Wert mit steigenden Fossilpreisen und dem nächsten Gau sprunghaft ansteigen könnte.
Das Problem am Standort Deutschland sind nicht primär Energiepreise, sondern Lohnkosten und normative Anforderungen. Wohlstand und Arbeitsschutz/Menschenrechte sind halt unangenehm teuer. Solche Probleme haben China und Indien eher nicht.
Die türkischen AKWs werden übrigens meines Wissens nicht nur von Rosatom gebaut, sondern auch betrieben. Die Türkei zahlt nur und stellt den Standort.

Und ich seh schon die Begeisterung der vielen deutschen AKW-Fans, wenn es um die Standortwahl geht. Manch einer hält ja kaum ein Windrad aus.
 
Was bitte genau hast du jetzt an 2,57% nicht verstanden?
Verstanden habe ich alles, nur du denkst nicht weit genug. Ich schlüssel das mal auf, damit du verstehst, warum ich auf die 2,57% erst gar nicht eingegangen bin.

Das erklärte und verfolgte Ziel ist ja, auch in Frankreich, von den fossilen Energiequellen wegzukommen. Das heißt der Anteil an anderen Energiequellen wird kontinuierlich steigen, es muss Ersatz her.

Hier eine Tabelle, wie unsere Stromzusammensetzung aussieht:

EnergiequelleStromerzeugung (TWh/Jahr)Anteil am GesamtstromGrundlastfähig?
Braunkohle110–120~18–20 %✅ Ja
Steinkohle60–70~10–12 %✅ Ja
Erdgas (Grundlastbetrieb)50–60~8–9 %Teilweise ✅
Biomasse / Biogas35–40~6–7 %✅ Ja
Wasserkraft10–15~2–3 %✅ Ja
Kernenergie00 %– (abgeschaltet)
Wind (onshore + offshore)170–180~28–30 %❌ Nein
Solar (Photovoltaik)80–90~13–15 %❌ Nein
Import / Export Netto±10–20~2–3 %Je nach Quelle

Benötigen tun wir 400 TWh/Jahr für Grundlast, bei einem Gesamtverbrauch von 600TWh/Jahr. Wird langsam klar, was das Problem ist? Wie zum Geier sollen wir ohne Atomkraft die erklärten Klimaziele erreichen, ohne einfach von jetzt auf gleich alle unsere Industrien einzustampfen?


Hier noch Frankreichs Werte:

EnergiequelleStromerzeugung (TWh/Jahr)Anteil am Strommix
Kernenergie361,7 TWh~67 %
Wasserkraft75,1 TWh~13,9 %
Windenergie46,8 TWh~8,7 %
Solarenergie24,8 TWh~4,6 %
Andere Erneuerbare & Abfall10,5 TWh~2 %
Gas17,4 TWh~3,2 %
Kohle0,7 TWh~0,1 %
Öl & andere fossile1,8 TWh~0,3 %
Gesamt539 TWh100 %
(Zahlen gerundet) (assets.rte-france.com)

Noch so eine geile Tabelle:
LandCO₂-Emissionen StromStrommix
Deutschland~250 g CO₂/kWhMix: Wind/Solar ~55–60 %, Kohle/Gas ~40 %
Frankreich~50 g CO₂/kWhMix: Kernenergie ~67 %, Erneuerbare ~28 %, Fossil ~5 %

Bin ich eigentlich der einzige, der angesichts dieser Zahlen die deutsche Borniertheit immer unbegreiflicher findet?





Nenn mir doch bitte mal exakt ein industriell gefertigtes SMR, das im Betrieb ist.
Ach was... eins, welches im Bau ist, reicht mir auch.
Im Betrieb ist eine Handvoll Testaufbauten. Es laufen vielerorts schon die Zulassungsverfahren. Logischerweise fängt keiner an zu produzieren, bevor es keine vollumfänglichen Genehmigungen gibt. Das ist aber nur noch eine Frage der Zeit. Spielt aber alles in einer Grundsatzdiskussion keine wichtige Rolle.





Das mit "nur" Wasserdampf und bisl Trafobrummen stimmt leider nicht ganz.

Hast mal ein KKW richtig angeschaut?
Ist Dir aufgefallen das jedes KKW ein Schornstein hat, für was nur?

Meinst die haben da drin ein Kohleofen zum heizen in der Ecke stehen. 😁

Nein, sicherlich nicht!
Bei der Kernspaltung entstehen radioaktive Edelgase, die u.a. durch solche Schornsteine an die Umgebung abgegeben werden.
Aus diesem Grund existieren in D auch für jedes KKW Abluftpläne, das kommt nicht von ungefähr.
Von den ganzen Umweltverbänden werden auch immer wieder signifikant erhöhte Krebsfälle in der Umgebung von KKW's
als Contra aufgeführt.

