Rennstreckentermine 2026

Donnerstag Morgen 8 Uhr Abreise aus Hamburg bei bestem Wetter nach Brünn.
Die Autobahn war relativ leer und ich kam gut voran. Den Stau in Berlin habe ich umfahren, voll wurde es erst wieder bei Prag und kurz danach, weil sich 3-4 Autos auf der Autobahn miteinander verkeilt hatten.
100km vor dem Ziel schepperte es vorne, der Antrieb des T5 verabschiedete sich am Berg auf Schlag. Ich konnte mich gerade noch in eine Nothaltebucht hinter einen LKW retten. Es war nichts zu sehen, aber es ging kaum noch etwas.
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Nach einigen Telefonaten rumpelte ich mit knirschendem Getriebe noch über die Kuppe auf einen Autobahnparkplatz. Die Kumpels hinter mir nahmen dann schon einmal den Anhänger und den wichtigsten Stuff mit.
Irgendwie gelang es mir dann bis in den 4. Gang zu gelangen und ich konnte mit 80km/h und unangenehmen Geräuschen weiterfahren.
Ca. 35 km vor dem Ziel war dann aber Ende, das Getriebe war mehr, oder weniger blockiert und es gab keinen Vortrieb mehr.
Der gute Fabian machte sich dann mit Abschleppseil und seinem A6 aus BRNO auf den Weg zu mir.
Es gelang uns dann nach mehreren Versuchen so etwas wie einen Leerlauf einzulegen und so wurde ich mit dauerhaft getretener Kupplung bis an die Rennstrecke geschleppt.
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Nachdem alles ausgeladen und aufgebaut war, legte ich mich erst einmal schlafen. Ich war genervt, aber gleichzeitig froh über die Hilfe und wenigstens angekommen zu sein.
Es war mein erstes Mal Brünn und so startete ich Freitagmorgens in Gruppe C/ Grün und hängte mich an die Kumpels, um mir einen Überblick über den Streckenverlauf machen zu können. Nach etwa 2-3 Runden konnte ich dann schon einmal überholen und langsam den Speed etwas erhöhen Ich landete dann bei 2.22. Leider war es mit bis zu 60 Fahrern pro Gruppe sehr voll und die Fahrweise und Linien der Fahrer waren mehr, als abenteuerlich.
Nach dem ersten Turn kontaktierte ich dann die Allianz wegen des Schutzbriefes und wir einigten uns auf einen Abschlepper und Mietwagen für den Montagmorgen. Verbindliche Aussagen bekam ich aber noch nicht und man würde mich zurückrufen.
Im Laufe des Vormittags konnte ich dann trotz des dichten Verkehrs bereits eine 2:19 herausfahren und mir einen Platz in B/ gelb sichern. Ab da lief es dann entspannter. Am Ende Tag 1 landete ich dann bei einer 2:18 hoch und war erst einmal zufrieden mit dem ersten Tag.
Samstag Vormittag, Tag der Endurance. Den ersten Turn ließ ich ausfallen, es gab in der Nacht ein heftiges Unwetter mit Starkregen und die Strecke war noch nicht ausreichend abgetrocknet für Slicks.
2. Turn, ich war obwohl das erste Mal hier bereits der Schnellste aus unserem Team und nahm den Teamtransponder mit.
Der V02 Medium war leider nach Most und 1 Tag Brünn schon ziemlich am Ende und hatte keine vernünftige Traktion mehr. Der MS2 am Vorderrrad passte gut. Ich wechselte dann hinten auf einen leicht angefahrenen Dunlop MS2 Moto 2 Big Size und so konnte ich uns eine 2:18 tief sichern. Somit waren wir in der Fun- Klasse mit unserer Qualy- Zeit auf Platz 1.
So richtig kam ich mit dem Hinterreifen aber noch nicht klar. Das Ding schob zwar wie blöd, schmierte mir aber regelmäßig beim Angasen aus dem Kurvenscheitel weg. Ich erhöhte die ATC also von 3 auf 4, kam aber aufgrund des höheren Abrollumfanges nicht so richtig aus dem Quark. So langsam fand ich aber heraus, dass dem Reifen mein digitaler Fahrstil nicht gefiel. Man muss dem Teil ab dem Scheitel kurz etwas Zeit geben, das Gas progressiv anlegen, bis er sich gesetzt hat und dann erst Schub geben.
Für den nächsten Einsatz mit den Big Size, von denen ich noch einige liegen habe werde ich also hinten von 43 auf 44 Zähne wechseln müssen.
Unser Starter mit der 1290 Superduke fuhr solide Zeiten und nach ca. 45 min. Übernahm ich den 2. Stint. In Runde 13 stand dann bei mir bereits eine 2:17 tief an und die Zeiten waren, soweit ich einigermaßen freie Fahrt hatte sehr konstant bei 2:17-2:19. damit waren wir dann bereits auf Platz 1. Genau zu dem Zeitpunkt, als meine Reserve aufleuchtete, kam es zu einer Safety-Car Phase.
Es hatte ordentlich gescheppert und wir mussten uns in der Boxengasse aufstellen. Ich war letzter in der Schlange und es dauerte so lange, dass unsere Reifen bereits besorgniserregend abgekühlt waren. Nach der Einführungsrunde hinter dem Safetycar fuhr ich sofort raus und Fahrer Nr. 3 übernahm. Es passte also alles hervorragend, aber unser Vorsprung schmolz langsam dahin.
Zum Ende legte ich dann noch einmal für gute 20 min. einen Sprint nach und wir konnten uns wieder etwas absetzten.
Wir landeten auf Platz 1, konnten uns in der Gesamtwertung aber nur den 2. Platz sichern, das Vorjahres-Gwinnerteam war nicht mehr einzuholen.
Am Sonntag Vormittag konnte ich mich dann noch auf 2:16 steigern und 2:17-2:18 gingen relativ konstant, wenn ich wenig überholen musste.
Das Sprintrennen ließ ich aus, ich wollte nichts mehr riskieren und mein Kumpel nahm meinen Anhänger und alles, was ich nicht mehr brauchte schon einmal mit.
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Jetzt hatte ich Kaffee und Frühstück und warte auf den Abschleppdienst und dem Mietwagen für die Heimreise.
Irgendwie muss ich versuchen, den T5 für die Reparatur nach Deutschland zu bekommen, damit die mir hier nicht die Kohle aus der Tasche ziehen…
 
