Alles gar nicht so doof Thread

Du glaubst also aktuell einer künstlichen "Intelligenz"?!
Oder ist es vielleicht so, dass du einfach lieber jedem glaubst, der deine These unterstützt?
 
Abschliessend von mir noch das,
@falconer hats ja schon geschrieben.
Das mit den AKW's ist bei uns schon Geschichte.
und wird vermutlich nicht mehr aktuell werden.




Die Studie selbst und auch das Bfs als Auftraggeber machen hier eindeutige Aussagen.(siehe Zusammenfassung)
Nachzulesen hier:

Anhang anzeigen 158226
Hier als Link: https://doris.bfs.de/jspui/handle/urn:nbn:de:0221-20100317939

oder wer will kanns sich das PDF(Anhang) der KIKK Studie reinziehen.

Interessant ist die Schlussfolgerung der Studie selbst.
Das ist die Nachfolgestudie von der, die ich genannt habe. Gut, dass es da weiter ging.

Ich zitiere aus der KiKK-Studie:

Krebs bei Kindern ist die beobachtete auffallende Häufungvon Leukämien im Kindesalter in der Nähe des Kernkraft-werkes Krümmel zu erwähnen (Brüske-Hohlfeld et al. 2001,Hoffmann et al. 2003). Zu deren Aufklärung wurden vielfältige und aufwändige Untersuchungen, koordiniert von Expertenkommissionen durchgeführt, ohne die Ursache dieser Erkrankungshäufung klären zu können (Wichmann undGreiser 2004). Das Kernkraftwerk Krümmel ist das einzigein Deutschland, in dessen Nachbarschaft Auffälligkeiten dieser Art gefunden wurden. Es gibt jedoch auch andere kleinräumige Regionen in Deutschland, in denen statistisch auffällig erhöhte Krebserkrankungsraten für Kinder zu beobachten sind und die weitab von kerntechnischen Anlagen liegen.
Daher finden diese meist nur in der betroffenen Region öffentliche Aufmerksamkeit, eine Ursache lässt sich gewöhnlich nicht feststellen.Diese Beobachtung steht im Einklang mit den Erfahrungendes Centers for Disease Contol in den USA, aus dem über 20 Jahre Clusteruntersuchungen berichtet wurde, ohne dass irgendwo ein klarer und konsistenter kausaler Zusammenhang mit einer vermuteten Ursache gefunden werden konnte (Caldwell 1990).Dies belegt, dass auch mit großem Aufwand eine konkreteUrsache für eine kleinräumige Erkrankungshäufung oft nicht zu finden ist. In beiden früheren vom DKKR durchgeführten ökologischenStudien konnte kein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von kindlichen Krebserkrankungen und dem Wohnen in der Nähe von kerntechnischen Anlagen gezeigt werden. Ob die aktuelle Fall-Kontrollstudie zu einem anderen Ergebnis führt, bleibt abzuwarten.

Dann zitiere ich noch aus der Schlussfolgerung:
Es ist zu bemerken, dass trotz des Poolens aller Daten nur 37 Leukämierkrankungen bei unter 5-jährigen Kindern innerhalb der 24 Studienjahre in den 5-km-Zonen um die 16 deutschen Kernkraftwerke in die Auswertung eingehen (von insgesamt 5 893 Leukämieerkrankungen). Eine getrennte Auswertung für jedes einzelne Kernkraftwerk ist daher mit der gewählten Studienmethodik nicht mehr aussagefähig.

Es ist wie gehabt, wirklich aussagekräftig sind die Studienergebnisse nicht. Was nicht heißen soll, dass ich meine Augen aus Idealismus vor der Realität verschließen würde, gäbe es belastbare Belege für einen Zusammenhang. Jedes kleine Kind mit Leukämie ist eines zu viel.

