Egoprobleme im Straßenverkehr

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Hinzu kommt die Sprachbarriere. Der Franzose an sich kann genau nur Französisch, bemüht sich nicht, dich zu verstehen und erwartet von dir, dass du das auch fließend kannst.
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Die Erfahrung muss ich -leider- teilweise bestätigen. Wenn das französische Gegenüber aber bemerkt, dass man sich Mühe gibt, kramen sie auch gerne in ihren Sprachschubladen und kommen einem dann auf der sprachlichen Ebene entgegen.
Andere Nationalitäten sind auch nicht besser :whistle: .
Ich bin bekennend frankophil und -phon.
Am Sonntag bin ich aus dem Urlaub in den Hautes-Alpes zurückgekommen. Auf einer Tour dort durfte ich eine Gruppe von englisch sprechenden Zeitgenossen auf BMWs erleben. Ich war etwas verwirrt, weil ich Münchner-Nummernschilder gesehen hatte und sie sich in der Gruppe auf englisch unterhielten. Mit meinen rudimentären Englischkenntnissen habe ich dann versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.
Einer aus der Gruppe hat mir dann erklärt, das sie die Moppeds in München gemietet hätten. Ich wollte mich mit ihm noch ein bißchen unterhalten und habe deshalb gefragt, ob er auch französisch könnte. Er hat mir geantwortet, dass Englisch die wichtigste Sprache überhaupt sei und er auch nur Englisch sprechen könnte und auch wolle :unsure:.
 
Viel Schlimmer finde ich die Leute, die in der Ortschaft jeden überholen, den sie können und dann auf der Landstrasse beim freien Fahren einfach nicht aus den Puschen kommen und nichts gebacken bekommen und dann jedem Mädel zwischen 20 und 90 im Weg rumstehen.
Kann aber von hier keiner gemeint sein.
Wenn ich es nicht schaffe an jemanden mit ner Prille 1100 normal vorbei zu fahren, muss ich eben dahinter bleiben und noch ein wenig üben. Oft fahren auch die Jungs vorne in den entsprechenden Gruppen plötzlich über ihre Verhältnisse, treiben in den Gegenverkehr um dann auf der Geraden wieder Vollgas zu geben. Erfahrungsgemäß werden die aber nach 2 Minuten wieder langsamer und lassen einen von alleine vorbei. Wenn nicht, fahre ich einfach etwas langsamer. Funktioniert auch sehr gut. Gibt genug Kurven in Europa die ich noch frei durchblasen kann. Da muss ich niemanden in die Leitplanken treiben. Und ja, es ist ein Ego Problem, aber von beiden Seiten.
 
Ich habe beides schon erlebt. Autofahrer, die auf die Gegenspur fahren, damit ich nicht überholen kann und welche die an den rechten Fahrbahnrand fahren und mich vorbei winken oder kurz in einer Haltebucht anhalten, beides in Deutschland. Viel zu häufig gibt es auch fanatische Linksfahrer, die eine Kolonne hinter sich herziehen.
Es gibt schon viel Bitterkeit und Neid auf den Straßen. Es ist immer wieder eine Herausdforderung in dem Moment gelassen zu bleiben. Ich versuche des öfteren dann rechts ran zu fahren und eine Pinkel- oder Trinkpause einzulegen, weil ich mein eigenes Exlplosions-Potential kenne und ich fahre schließlich aus Spaß und nicht um meine Nerven zu ruinieren.
 
Motoplex
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