Oh man, was ein Abenteuer. Ich wünsch dir schonmal viel Erfolg für die Heimreise.

Auf 2:16 für's erste Mal sollte man aufbauen können. Ich find ja Brünn auch wunderschön, ich mag die Strecke echt. Keine Blinden Kurven, alles realtiv ähnliche Radien, sehr flüssig.
 
So, 3 Tage Bergbaugrube umfräsen. Ich bin körperlich hervorragend am Arsch, aber Material und Knochen heil nach Hause gebracht. Ich freu mich über meine Fortschritte, wir erreichen inzwischen mittelmäßiges Niveau. Die Hände ignorieren den Kopf immer besser und lassen die Finger von der Bremse und die Brause offen.

Ist nicht immer schlau, aber dem Hirn haben wir ja Urlaub verordnet:
Sandhang Anlauf 1 - 2m vor oben ein riesiger Stein, Hinterrad versetzt, wir liegen da
Sandhang Anlauf 2 - Blöde Spur erwischt, es zieht mich auf einmal hart nach links, da geht es 1m abwärts weil da die letzten Tage das Regenwasser tätig war. Also einmal kontrolliert die Karre zu Boden ziehen, bevor die Bergung noch kompliziert wird.
Sandhang Anlauf 3 - Neue Spur gesucht, anvisiert, 3 Welle Feuer, hat sich gut angefühlt. Unten in der Beschleunigungswelle treffe ich einen Stein. Ich lande samt Karre im einzigen Strauch, der da an dem ganzen Hang steht.
Sandhang Anlauf 4 - Viel kann nicht mehr schiefgehen, mir gehen jedenfalls die Ideen aus. Wieder 3 Welle Vollgas auf die Wand zu, kurz Vorderrad in der Beschleunigungswelle entlasten, Hahn auf Anschlag halten. Kurz vor oben natürlich wieder ein riesiger Stein in der Spur. Die letzten 3m sind wir dann den Hang hoch geflogen, so ohne Bodenkontakt. Ok, geht doch.
 