Womit wir den Kreis schließen können:
  • Eine epidemiologische Analyse für Deutschland schätzt, dass bis zu ~76 000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr in der EU durch fossile Brennstoffe vermeidbar wären, wenn Luftverschmutzung minimiert würde. Davon wird ein großer Teil den Verbrennungsprozessen fossiler Energieträger (Kohle, Gas, Öl) zugerechnet.
  • Eine gesonderte Berechnung in Deutschland ergab, dass bis zu ~115 000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr durch Luftverschmutzung – inklusive der Fossilen – verhindert werden könnten. Etwa 62 % dieser vermiedenen Fälle wären durch den Wegfall fossiler Emissionen erreichbar.

➡️ 62 % von ~115 000 ≈ ~71 000 vorzeitige Todesfälle/Jahr, die durch fossile Luftschadstoffe in Deutschland provoziert werden (über Herz-Kreislauf-, Atemwegserkrankungen, Lungenkrebs etc.).


Das sind Gesamt-Gesundheitseffekte – nicht nur Krebs.
Heißt, jedes durch ein AKW ersetztes Kohlekraftwerk rettet viele Leben.
 
Du glaubst also aktuell einer künstlichen "Intelligenz"?!
Oder ist es vielleicht so, dass du einfach lieber jedem glaubst, der deine These unterstützt?
Wir reden hier über ganz einfach nachprüfbaren Zahlen. Wieviel ein AKW-Rückbau kostet, finde ich in 5 Sekunden über Google, das mich zu offiziellen Seiten den Bundesnetzagentur o.ä. führt. Was ChatGPT sehr zuverlässig und schnell macht, ist diese Zahlen in Tabellen zusammenzufassen.

Die Zahlen zu Frankreich sind aus dem Jahresbericht eines französischen Energieversorgers. Siehst du, wenn du auf den beigefügten Link klickst.


Es gibt Themen, wo ChatGPT kaum brauchbar ist. Einfach Statistiken zusammenzufassen, da ist es richtig gut.
 
@Hinleger :
Jetzt muss ich mal ganz blöd fragen:
Du schreibst:

Bildschirmfoto vom 2026-01-14 15-17-14.webp

Komischerweise erscheint der Text nicht wenn ichs als Zitat Deines Postings mache, geht nur über ein Screenshot.

Entstammt dieses "Zitat" nun tatsächlich von Dir oder von ChatGPT?
Vielleicht solltest Du das besser kenntlich machen.

Im originalen Text der Schlussfolgerung ist nämlich dieser von Dir oder auch ChatGPT zitierte Text gar nicht vorhanden!
Siehe hier:
Bildschirmfoto vom 2026-01-14 15-12-10.webp

Ich bin ja noch oldschool und les selbst in den originalen Dateien bzw PDF's und bemühe ChatGPT nicht,
da es doch sehr stark fehlerbehaftet ist.
 
Auch ChatGPT:
Bei Hinkley bin ich ein wenig von den 12 Milliarden für 1,5GW weg. Da kommt es auf inflationsbereinigte 54 Milliarden.
Und damit ist dann weder die Brennstoffbeschaffung noch die Endlagerung berücksichtigt, die auch mit 1,4 Milliarden in 2025 den Staatshaushalt belastet.
Letzteres wurde übrigens nicht durch den Strompreis abgedeckt. Tendenz steigend.

Die voraussichtlichen Kosten des Atomkraftwerks Hinkley Point C in Großbritannien haben sich seit Projektstart massiv nach oben entwickelt – und die aktuellsten Schätzungen liegen deutlich über den ursprünglichen Planungen:


💷


  • Die offizielle Entwicklung von EDF (dem französischen Energieversorger und Hauptverantwortlichen für den Bau) geht davon aus, dass das Projekt zwischen ca. £31 – £35 Milliarden kostet in Preisen von 2015 (nach den letzten offiziellen Re-Evaluierungen). Yahoo Finanzen
  • Inflationsbereinigt auf heutige Werte könnten sich die Kosten auf bis zu etwa £46 Milliarden (also knapp €54 Mrd.) belaufen. Yahoo Finanzen+1
  • Ursprünglich waren bei Genehmigung ca. £18 Mrd. geplant – das heißt ein Mehrfaches der ursprünglichen Schätzung. Yahoo Finanzen

👉 Diese Zahlen umfassen beide Blöcke des Kraftwerks (je ~1,6 GW), die zusammen Strom für rund 6 Mio. Haushalte liefern sollen.
 