Auch hier ist nicht alles schwarz-weiß, alles in allem eine Frage der Risikobetrachtung.
So eindeutig ist die Faktenlage gar nicht.


Das Ergebnis​


Es zeigte sich im Nahbereich um deutsche Kernkraftwerke ein signifikant erhöhtes Risiko bei Kindern unter 5 Jahren, an Krebs zu erkranken. Dieser Befund beruhte im Wesentlichen auf dem Erkrankungsrisiko für Leukämien, wobei hier das Erkrankungsrisiko in etwa verdoppelt war. In Zahlen bedeutet dies, dass im 5-Kilometer-Umkreis um alle Standorte von Kernkraftwerken in Deutschland im Mittel nicht, wie zu erwarten wäre, etwa 1 Kind pro Jahr erkrankt, sondern dass die Krankheit jedes Jahr bei etwa 2 Kindern diagnostiziert wird.


Aus den Ergebnissen lässt sich keine sichere Aussage darüber ableiten, ob die von den Leistungsreaktoren ausgehende Radioaktivität kausal mit den erhöhten Erkrankungsraten zusammenhängt. Die tatsächliche individuelle Strahlenbelastung der Kinder wurde in der Studie nicht erfasst, da dies praktisch nicht möglich ist. Der Abstand des Wohnortes zu einem Reaktor wurde als Ersatz für die Strahlenbelastung verwendet. Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ist die resultierende Strahlenbelastung der Bevölkerung allein zu niedrig, um den tatsächlich beobachteten Anstieg des Krebsrisikos zu erklären. Es ist ebenfalls unwahrscheinlich, dass andere in den Untersuchungen ebenfalls betrachtete mögliche Verursacher jeweils allein den Befund erklären können.


Es gibt somit derzeit keine plausible Erklärung für den festgestellten Effekt, der über die 24 Jahre Untersuchungszeitraum ein insgesamt konsistentes Bild mit kleinen Schwankungen zeigt. Denkbar ist ein Zusammenspiel verschiedener Ursachen. Die Interaktion verschiedener Faktoren und die grundsätzlichen Entstehungsmechanismen von Leukämien bei Kindern bilden daher die Schwerpunkte der derzeit laufenden Forschungsarbeiten.

In Zahlen, warum die erhöhte Leukämie-Quote aufgrund der Strahlungsdosis unwahrscheinlich ist.
  • Strahlungsdosis für die Bevölkerung aus normalen AKW-Emissionen: <0,01 mSv/Jahr (sehr klein)
  • Vergleich: natürliche Hintergrundstrahlung in Deutschland: ~2,1 mSv/Jahr
  • Selbst bei der KiKK-Studie lag die gemessene Strahlendosis weit unter der Schwelle, die Leukämie auslösen könnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das (absichtlich in Anführungszeichen) "grundsätzliche Problem" ist das Festhalten an der "Grundlastfähigkeit".
Die Betrachtungsweise ist ja eine andere:
Wir nehmen erst mal alles an regenerativer Energie (PV, Windkraft) und sollte das nicht reichen, dann produzieren wir nach, bzw. benutzen Speicher.
Sollte Energie übrig sein (PV, Windkraft), dann wird diese gespeichert. In Stauseen, Batterien und es wird Wasserstoff daraus produziert.
Aufgrund von Wettervoraussagen lässt sich das zumindest auf ein bis zwei Tage relative stundengenau auch prognostizieren.
Speicher ist jetzt auch ein genereller Begriff und umfasst sowohl Wasserkraft als auch Biomasse, Wasserstoff und auch Gas.
Auch Batteriespeicher sind damit gemeint.
Und was den Herren Ingenieuren noch so alles einfällt.

Dann wird es mittelfristig wohl auch Anreize geben, Strom genau dann zu nutzen, wenn er in Massen zur Verfügung steht. Also das E-Auto laden, wenn so viel Strom zur Verfügung steht, dass man noch bezahlt wird, wenn man ihn abnimmt. (Etwas überspitzt)
Schweden hat diesbezüglich mit den variablen Strompreisen schon weitestgehend gute Erfahrungen gesammelt. Dazu bräuchte man allerdings Smartmeter, die bei uns bislang ja relativ erfolgreich blockiert wurden.