Donnerstag Morgen 8 Uhr Abreise aus Hamburg bei bestem Wetter nach Brünn.
Die Autobahn war relativ leer und ich kam gut voran. Den Stau in Berlin habe ich umfahren, voll wurde es erst wieder bei Prag und kurz danach, weil sich 3-4 Autos auf der Autobahn miteinander verkeilt hatten.
100km vor dem Ziel schepperte es vorne, der Antrieb des T5 verabschiedete sich am Berg auf Schlag. Ich konnte mich gerade noch in eine Nothaltebucht hinter einen LKW retten. Es war nichts zu sehen, aber es ging kaum noch etwas.
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Nach einigen Telefonaten rumpelte ich mit knirschendem Getriebe noch über die Kuppe auf einen Autobahnparkplatz. Die Kumpels hinter mir nahmen dann schon einmal den Anhänger und den wichtigsten Stuff mit.
Irgendwie gelang es mir dann bis in den 4. Gang zu gelangen und ich konnte mit 80km/h und unangenehmen Geräuschen weiterfahren.
Ca. 35 km vor dem Ziel war dann aber Ende, das Getriebe war mehr, oder weniger blockiert und es gab keinen Vortrieb mehr.
Der gute Fabian machte sich dann mit Abschleppseil und seinem A6 aus BRNO auf den Weg zu mir.
Es gelang uns dann nach mehreren Versuchen so etwas wie einen Leerlauf einzulegen und so wurde ich mit dauerhaft getretener Kupplung bis an die Rennstrecke geschleppt.
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Nachdem alles ausgeladen und aufgebaut war, legte ich mich erst einmal schlafen. Ich war genervt, aber gleichzeitig froh über die Hilfe und wenigstens angekommen zu sein.
Es war mein erstes Mal Brünn und so startete ich Freitagmorgens in Gruppe C/ Grün und hängte mich an die Kumpels, um mir einen Überblick über den Streckenverlauf machen zu können. Nach etwa 2-3 Runden konnte ich dann schon einmal überholen und langsam den Speed etwas erhöhen Ich landete dann bei 2.22. Leider war es mit bis zu 60 Fahrern pro Gruppe sehr voll und die Fahrweise und Linien der Fahrer waren mehr, als abenteuerlich.
Nach dem ersten Turn kontaktierte ich dann die Allianz wegen des Schutzbriefes und wir einigten uns auf einen Abschlepper und Mietwagen für den Montagmorgen. Verbindliche Aussagen bekam ich aber noch nicht und man würde mich zurückrufen.
Im Laufe des Vormittags konnte ich dann trotz des dichten Verkehrs bereits eine 2:19 herausfahren und mir einen Platz in B/ gelb sichern. Ab da lief es dann entspannter. Am Ende Tag 1 landete ich dann bei einer 2:18 hoch und war erst einmal zufrieden mit dem ersten Tag.
Samstag Vormittag, Tag der Endurance. Den ersten Turn ließ ich ausfallen, es gab in der Nacht ein heftiges Unwetter mit Starkregen und die Strecke war noch nicht ausreichend abgetrocknet für Slicks.
2. Turn, ich war obwohl das erste Mal hier bereits der Schnellste aus unserem Team und nahm den Teamtransponder mit.