@Hinleger :
Jetzt muss ich mal ganz blöd fragen:
Du schreibst:

Anhang anzeigen 158232

Komischerweise erscheint der Text nicht wenn ichs als Zitat Deines Postings mache, geht nur über ein Screenshot.

Entstammt dieses "Zitat" nun tatsächlich von Dir oder von ChatGPT?
Vielleicht solltest Du das besser kenntlich machen.

Im originalen Text der Schlussfolgerung ist nämlich dieser von Dir oder auch ChatGPT zitierte Text gar nicht vorhanden!
Siehe hier:
Anhang anzeigen 158234

Ich bin ja noch oldschool und les selbst in den originalen Dateien bzw PDF's und bemühe ChatGPT nicht,
da es doch sehr stark fehlerbehaftet ist.
Das liegt daran, dass die Forensoftware nicht über zwei Ebenen zitiert. Das heißt, wenn du meinen Post zitierst, verschwinden die von mir zitierten Texte. Andere Foren haben das schon vor über 20 Jahren hingekriegt.

Keine Sorge, ihr diskutiert nicht die ganze Zeit mit einer KI 😂
Nur habe ich für meiner letzten Antwort auf @nairolF ChatGPT nach den entsprechenden Statistiken gefragt und dann festgestellt, dass es im großen und ganzen schon von alleine das zusammengefasst hat, was ich selbst schreiben wollte. Dann hat halt die Faulheit gesiegt ;)

Was ich als Antwort auf dich zitiert habe, stammt direkt aus den PDFs, die du angehängt hast. Zwar habe ich die nicht komplett durchgelesen, aber im Schlusswort fassen solche Studien ja ohnehin immer kurz und bündig die Ergebnisse zusammen.
 
Aus diesem Grund existieren in D auch für jedes KKW Abluftpläne, das kommt nicht von ungefähr.
Das ist alles korrrekt. Nur sind die Halbwertszeiten dieser Edelgase lächerlich. Deswegen werden sie such erstmal gesammelt bis sie abgeklungen sind und dann freigesetzt.

Schau Dir mal die Radonbelastung von manchen Dörfern in Bayern an. Dagegen ist das lächerlich.

Hinzu kommt dass wir eine gewisse Grundstrahlung haben. Die ist auch gut für uns und trainiert unseren Körper was die Reparatur und Abtransport kaputter Zellen angeht.
 
Du betreibst eine viel zu starke Vereinfachung des Problems.
Ich kann ja wohl schlecht eine komplett durchstrukturierte Anleitung in einem Forenbeitrag schreiben.
Deshalb ja auch der Verweis auf die Studien. Die kannst du dir ja einfach mittels ChatGPT raussuchen lassen.

Aber mal abgesehen davon, wird mir wohl genau diese KI ohnehin einen Strich durch die Rechnung machen.
In USA scheinen die Strompreise für die Haushalte genau deshalb schon zu steigen.
Ein durchaus lesenswerter Artikel, was KI bringt und was es kostet:
 
Auch ChatGPT:
Bei Hinkley bin ich ein wenig von den 12 Milliarden für 1,5GW weg. Da kommt es auf inflationsbereinigte 54 Milliarden.
Und damit ist dann weder die Brennstoffbeschaffung noch die Endlagerung berücksichtigt, die auch mit 1,4 Milliarden in 2025 den Staatshaushalt belastet.
Letzteres wurde übrigens nicht durch den Strompreis abgedeckt. Tendenz steigend.
Du nennst nicht ernsthaft ein einziges fehlgeschlagenes "Pilot"-Projekt für eine neue Reaktorgeneration als das Gegenargument? Aber selbst wenn wir annehmen, 20 statt 12 Mrd Euro. Immer noch viel billiger als Wind und PV.

Weiter oben habe ich die KI nach den Endlagerkosten gefragt. Ebenso nach den Rückbaukosten. Die Zahlen decken sich mit diesem Dokument:

Die 170 Mrd sind extrem hoch angesetzt, darf man auch nicht vergessen. Aber wir können gerne beim Worst-Case bleiben. Das macht die nackten Fakten umso beeindruckender.