Dass das nicht von heute auf morgen geht mit so einer Umstellung, sollte klar sein. Und dass es dabei auch zu Reibungen kommt, ist auch wahrscheinlich.
Aber es gibt genügend Studien, die belegen, dass es möglich ist.

Zum Thema Umstellen:
Ein Freund von mir hat so eine Ein-Mann-Zerspanerei mit CNC Maschinen.
Er hat sich letztes Jahr das Hallendach mit PV zupflastern lassen und schaut auch total gerne auf die Reports seiner "Ernte". Das lässt er alles in Speicher laufen. Wenn Speicher voll, dann Produktion Ende.
Aber irgendwie findet er es viel cooler, die Nacht durchzuarbeiten und dann bis 16:00 zu schlafen.
Das ist natürlich im Sinne der Energienutzung nicht die optimale Nutzung.
 
AKW`s in D sind tot. Die wird auch niemand mehr ohne riesigen Widerstand reaktivieren/neu bauen. Man hätte die alten länger laufen lassen können...aber das Thema ist auch durch.
Ich halte erneuerbare Energien auch für günstiger. Vor allem aber kann man nicht alle 2 Jahre die Weichen neu stellen. Wir haben auf das Pferd gesetzt und müssen jetzt durchziehen. Speicherpreise fallen rasant, Stromsharing ist nun erlaubt (ab Juni 2026), bidirektionales laden ist ein weiterer Baustein...etc.

BTW: wenn man sich die Gasspeicherstände anschaut und mal rechnet wie in den letzten Jahren (und es keine unbekannten Variablen gibt, die ich nicht berücksichtigt habe), dann dürfte dieses Jahr gegen Ende Feb ggf. noch eine Gasmangellage kommen.
Dann werden wir um jede AKW produzierte KW froh sein, was wir den Nachbarn abkaufen dürfen - anstatt Gas zu verstromen.
Ohne europäische Solidarität und Diversifizierung würde das ganze Konstrukt nicht funktionieren. Aber das muß kein Nachteil sein.

@veetwotuono : Ich kann deinen Frust über die Polemik des Vortrags verstehen. Aber das machen mittlerweile alle Parteien (macht die Sache natürlich auch nicht besser).
 
Zuletzt bearbeitet:
Abschliessend von mir noch das,
@falconer hats ja schon geschrieben.
Das mit den AKW's ist bei uns schon Geschichte.
und wird vermutlich nicht mehr aktuell werden.

So eindeutig ist die Faktenlage gar nicht.




In Zahlen, warum die erhöhte Leukämie-Quote aufgrund der Strahlungsdosis unwahrscheinlich ist.


Die Studie selbst und auch das Bfs als Auftraggeber machen hier eindeutige Aussagen.(siehe Zusammenfassung)
Nachzulesen hier:

Bildschirmfoto vom 2026-01-14 14-13-30.webp
Hier als Link: https://doris.bfs.de/jspui/handle/urn:nbn:de:0221-20100317939

oder wer will kanns sich das PDF(Anhang) der KIKK Studie reinziehen.

Interessant ist die Schlussfolgerung der Studie selbst.
 

Anhänge

Das (absichtlich in Anführungszeichen) "grundsätzliche Problem" ist das Festhalten an der "Grundlastfähigkeit".
Die Betrachtungsweise ist ja eine andere:
Wir nehmen erst mal alles an regenerativer Energie (PV, Windkraft) und sollte das nicht reichen, dann produzieren wir nach, bzw. benutzen Speicher.
Sollte Energie übrig sein (PV, Windkraft), dann wird diese gespeichert. In Stauseen, Batterien und es wird Wasserstoff daraus produziert.
Aufgrund von Wettervoraussagen lässt sich das zumindest auf ein bis zwei Tage relative stundengenau auch prognostizieren.
Speicher ist jetzt auch ein genereller Begriff und umfasst sowohl Wasserkraft als auch Biomasse, Wasserstoff und auch Gas.
Auch Batteriespeicher sind damit gemeint.
Und was den Herren Ingenieuren noch so alles einfällt.
Du betreibst eine viel zu starke Vereinfachung des Problems.