Der V02 Medium war leider nach Most und 1 Tag Brünn schon ziemlich am Ende und hatte keine vernünftige Traktion mehr. Der MS2 am Vorderrrad passte gut. Ich wechselte dann hinten auf einen leicht angefahrenen Dunlop MS2 Moto 2 Big Size und so konnte ich uns eine 2:18 tief sichern. Somit waren wir in der Fun- Klasse mit unserer Qualy- Zeit auf Platz 1.
So richtig kam ich mit dem Hinterreifen aber noch nicht klar. Das Ding schob zwar wie blöd, schmierte mir aber regelmäßig beim Angasen aus dem Kurvenscheitel weg. Ich erhöhte die ATC also von 3 auf 4, kam aber aufgrund des höheren Abrollumfanges nicht so richtig aus dem Quark. So langsam fand ich aber heraus, dass dem Reifen mein digitaler Fahrstil nicht gefiel. Man muss dem Teil ab dem Scheitel kurz etwas Zeit geben, das Gas progressiv anlegen, bis er sich gesetzt hat und dann erst Schub geben.
Für den nächsten Einsatz mit den Big Size, von denen ich noch einige liegen habe werde ich also hinten von 43 auf 44 Zähne wechseln müssen.
Unser Starter mit der 1290 Superduke fuhr solide Zeiten und nach ca. 45 min. Übernahm ich den 2. Stint. In Runde 13 stand dann bei mir bereits eine 2:17 tief an und die Zeiten waren, soweit ich einigermaßen freie Fahrt hatte sehr konstant bei 2:17-2:19. damit waren wir dann bereits auf Platz 1. Genau zu dem Zeitpunkt, als meine Reserve aufleuchtete, kam es zu einer Safety-Car Phase.
Es hatte ordentlich gescheppert und wir mussten uns in der Boxengasse aufstellen. Ich war letzter in der Schlange und es dauerte so lange, dass unsere Reifen bereits besorgniserregend abgekühlt waren. Nach der Einführungsrunde hinter dem Safetycar fuhr ich sofort raus und Fahrer Nr. 3 übernahm. Es passte also alles hervorragend, aber unser Vorsprung schmolz langsam dahin.
Zum Ende legte ich dann noch einmal für gute 20 min. einen Sprint nach und wir konnten uns wieder etwas absetzten.
Wir landeten auf Platz 1, konnten uns in der Gesamtwertung aber nur den 2. Platz sichern, das Vorjahres-Gwinnerteam war nicht mehr einzuholen.
Am Sonntag Vormittag konnte ich mich dann noch auf 2:16 steigern und 2:17-2:18 gingen relativ konstant, wenn ich wenig überholen musste.
Das Sprintrennen ließ ich aus, ich wollte nichts mehr riskieren und mein Kumpel nahm meinen Anhänger und alles, was ich nicht mehr brauchte schon einmal mit.
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Jetzt hatte ich Kaffee und Frühstück und warte auf den Abschleppdienst und dem Mietwagen für die Heimreise.
Irgendwie muss ich versuchen, den T5 für die Reparatur nach Deutschland zu bekommen, damit die mir hier nicht die Kohle aus der Tasche ziehen…
Hut ab und meinen vollen Respekt mit dem ganzen T5 Ärger noch so fokusiert dabei zu bleiben und dann noch wirklich gute Zeiten rauszufahren wie ich finde. Top (y)
 