Unterm Strich ist und bleibt Atomkraft um das 5 bis 8-fache günstiger als die Alternativen Wind und PV in Verbindung mit Speichern. Wir reden hier von grob einer Billion Euro, für eine einzige Volkswirtschaft. Voll geil. Nur um dann 2% der globalen CO2-Emissionen gespart zu haben :ROFLMAO:
 
Ich kann ja wohl schlecht eine komplett durchstrukturierte Anleitung in einem Forenbeitrag schreiben.
Deshalb ja auch der Verweis auf die Studien. Die kannst du dir ja einfach mittels ChatGPT raussuchen lassen.

Aber mal abgesehen davon, wird mir wohl genau diese KI ohnehin einen Strich durch die Rechnung machen.
In USA scheinen die Strompreise für die Haushalte genau deshalb schon zu steigen.
Ein durchaus lesenswerter Artikel, was KI bringt und was es kostet:
Wieder zu kurz gedacht. Der ganzen Wette auf KI liegt ja die Annahme zugrunde, dass sie für eine Steigerung des wirtschaftlichen Outputs sorgen wird. Der Stromzahler subventioniert also im Prinzip kurzfristig die KI. Mal ganz positiv ausgedrückt. Du weißt, worauf ich hinaus will.
 
Wieder zu kurz gedacht. Der ganzen Wette auf KI liegt ja die Annahme zugrunde, dass sie für eine Steigerung des wirtschaftlichen Outputs sorgen wird. Der Stromzahler subventioniert also im Prinzip kurzfristig die KI. Mal ganz positiv ausgedrückt. Du weißt, worauf ich hinaus will.
Ich nehme an, du hast den Artikel nicht gelesen, oder teilst dessen Inhalte nicht.
Aber mal gesetzt den Fall, die wirtschaftlichen Outputs ließen sich tatsächlich steigern, glaubst du, dass diese Erträge dem Sponsor Stromzahler dann zugutekommen, oder verliert der dann zum Dank einfach seinen Arbeitsplatz :ROFLMAO:
 
Das ist alles korrrekt. Nur sind die Halbwertszeiten dieser Edelgase lächerlich. Deswegen werden sie such erstmal gesammelt bis sie abgeklungen sind und dann freigesetzt.

Schau Dir mal die Radonbelastung von manchen Dörfern in Bayern an. Dagegen ist das lächerlich.

Hinzu kommt dass wir eine gewisse Grundstrahlung haben. Die ist auch gut für uns und trainiert unseren Körper was die Reparatur und Abtransport kaputter Zellen angeht.
Natürlich Stephan,
Du hast recht.
Meine Antwort war ja nur drauf gemünzt, das manche sich vorstellen, so ein KKW sei vollkommen emmissionsfrei.
Ist schon etwas mehr als "bisl brummen von Trafos und ein bisschen Wasserdampf".
War auch völlig wertungsfrei gedacht.
Das wir Menschen der Exposition von natürliche Strahlenquellen sowohl terrestrisch (Boden, Gestein Baumaterial) als auch kosmischen unterliegen sollte hoffentlich auch jedem klar sein.
Was ja viele recht gut vertragen, wenn man unsere (noch-) steigende Lebenserwartung betrachtet.
 
Ich nehme an, du hast den Artikel nicht gelesen, oder teilst dessen Inhalte nicht.
Aber mal gesetzt den Fall, die wirtschaftlichen Outputs ließen sich tatsächlich steigern, glaubst du, dass diese Erträge dem Sponsor Stromzahler dann zugutekommen, oder verliert der dann zum Dank einfach seinen Arbeitsplatz :ROFLMAO:
Nee, ich bin diesbezüglich eigentlich ganz bei dir, bzw. beim Artikel. Nur kann ich dir nach so vielen Seiten gegensätzlicher Meinung doch nicht einfach zustimmen. Deshalb meine etwas überspitzte Reaktion. 😂

Die hohen Strompreise für alle aufgrund nicht vorhandener Regulierung sind eine Sauerei. Bei uns läuft das meines Wissens besser.
 
