das haben wir auch gemacht.
und ja, diese bedenken, die
@Phil1286 erwähnt, hatte ich am Anfang auch, ich habe mich da aber sehr viel mit Rolf aus dem anderen Forum ausgetauscht, der den Umbau schon so ähnlich durchgeführt hatte und mir seine positiven Erfahrungen mitteilte. Von ihm hab ich auch die Nockenwellen.
Ausserdem ist an meinem Motor neben Neben den Nockenwellen, der Airbox (mit oberen Einspritzdüsen dazu braucht man aber einen anderen Kabelbaum) und den Variablen Trichtern noch ein Sprint Filter verbaut sowie eine 15er/16er Rsv4 Krümmeranlage mit dazu passendem SerienESD (ohne Kat ... aber pscht)
Ich habe leider die Diagramme von den Abstimmungen bei johann damals nichtmehr. Das motorrad stand aber vor nem jahr bei micron auf dem prüfstand da ich nach dem Abstimmen durch johann festgellt habe, dass der stellmotor meiner variablen trichter bei der abstimmung falsch bepolt war. (noch vom verkäufer...

niemals auf sowas vertrauen). Deswegen liefen die Trichter dort immer entgegen der eigentlichen Intention... sie waren untenrum offen und obenrum zu. Das hat sich beim fahren nur durch leichtes verschlucken zum verstellzeitpunkt der trichter bemerkbar gemacht und durch schlechte Gasanahme bei der Drehzahl.
Auf johanns Prüfstand hatte das moped damals trotz der falschen trichter nach der Abstimmung 176,7 ps am rad mit Begrenzer bei 12600. Eingangsmessung waren damals 170 ps am rad, was laut Johann ein Rekord für eine Tuono auf seinem Prüftstand war.
Von der Messung bei Micron hab ich aber noch die Leistungs sowie Drehmomentkurve (mit richtig laufenden Trichtern):
es ist klar zu erkennen, wann die trichter aufmachen. Armand von Micron meinte auch, dass die AFR also Lambda über das ganze Drehzahlband relativ gut passt obwohl das map ja bei anderer Motorperipherie geschrieben wurde. Die AFR-Schwankungen in der Mitte des Drehzahlbandes sind auf das Umschalten von Unteren auf Obere Einspritzdüsen sowie das Hochfahren der Trichter zurückzuführen. Eliminieren ließe sich das ganze nie komplett.
Leistungstechnisch sowie Lambda hätte man wohl noch ein wenig Potential zur Verbesserung aber mit 181 Ps und 122 NM am Rad und vor allem der Aussage, dass das "falsche" Map dem Motor sicher nicht schaden wird, war ich mehr als zufrieden und habe es dabei belassen. Roman von
@Rom-Racing hatte damals auch nochmal über beides drübergeschaut und mir seine sehr wertgeschätzte Meinung dazu gegeben. Sie hat sich mit der von Armand gedeckt.
Nun zum Ergebnis:
Meine Tuono hat gemessen 181 ps Radleistung, was nach der Formel zur Verlustrechnung, welche ich von Johann hatte, ca. 197 ps am Motor sind.
Im Vergleich dazu hat eine von Roman abgestimmte Serien 1000er Tuono V4 nur!!! eine Radleistung von 144 PS was nach selbiger Formel ca 156 PS am Motor sind. (bei, wie wir alle wissen, sehr optimisch angegebener Serien-Motorleistung von 167 ps).
Damit hat die Tuono jetzt ca 40 PS mehr Leistung am Motor.
Und ja, dass merkt man sehr sehr deutlich
Der einzige Nachteil von dem ganzen ist der immens! hohe Spritverbrauch. gepaart mit dem kleinen tank der 1. V4 generation geht nach 110-120 km die reserveleuchte an. Da ich sie aber fast nurnoch auf der rennstrecke bewege ist mir das relativ egal.
Um das ganze noch abzurunden: Ja, die entstufe wären noch rsv4 köpfe mit titanventilen gewesen und ja... die 200 Ps wären schon sehr geil gewesen aber man sieht deutlich dass das drehmoment schon abnimmt und nichtmehr viel leistung gekommen wäre.
das hätte dann auch einfach das budget und den aufwand gesprengt für vergleichsweise sehr geringe mehrleistung.
und sind wir mal ehrlich, ich fahre schon recht zügig aber wie oft lässt man denn eine tuono im normalen betrieb in den begrenzer laufen. selbst auf der Rennstecke dreht man das Motorrad ja seltenst bis in den Begrenzer. daher machen mir da die stahlventile und die Haltbarkeit garkeine sorgen.