Donnerstag Morgen 8 Uhr Abreise aus Hamburg bei bestem Wetter nach Brünn.
Die Autobahn war relativ leer und ich kam gut voran. Den Stau in Berlin habe ich umfahren, voll wurde es erst wieder bei Prag und kurz danach, weil sich 3-4 Autos auf der Autobahn miteinander verkeilt hatten.
100km vor dem Ziel schepperte es vorne, der Antrieb des T5 verabschiedete sich am Berg auf Schlag. Ich konnte mich gerade noch in eine Nothaltebucht hinter einen LKW retten. Es war nichts zu sehen, aber es ging kaum noch etwas.
Anhang anzeigen 171398
Nach einigen Telefonaten rumpelte ich mit knirschendem Getriebe noch über die Kuppe auf einen Autobahnparkplatz. Die Kumpels hinter mir nahmen dann schon einmal den Anhänger und den wichtigsten Stuff mit.
Irgendwie gelang es mir dann bis in den 4. Gang zu gelangen und ich konnte mit 80km/h und unangenehmen Geräuschen weiterfahren.
Ca. 35 km vor dem Ziel war dann aber Ende, das Getriebe war mehr, oder weniger blockiert und es gab keinen Vortrieb mehr.
Der gute Fabian machte sich dann mit Abschleppseil und seinem A6 aus BRNO auf den Weg zu mir.
Es gelang uns dann nach mehreren Versuchen so etwas wie einen Leerlauf einzulegen und so wurde ich mit dauerhaft getretener Kupplung bis an die Rennstrecke geschleppt.
Anhang anzeigen 171399
Nachdem alles ausgeladen und aufgebaut war, legte ich mich erst einmal schlafen. Ich war genervt, aber gleichzeitig froh über die Hilfe und wenigstens angekommen zu sein.
Es war mein erstes Mal Brünn und so startete ich Freitagmorgens in Gruppe C/ Grün und hängte mich an die Kumpels, um mir einen Überblick über den Streckenverlauf machen zu können. Nach etwa 2-3 Runden konnte ich dann schon einmal überholen und langsam den Speed etwas erhöhen Ich landete dann bei 2.22. Leider war es mit bis zu 60 Fahrern pro Gruppe sehr voll und die Fahrweise und Linien der Fahrer waren mehr, als abenteuerlich.
Nach dem ersten Turn kontaktierte ich dann die Allianz wegen des Schutzbriefes und wir einigten uns auf einen Abschlepper und Mietwagen für den Montagmorgen. Verbindliche Aussagen bekam ich aber noch nicht und man würde mich zurückrufen.
Im Laufe des Vormittags konnte ich dann trotz des dichten Verkehrs bereits eine 2:19 herausfahren und mir einen Platz in B/ gelb sichern. Ab da lief es dann entspannter. Am Ende Tag 1 landete ich dann bei einer 2:18 hoch und war erst einmal zufrieden mit dem ersten Tag.
Samstag Vormittag, Tag der Endurance. Den ersten Turn ließ ich ausfallen, es gab in der Nacht ein heftiges Unwetter mit Starkregen und die Strecke war noch nicht ausreichend abgetrocknet für Slicks.
2. Turn, ich war obwohl das erste Mal hier bereits der Schnellste aus unserem Team und nahm den Teamtransponder mit.
Der V02 Medium war leider nach Most und 1 Tag Brünn schon ziemlich am Ende und hatte keine vernünftige Traktion mehr. Der MS2 am Vorderrrad passte gut. Ich wechselte dann hinten auf einen leicht angefahrenen Dunlop MS2 Moto 2 Big Size und so konnte ich uns eine 2:18 tief sichern. Somit waren wir in der Fun- Klasse mit unserer Qualy- Zeit auf Platz 1.
So richtig kam ich mit dem Hinterreifen aber noch nicht klar. Das Ding schob zwar wie blöd, schmierte mir aber regelmäßig beim Angasen aus dem Kurvenscheitel weg. Ich erhöhte die ATC also von 3 auf 4, kam aber aufgrund des höheren Abrollumfanges nicht so richtig aus dem Quark. So langsam fand ich aber heraus, dass dem Reifen mein digitaler Fahrstil nicht gefiel. Man muss dem Teil ab dem Scheitel kurz etwas Zeit geben, das Gas progressiv anlegen, bis er sich gesetzt hat und dann erst Schub geben.
Für den nächsten Einsatz mit den Big Size, von denen ich noch einige liegen habe werde ich also hinten von 43 auf 44 Zähne wechseln müssen.
Unser Starter mit der 1290 Superduke fuhr solide Zeiten und nach ca. 45 min. Übernahm ich den 2. Stint. In Runde 13 stand dann bei mir bereits eine 2:17 tief an und die Zeiten waren, soweit ich einigermaßen freie Fahrt hatte sehr konstant bei 2:17-2:19. damit waren wir dann bereits auf Platz 1. Genau zu dem Zeitpunkt, als meine Reserve aufleuchtete, kam es zu einer Safety-Car Phase.
Es hatte ordentlich gescheppert und wir mussten uns in der Boxengasse aufstellen. Ich war letzter in der Schlange und es dauerte so lange, dass unsere Reifen bereits besorgniserregend abgekühlt waren. Nach der Einführungsrunde hinter dem Safetycar fuhr ich sofort raus und Fahrer Nr. 3 übernahm. Es passte also alles hervorragend, aber unser Vorsprung schmolz langsam dahin.
Zum Ende legte ich dann noch einmal für gute 20 min. einen Sprint nach und wir konnten uns wieder etwas absetzten.
Wir landeten auf Platz 1, konnten uns in der Gesamtwertung aber nur den 2. Platz sichern, das Vorjahres-Gwinnerteam war nicht mehr einzuholen.
Am Sonntag Vormittag konnte ich mich dann noch auf 2:16 steigern und 2:17-2:18 gingen relativ konstant, wenn ich wenig überholen musste.
Das Sprintrennen ließ ich aus, ich wollte nichts mehr riskieren und mein Kumpel nahm meinen Anhänger und alles, was ich nicht mehr brauchte schon einmal mit.
Anhang anzeigen 171401
Jetzt hatte ich Kaffee und Frühstück und warte auf den Abschleppdienst und dem Mietwagen für die Heimreise.
Irgendwie muss ich versuchen, den T5 für die Reparatur nach Deutschland zu bekommen, damit die mir hier nicht die Kohle aus der Tasche ziehen…