@Hinleger (@bolzi einfach nicht lesen!)

Dein ChatGPT und meines scheinen anders kalibriert zu sein.

Ich fragte es: "Macht die deutsche Energiewende Sinn oder wäre es besser in Bezug auf Kosten, Umweltpolitik und Netzausbau wieder in die Atomkraft einzusteigen?"
Und meines Erachtens ist die klare Antwort Nein.
Das ist eine legitime und komplexe Abwägungsfrage – und sie lässt sich am sinnvollsten beantworten, wenn man Kosten, Klima-/Umweltwirkung, Versorgungssicherheit und Netzausbau getrennt betrachtet und dann zusammenführt.
Ich versuche eine nüchterne, nicht ideologische Bewertung, mit dem heutigen Wissensstand (2025/26).

Kurzantwort vorweg​

Ein Wiedereinstieg Deutschlands in die Atomkraft würde die Energiewende weder billiger noch schneller noch klimawirksamer machen.
Er würde hohe Kosten, lange Zeitverzögerungen und zusätzliche Risiken erzeugen – bei geringem Nutzen für die nächsten 20–30 Jahre.
➡️ Die Energiewende macht grundsätzlich Sinn, leidet aber an Umsetzungs-, Koordinations- und Effizienzproblemen, nicht am Grundkonzept.

1️⃣ Kostenvergleich​

🔋 Erneuerbare + Speicher​

  • Wind & Solar: heute die günstigsten neuen Stromquellen
    • Neubau: ca. 4–8 ct/kWh
  • Speicher (Batterien, Wasserstoff) sind noch teuer, werden aber günstiger
  • Netzausbau kostet Geld, ist aber so oder so nötig (auch mit AKW)

⚛️ Atomkraft (Neubau)​

  • Realistische Kosten in Europa:
    • 12–18 ct/kWh, oft mehr
  • Bauzeit: 15–20 Jahre
  • Massive staatliche Garantien nötig (Hinkley, Flamanville, Olkiluoto)
📌 Deutschland hätte frühestens in den 2040ern Atomstrom, zu sehr hohen Kosten.
➡️ Kostenfazit:
Atomkraft ist heute keine kostengünstige Option für Deutschland.


2️⃣ Klimaschutz & Umweltpolitik​

✅ Pro Atomkraft​

  • Sehr niedrige CO₂-Emissionen im Betrieb
  • Wetterunabhängig

❌ Gegen Atomkraft​

  • Uranabbau, Brennstoffketten, Rückbau & Endlagerung sind ökologisch relevant
  • Endlagerproblem für Hunderttausende Jahre ungelöst
  • Restrisiken mit potenziell extremen Schäden

🌱 Erneuerbare​

  • Ebenfalls sehr niedrige CO₂-Emissionen
  • Umweltkonflikte (Flächen, Artenschutz), aber reversibel
  • Kein Langzeitabfall
➡️ Umweltfazit:
Für den Klimaschutz sind beide CO₂-arm, aber Erneuerbare haben weniger langfristige Umwelt-Altlasten.

3️⃣ Versorgungssicherheit & Systemstabilität​

Häufiges Argument:​

„Atomkraft ist grundlastfähig, Erneuerbare nicht“
Das ist technisch überholt:
  • Moderne Stromsysteme brauchen Flexibilität, nicht starre Grundlast
  • AKW sind:
    • schlecht regelbar
    • anfällig für Hitze, Niedrigwasser, Wartungsausfälle
  • Frankreich 2022–2023 ist ein abschreckendes Beispiel
➡️ Versorgungssicherheit entsteht heute durch:
  • Netze
  • Speicher
  • Lastmanagement
  • flexible Kraftwerke
  • europäische Kopplung

4️⃣ Netzausbau – würde Atomkraft helfen?​

Nein, kaum.
  • Auch AKW brauchen Netze
  • Lastschwerpunkte liegen im Süden & Westen
  • Wind & Solar im Norden/Osten → Netzausbau nötig egal was
Atomkraft ersetzt keine Netze, sondern würde sie zusätzlich belasten, weil sie unflexibel einspeist.