Ich habe mal, um die Sache abzukürzen, ChatGPT die Sache durchrechnen ausrechnen lassen und alles reinkopiert. Ist weniger Arbeit für mich und kommt aufs gleiche heraus :sneaky:

Kann Deutschlands Grundlast vollständig mit Wind, PV und Speichern gedeckt werden?​


1. Ausgangslage​


  • Deutschlands dauerhafter Strombedarf (Grundlast) liegt bei ca. 40–45 GW
  • Das entspricht 350–395 TWh pro Jahr
  • Wind- und PV-Strom sind wetter- und tageszeitabhängig
  • Es gibt regelmäßig Dunkelflauten (wenig Wind + wenig Sonne) von mehreren Tagen bis Wochen



2. Zentrale technische Herausforderung​


  • In Dunkelflauten fällt die kombinierte Erzeugung aus Wind + PV zeitweise auf nahe 0 GW
  • Der Strombedarf bleibt jedoch konstant
  • Speicher müssen nicht Stunden, sondern Tage bis Wochen überbrücken



3. Erforderliche Speichergröße​


  • 1 Woche Dunkelflaute:
    • 40 GW × 24 h × 7 Tage ≈ 6–7 TWh Speicher
  • Zum Vergleich:
    • Alle deutschen Pumpspeicher zusammen: ~0,04 TWh
    • Batteriespeicher heute: wenige GWh, also Faktor 1.000 zu klein



4. Erforderlicher Ausbau von Wind & PV​


  • Wegen niedriger durchschnittlicher Auslastung:

    • Wind: ~30 %
    • PV: ~15 %
  • Erforderlich wären etwa:
    • 150 GW Wind (heute ~65 GW)
    • 250–300 GW PV (heute ~63 GW)
  • Zusätzlich nötig:
    • massiver Netzausbau
    • hohe Überproduktion in guten Wetterphasen



5. Speicheroptionen – Realität​


Batterien


  • Für TWh-Speicherung technisch und wirtschaftlich unrealistisch
  • Kosten: >1 Billion €
  • Rohstoff- und Lebensdauerprobleme

Wasserstoff


  • Wirkungsgrad Strom → H₂ → Strom: ~30 %
  • Erfordert nochmals deutlich mehr Wind- und PV-Anlagen
  • Hohe Investitionen in Elektrolyse, Speicher, Rückverstromung



6. Kostenordnung​


  • Wind-Ausbau: 130–170 Mrd €
  • PV-Ausbau: 160–290 Mrd €
  • Speicher (realistisch: Wasserstoff): 80–120 Mrd €
  • Netze & Systemkosten: 100–200 Mrd €

➡️ Gesamtkosten: ~500–800 Mrd €




7. Zentrale Erkenntnis​


Das Problem ist nicht, dass Wind und PV keinen Strom liefern –
sondern dass sie nicht dann liefern, wenn er gebraucht wird.

  • Wetterprognosen ändern nichts an fehlender Energie in Dunkelflauten
  • Speicher lösen Kurzzeitschwankungen, nicht saisonale Lücken
  • Ohne grundlastfähige Kraftwerke bleibt das System hochkomplex und teuer


Was würden AKWs kosten, um die fossilen Energieträger zu ersetzen?
Gute Frage – und sie lässt sich deutlich klarer und robuster beantworten als das Speicher-Szenario, weil wir hier über grundlastfähige Technik mit bekannten Kosten und Leistungsdaten sprechen.
Ich rechne wieder konservativ und transparent, damit du das in einer Diskussion sauber vertreten kannst.

Zieldefinition (wichtig!)​

Wir betrachten nur den Stromsektor (nicht Verkehr/Wärme).
Zu ersetzen:
  • Fossile Stromerzeugung in Deutschland
  • Das sind je nach Jahr 200–250 TWh/Jahr
  • Entspricht im Mittel ≈ 25–30 GW gesicherter Leistung

1️⃣ Wie viele AKWs wären nötig?​

Typisches modernes AKW (Generation III+)​

  • Elektrische Leistung: 1,4–1,6 GW
  • Verfügbarkeit: 90–92 %
  • Jahreserzeugung pro Block:
    1,5 GW×0,9×8.760 h≈11,8 TWh/Jahr1,5 \text{ GW} \times 0,9 \times 8.760 \text{ h} \approx 11,8 \text{ TWh/Jahr}1,5 GW×0,9×8.760 h≈11,8 TWh/Jahr

Benötigte Anzahl​

200–250 TWh÷11,8 TWh⇒17–21 Reaktoren200–250 \text{ TWh} \div 11,8 \text{ TWh} \Rightarrow \mathbf{17–21\ Reaktoren}200–250 TWh÷11,8 TWh⇒17–21 Reaktoren
👉 Aufgerundet: 20 große AKWs

2️⃣ Kosten pro AKW (realistische Spanne)​

Internationale Neubauten (Europa/Asien):
ProjektKosten pro GW
Südkorea~3–4 Mrd €/GW
Frankreich (Flamanville)6–7 Mrd €/GW
UK (Hinkley Point C)7–8 Mrd €/GW
👉 Realistische Planungsannahme für Deutschland:
6–8 Mrd € pro GW