Kai, Du entwickelst Dich zu einem richtig guten Berichteschreiber! (y)
 
Die Arschlochsenke. Mit Abfahrten hab ich eh noch meine Probleme. Der Trick ist eigentlich, Kontrolle aufzugeben, die Finger von der Vorderradbremse zu lassen, den Fuß vorsichtig auf die Hinterradbremse legen und einen guten Beifahrer zu machen. Irgendwann blockiert es auch hinten, das ist der Moment, wo man das letzte bisschen Kontrolle abgeben muss und mit gezogener Kupplung rollen muss. Unten angekommen, versuche ich gern erstmal meinen Adrenalinspiegel wieder runterzukriegen.

Aber wir waren in der Arschlochsenke. Unten angekommen stellte ich fest, scheiße, es geht gleich wieder hoch. Der Sand war tief und zerfahren, ich war zu langsam. Hilft alles nichts, Anlasser drüclen, vom ersten in den dritten Gang, Hahn auf und beten. Ich bin immer noch zu langsam, Richtung machen ist gerade gar nicht drin, weil mich die Spuren meiner Vorgänger überall hinziehen, nur nicht dahin, wo ich will. Irgendwann klappt's, die Richtung stimmt, aber das Tempo nicht und der Sand wird noch feiner und noch tiefer. Irgendwo bei der Hälfte grabe ich mich ein.

So, und nun? Das wird doch nix, wenn ich unten anfahre. Also muss ich die andere Seite wieder hoch. Erstmal die Karre aus dem Loch heben und irgendwie quer zum Hang stellen. Die Seite der Senke die eben noch die Abfahrt war, war nicht viel dankbarer.

Na dann, mal wieder dem Hirn gut zureden, dass es die Fresse zu halten hat. 3 Welle und schonmal mit viel Schwung das bisschen Hang wieder runter. Unten angekommen, die Erkenntnis - Das war ja erstaunlich einfach, warum nicht immer so, Hahn auf, drüben wieder hoch. Danke an die Mitstreiter für ihre Geduld.

Erstmal Pause - Ich bin immer noch kein Leistungssportler.

Währenddessen schaue ich mir an, was die anderen so fabrizieren. Bei manchen sieht das aus, als wäre das 'ne asphaltierte Autobahnauffahrt. Andere kämpfen mit den selben Problemen wie ich. Wieder andere, schieben ihr Motorrad die Abfahrt nach unten und lernen, dass es iimmer noch die Arschlochsenke ist.

Größten Respekt nätigen mir die BMW Fahrer ab. BMW 1350 GS - Der schafft es drüben tatsächlich hoch. Man sah auch, der macht das nicht zum ersten mal. Gnadenlos zimmerte er die mit Abstand tiefste Spur in den Sand, der Boxer beständig am Begrenzer und der Fahrer sehr geschickt und beweglich turnte mit dem Trümmer die andere Seite wieder hoch. Oben angekommen, freute er sich, riss die Arme nach oben und der Boxer kippte auf die Hängetitte. Aber er hat es geschafft.

Ein anderer mit einer BMW F650 Dakar und ohne Scheiß Heidenau K60 Scout. Ich fragte, wie er hierher gekommen sei. Er antwortete grinsend er sei seit letzter Woche unterwegs. Auch er stürzte sich den Hang hinunter, gab alles ohne Rücksicht auf Verluste, aber keine Chance. Nach etlichen Versuchen musste er sich einen anderen Weg aus der Arschlochsenke suchen. Da ich aber die Streckenabschnitte bis dahin kannte, das ist aller Ehren wert, mit dem Material dahin gekommen zu sein. Er ward auch abends im Fahrerlager gesehen, er hat es also irgendwie geschafft.