5️⃣ Zeitfaktor (entscheidend!)​

MaßnahmeWirkung vor 2035?
Wind & Solar✅ Ja
Speicher✅ Ja
Netzausbau⚠️ Langsam, aber nötig
AKW-Neubau❌ Nein
➡️ Für Klimaziele, Preise und Sicherheit in den nächsten 20 Jahren hilft Atomkraft nicht.

6️⃣ Warum wirkt die Energiewende trotzdem teuer & chaotisch?​

Nicht wegen des Konzepts, sondern wegen:
  • jahrelangem Netzausbau-Verzug
  • komplizierten Genehmigungen
  • fehlender Speicherstrategie
  • politischem Zickzack (EEG-Reformen, Stop-and-Go)
  • verspäteter Sektorkopplung (Wärme, Verkehr)
➡️ Das sind Management- und Strukturprobleme, keine physikalischen.

Gesamtabwägung​

KriteriumEnergiewendeAtom-Rückkehr
Kostenmittel → sinkendsehr hoch
Klimaschutzsehr gutgut
Zeit bis Wirkungkurzsehr lang
Netzausbaunötigauch nötig
Risikenbegrenzthoch & langfristig
Politische Realisierbarkeithochsehr gering

Fazit (klar formuliert)​

👉 Ein Wiedereinstieg in die Atomkraft wäre für Deutschland:
  • teuer
  • langsam
  • politisch riskant
  • systemisch kaum hilfreich
👉 Die Energiewende ist rational sinnvoll, aber:
  • sie muss besser umgesetzt
  • effizienter gesteuert
  • und technisch sauber ergänzt werden (Speicher, Netze, Flexibilität).
Wenn du möchtest, können wir das auch konsequent gegeneinander durchrechnen
(z. B. „Was würde ein deutsches AKW real pro Jahr kosten?“ oder „Wie sähe ein optimiertes Energiewendeszenario aus?“).
 
@Hinleger : Du wirfst anderen Vereinfachung vor und tust es dann selbst. Wer sagt denn dass man bei Dunkelflaute alles aus PV+Wind+Speicher tagelang puffern muss? Das ist doch quatsch… D ist doch keine autarke Insel…
Zum Thema potentielle Dauer von Dunkelflauten kann man sich gerne Worst-Case-Szenarien überlegen aber die jüngste Vergangenheit zeigt, dass es meist eher um Stunden als um Tage ging. Zudem sinkt die Erzeugung nicht überall gleichzeitig auf Null. Hier also mit deinen Annahmen einzusteigen erzeugt dir freilich einen schön hohen AKWs-sind-so-viel-geiler-Faktor… an der Betrachtung ändert auch das wortreiche ChatGPT-Gesabbel nix.
 
@Hinleger (@bolzi einfach nicht lesen!)

Dein ChatGPT und meines scheinen anders kalibriert zu sein.

Ich fragte es: "Macht die deutsche Energiewende Sinn oder wäre es besser in Bezug auf Kosten, Umweltpolitik und Netzausbau wieder in die Atomkraft einzusteigen?"
Und meines Erachtens ist die klare Antwort Nein.

Das ist die Krux bei der Bedienung der KI. Man darf sie auf keinen Fall nach einer wertenden Antwort fragen. Sonst könnte man sie ja auch fragen was der Sinn des Lebens ist und endlich eine Antwort haben.

Wir dürfen nicht vergessen, dass die üblichen KIs einfach nur Large Language Learning Models sind, mit ein paar Tweaks, um eine sinnvolle Arbeitserleichterung sein zu können.

Wenn man nicht nach expliziten Fakten fragt, kommt sehr oft nur Blödsinn dabei heraus. Was ich jetzt überhaupt nicht auf deinen Beitrag beziehe. Aber der Unterschied bereits bei der Fragestellung ist doch offensichtlich. Ich habe die KI nur zur Strukturierung und Informationsbeschaffung zur Belegung meiner Theorien genutzt, um nicht jede einzelne Studie von vorne bis hinten durchlesen zu müssen. Du hast sie nach einem fertigen Produkt gefragt.
 