Kosten pro Reaktor (1,5 GW)​

1,5×6–8 Mrd €=9–12 Mrd€1,5 \times 6–8 \text{ Mrd €} = \mathbf{9–12\ Mrd €}1,5×6–8 Mrd €=9–12 Mrd€

3️⃣ Gesamtkosten für fossilen Ersatz​

PositionWert
Anzahl Reaktoren~20
Kosten pro Reaktor9–12 Mrd €
Gesamtkosten180–240 Mrd €

4️⃣ Was ist darin enthalten?​

✅ Baukosten
✅ Sicherheitssysteme
✅ Netzanschluss
✅ Planung & Genehmigung
❌ Rückbau (kommt erst nach 60–80 Jahren)
❌ Brennstoffkosten (relativ gering, laufend)

5️⃣ Vergleich zu Alternativen (nur Strom!)​

SystemInvestitionskostenSpeicher nötigSystemstabilität
Wind + PV + Speicher500–800 Mrd €extrem hochkomplex
AKWs + EE180–240 Mrd €minimalsehr hoch
Gas (mit CCS)150–250 Mrd €geringCO₂-Rest


Lebensdauer:

AKW: 60–80 Jahre

Wind/PV: 20–30 Jahre
 
Was kostet der Rückbau der AKWs?
Der Rückbau von Atomkraftwerken ist gut dokumentiert – besonders in Deutschland, weil hier fast alle Anlagen bereits stillgelegt sind. Man kann daher mit realen Zahlen arbeiten, nicht mit Schätzungen.

1️⃣ Kosten des Rückbaus pro AKW​

Deutschland (reale Projekte)​

AKWLeistungGeschätzte Rückbaukosten
Obrigheim0,36 GW~1,0 Mrd €
Greifswald (8 Blöcke)~2,2 GW gesamt~6,6 Mrd €
Würgassen0,67 GW~1,5–2,0 Mrd €
Biblis A+B2,5 GW~5–6 Mrd €
Gundremmingen A–C2,7 GW~6–7 Mrd €

👉 Faustwert​

≈ 1–1,5 Mrd € pro GW installierter Leistung

2️⃣ Rückbaukosten für ein modernes AKW​

Typisches modernes AKW:
  • Leistung: 1,4–1,6 GW
  • Rückbaukosten:
1,5 GW×1–1,5 Mrd €/GW=1,5–2,5 Mrd €1,5 \text{ GW} \times 1–1,5 \text{ Mrd €/GW} = \mathbf{1,5–2,5\ Mrd\ €}1,5 GW×1–1,5 Mrd €/GW=1,5–2,5 Mrd €

3️⃣ Gesamtkosten bei Ersatz fossiler Stromerzeugung​

Wir hatten zuvor:
  • ~20 AKWs à ~1,5 GW

Rückbau gesamt:​

20×1,5–2,5 Mrd €=30–50 Mrd €20 \times 1,5–2,5 \text{ Mrd €} = \mathbf{30–50\ Mrd\ €}20×1,5–2,5 Mrd €=30–50 Mrd €
👉 Über 60–80 Jahre verteilt, nicht sofort.

4️⃣ Wichtiger Kontext (oft vergessen)​

🔹 Rückbau ≠ Endlager​

  • Rückbau betrifft:
    • Demontage
    • Dekontamination
    • Abriss
  • Endlagerung ist ein separates Thema

🔹 Endlagerkosten (Deutschland)​

  • Gesamtkosten Endlagerung (Schätzung): ~170 Mrd €
  • Diese Kosten fallen unabhängig davon an, ob Deutschland:
    • 0 AKWs
    • 20 AKWs
    • oder 40 AKWs betreibt
      → Der vorhandene Abfall dominiert die Kosten.

5️⃣ Rückbau im Gesamtsystemvergleich​

SystemRückbau / Entsorgung
AKWs1–2,5 Mrd €/GW (einmalig nach Jahrzehnten)
WindkraftRückbau + Entsorgung nach 20–25 J. (Rotorblätter problematisch)
PVEntsorgung/Recycling nach 25–30 J.
KohleRekultivierung Tagebaue: Milliarden, oft staatlich
GasRückbau gering, CO₂-Kosten dauerhaft

Ich habe nicht jede einzelne Zahl überprüft, aber sie decken sich mit dem, was ich so ungefähr im Kopf habe. Wer mehr weiß, darf ChatGPT gerne berichtigen.
 
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