Nunja, Genug durch Zuschauen gelernt. Kann ja nicht sein, dass die Münchner Einbauküche das schafft und ich hier blöde rumstehe. Also nächster Anlauf. Ich bereite mich seelisch auf meinen Job als Beifahrer vor, leg schonmal die 3. Welle oben an der Abfahrt ein. Ich prüfe nochmal ob der Fuß ordentlich über dem Fußbremshebel steht. Also los geht's. Erstmal mit viel Gas überhaupt Schrittgeschwindigkeit erreichen. Und los geht der Ritt. Mit der Erkenntnis aus der Gegenrichtung - Attacke. Huch, plötzlich fahren wir schnurgeradeaus, gar kein Geeier, also weitermachen. Der Hahn steht auf Anschlag, oben angekommen in tiefstem Feinsand gleich die Erkenntnis, lass mal weiter stehen, bis du hinten bei der Vegetation bist, da ist meistens der Boden fester und das Anfahren leichter. Dort angekommen will der Unsportler in mir erstmal kurz Pause und beobachtet das treiben.

Es geht gleich wieder in die andere Richtung. 3 Leute bergen gerade die eben erwähnte 1350er GS am gegenüberliegenden Hang, den ich auch gleich vor mir habe. 5m weiter liegt eine T7 und ansonsten immer mal wieder verschiedene Leute.
 
Das wundersame Wetter. Erstaunlicherweise befand ich mich auf meiner dritten Runde. Letztes Jahr hab ich mit Müh und Not eine am Tag geschafft. Auch letztes Jahr stand ich vor einer Auffahrt. Ein halbe Stunde kreiste mein Überlebensinstinkt in meinem Kopf rum und was alles passieren könnte und wie ich mich verletzen könnte und wie das Motorrad oben liegen könnte und ich unten. Irgendwann beschloss ich - Wenigstens geht es das nicht bergab.

Nunja, dieses Jahr ging dieser Streckenabschnitt andersrum. Im trockenen hab ich die Abfahrt auch schon 2x ganz gut hingekriegt. Leider erwischte uns unterwegs in der 3. Runde ziemlich wasserhaltiges Wetter. Was in den Sandabschnitten noch von Vorteil war, weil das alles fester und schwerer wird, war hier grütze, denn der Boden war einfach nur Lehm.

Ich verkackte schon die Anfahrt. Die psychischen Zweifel ließen mich anhalten, bzw. versuchte ich es. Aber es war zu spät. Rechter Fuß unten, das Motorrad rutscht, keine Chance an die Hinterrad bremse zu kommen. Versucht mit der Kuppllung zu nachzuhelfen. Netter versuch, das Hinterrad steht, aber das Motorrad bewegt sich trotzdem. Mein rechter Fuß leider auch, die Beine gehen immer weiter auseinander, der Point of no Return war überschritten. Die Chance wieder auf das Motorrad zu kommen war vertan. Also ablegen und irgendwie nach unten bugsieren. Die meiste Zeit hielt ich mich am Motorrad fest um selber langsamer abzurutschen. Tja, doof und unelegant. Aber so ist es halt.

Erschreckend fand ich, dass in diesen 15min gar kein anderer Teilnehmer vorbeikam. Waren wir die einzigen die so bekloppt waren, bei dem Wetter noch rumzufahren?
 
Das Schlammloch. Die Abfahrt war vielleicht nicht geschafft, aber wir waren unten. Ca. 1km weiter kam das Schlammloch. Solange es trocken war, war das auch irgendwie ok. Blauäugig wie wir waren ließen wir auch diesmal die Umfahrung aus. Tja, aber es hatte geregnet, Es verwandelte sich quasi in ein Moor.

Während ich so zusah, wie mein Vorderrad in einer schwarzen Brühe verschwand, sprach plötzlich aus dem nichts die Stimme Gunnars zu mir (Instruktor beim Veranstalter): "Vorderrad in irgendeine Spur einfädel und Vollgas". Spur und einfädeln war hier nix, es war einfach nur ein schwarzer Teich, wie das halt so ist im Kohletagebau. Aber den anderen Teil kriegen wir hin. Wir stellen Hedwig auf laut.