Ich hab mal Google Gemini gefragt "Wie entwickeln sich die Strompreise in Deutschland im Verhältnis zu Frankreich?"

Das Fazit am Ende ist echt interessant. Bewerten muss das letztendlich natürlich jeder für sich.

Der Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich ist das Paradebeispiel in der Energiediskussion. Während Deutschland auf Erneuerbare setzt, deckt Frankreich rund 70 % seines Bedarfs durch Kernkraft.
Auf den ersten Blick wirkt Frankreich oft günstiger, doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich komplexe wirtschaftliche Hintergründe.

Der Preisvergleich (Stand Anfang 2026)​

LandDurchschnittl. HaushaltsstrompreisStrategie
Deutschland~32,9 ct/kWhMarktorientiert, hohe Netzkosten, Fokus auf Wind/Solar.
Frankreich~25,0 - 27,0 ct/kWhStaatlich reguliert, Fokus auf Atomkraft.

Warum ist Frankreich "günstiger"?​

  1. Staatliche Preisbremse (Bouclier tarifaire): Der französische Staat deckelt die Strompreise massiv. Das bedeutet: Der Preis an der Steckdose spiegelt nicht die tatsächlichen Erzeugungskosten wider. Die Differenz zahlt der Staat (also der Steuerzahler) oder der (fast) staatliche Energiekonzern EDF, der hoch verschuldet ist.
  2. Abgeschriebene Altanlagen: Viele französische Reaktoren stammen aus den 70er und 80er Jahren. Die Baukosten sind längst abbezahlt. Deutschland hat seine abgeschriebenen Anlagen hingegen abgeschaltet.
  3. Geringere Steuern/Abgaben: Die staatlichen Lasten auf den Strompreis sind in Frankreich traditionell niedriger als in Deutschland.

Die Kehrseite der Medaille​

Trotz der niedrigeren Preise steht das französische System vor gewaltigen Herausforderungen, die auch für eine deutsche Debatte wichtig sind:
  • Maroder Kraftwerkspark: Die Flotte ist alt. In den letzten Jahren (besonders 2022/23) mussten dutzende Reaktoren gleichzeitig wegen Korrosionsschäden vom Netz. Frankreich musste in dieser Zeit ironischerweise massiv Strom aus Deutschland importieren.
  • Investitionsstau: Frankreich plant den Bau von mindestens sechs neuen EPR-Reaktoren. Die Kosten hierfür werden auf über 50 Milliarden Euro geschätzt. Da EDF diese Summen kaum allein tragen kann, wird dies langfristig entweder die Strompreise oder die Staatsverschuldung erhöhen.
  • Klimawandel-Risiko: Atomkraftwerke brauchen viel Kühlwasser. In heißen Sommern mussten französische Anlagen oft gedrosselt werden, weil die Flüsse zu warm oder zu trocken waren – ein Problem, das Windräder nicht haben.

Zusammenfassung: Welches Modell gewinnt?​

Es ist ein Kampf der Systeme:
  • Deutschland hat aktuell hohe Strompreise, investiert aber massiv in die günstigsten Energiequellen der Zukunft (Wind/Solar). Das Ziel ist, nach Abschluss des Netzausbaus durch billigen Ökostrom einen Standortvorteil zu haben.
  • Frankreich hält die Preise künstlich niedrig, steht aber vor einem gigantischen Finanzierungsproblem für die Erneuerung seiner Kraftwerke.
Wichtiger Fakt: Wenn man die reinen Erzeugungskosten (LCOE) für Neubauten vergleicht, liegen neue Windparks (ca. 4-8 ct/kWh) deutlich unter neuen Atomkraftwerken (ca. 11-15 ct/kWh). Frankreichs Vorteil ist also ein Erbe der Vergangenheit, kein Modell, das heute billiger neu gebaut werden könnte.
 
Der Gemini-Vergleich mit Großbritannien setzt da nochmal ein Sahnehäubchen drauf, aber das erspare ich Euch jetzt 😁
 
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