Mein Vorderrad tauchte wieder auf. Gemeinsam mit einer Flutwelle. Handschuhe nass, Fresse nass, Brille blind, Die Brühe roch auch noch komisch, oder ich. Ich war zu dem Zeitpunkt nicht mehr sicher, war aber auch egal.

Im Anschluss an diesen Tag erstmal Karre grob durchreinigen. Ich weiß nicht, ob ich mich an dieser Tankstelle nochmal blicken lassen darf. Abends noch die Klamotten in die Waschmaschine, deren Wasser den Farbton vom Schlammloch perfekt traf.

Aber das war's wert!
 
Hohenmölsen. Ich würde gern mehr Fotos posten, ist aber a) unerwünscht und b) komm ich unterwegs nur sehr umständlich ans Handy, ist nämlich im Trinkrucksack.


Wenn du diese Anfangshürde, und die ist gar nicht mal so niedrig, überwunden hast, ist das richtig viel Spaß für's Geld.

Leider haben sie den ehemaligen Spielplatz mit Froschzäunen gepflastert. Da ist man früher hingegangen, wenn man festgestellt hat, dass die normale Strecke zu viel ist. Hab ich 2 Jahre lang selber gemacht. Ja, da kann man noch etwas spielen, aber deutlich weniger als früher.
 
Ein anderer Tag. Inzwischen hatte sich feinstes Wetter eingestellt. Sonnenschein, erfrischender Wind, nicht zu heiß. Die Strecke änderte wieder ihren Charakter. Was gestern noch komisch rutschig war, war irgendwann steinhart, 5. Gang und Zug auf die Kette. An anderen Stellen, ein anderes Bild. Was sich gestern noch irgendwie einfach anfühlte wurde plötzlich eine sehr staubige Angelegenheit.

So auch dieser Bergebauabraum aus feinstem Braunkohlestaub. Wir standen im Stau. Einer nach dem anderen schaffte es nicht nach oben. Nanu, ist das Ding plötzlich schwierig geworden?

Während der Wind die braune Staubwolke der vielen Gescheiterten und wenigen erfolgreichen um uns verteilte, kam eine junge Dame auf uns zu: "Da vorne rechts ist der rote Pfeil, dann müsst ihr hier nicht im Stau stehen.", "Ey, watt? Wir stehen hier, weil grün genau für uns ist.", "Nee, der Einstieg ist das schlimmste, danach wird es entspannt.". Wir überlegen, haben noch mal fragen. Sclhießlich ergreift sie die Initiative und lotst uns zum roten Pfeil. Wir beratschlagen nochmal. "Sieht machbar aus.", Jens entgegnete: "Schon, hoffen, wir das sie uns nicht umbrigen will.". Jens fährt an, hoch die Steigung. Ich hinterher. Wir sind oben.

Ok, jetzt sind wir auf der Strecke für die talentierten Menschen. Ein Singletrail, wenden ist nicht. Stellt sich raus, genau mein Ding. Flüssig, technisch, landschaftlich geradezu bilderbuchhaft 100m Luftlinie zur Abraumhalde. Wahnsinn. Wir müssen immer mal wieder die Begabten vorbeilassen, die da nochmal ein anderes Tempo anschlagen.

Das Mädl sollte recht behalten. Ich brauchte zwar nochmal 'ne Meditation vor der Ausfahrt aus dieser Sektion, aber tatsächlich alles machbar. Danke dafür liebe Unbekannte.

Ein Weilchen später, selbe Stelle. Der Stau war verschwunden, viele Teilnehmer hatten den Tag schon beendet. Wir standen wieder vor dem Braunkohlestaubberg. Na dann Feuer. Hoppla, oben. Wo war das Problem? Es gab sogar sowas wie Grip. Da ich den Schwung bei der Anfahrt nicht optimal getroffen hate, musste ich auf den letzten Metern nochmal mit der Kupplung spielen, aber das ging, da ließ sich Auftrieb generieren. Diese kleinen Erfolgserlebnisse, wo man sich nicht mehr ganz unfähig fühlt.
 
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