Konsequenzen von Fehlverhalten auf Trackdays

lazytik

kommt öfter vorbei...
Motorrad
RS 660
Modelljahr
2021
Hallo zusammen,

ich wollte mal einen Diskussionsthread starten, einfach um Meinungen auszutauschen und ein Stimmungsbild zu kriegen.
Das ganze geschieht aus aktuellem persönlichen Anlass.
Ich werde hier drei Teile anreißen:
  1. Die eigentliche Frage für diesen Diskussionsthread
  2. Meine Meinung dazu
  3. Als kurze Anekdote meinen persönlichen Anlass als Auslöser.
1. Worum gehts?
Ich bin jetzt seit 3 Jahren auf Trackdays, fast ausschließlich auf Ostdeutschen Strecken (Dölln, Spreewaldring, Sachsenring, Lausitzring), mit seltenen Abstechern nach Most und Almeria - und beobachte überall etwas ähnliches: Es gibt klare Regeln auf Trackdays, aber wer sich nicht dran hält hat keine Konsequenzen zu befürchten.
In Groß Dölln z.B. gilt in der Start-Ziel-Schikane absolutes Überholverbot. Ich habe erlebt, wie direkt vor mir jemand dort versucht hat zu überholen, den Überholten dabei abgeschossen und in den Reifenstapel geschickt hat. Konsequenz: Keine.
Auf fast jedem Trackday sehe ich, wie unter gelber Flagge überholt oder bei roter Flagge einfach weitergefahren wird. Konsequenz: Keine.
Es gibt immer so einen Haftungsausschluss, da steht drin, dass man alle von der Haftung befreit. Sprich: Wenn ich dich aus der Kurve ramme, bleibst du auf deinen Schäden sitzen. Ausnahmen sind nur die, die das Gesetzt unbedingt einfordert: Körperliche Verletzungen, Tod, Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit (z.B. betrunken fahren). Fast jeder Veranstalter behält sich aber vor, bei Regelverstößen Teilnehmer auszuschließen. Habe ich aber noch nie erlebt. Eher habe ich gesehen, dass Leute freiwillig den Tag vorzeitig beendet haben, als dass jemand dazu verdammt wurde.
Ich persönlich habe schon viel mit anderen gesprochen: Ihnen Feedback gegeben, wenn sie aus meiner Sicht was falsch gemacht haben. Mich entschuldigt, wenn ich zu eng oder ungünstig überholt habe. Meistens wird das gut angenommen und endet in einem netten Gespräch. Viele machen das aber nicht.

2. Meine Meinung
Ich finde es nicht verkehrt, dass Schäden in Folge von Fahrfehlern nicht gleich zu allen möglichen Haftungen führen. Ich persönlich denke aber auch, dass Regelverstöße geahndet werden müssen. Sprich: Der Überholende muss sicher überholen. Flaggen müssen beachtet werden.
Ich fände es gut, wenn Veranstalter und Streckenbetreiber da, abhängig von der Schwere des "Vergehens", durchaus steuern würden: Ansprechen, wenn jemand unter Gelb oder Rot überholt. Mal jemanden einen Stint aussetzen lassen. Und ja, wenn jemand klare Regeln missachtet, auch von der Veranstaltung ausschließen.
Die meisten benehmen sich auf Trackdays so, wie man es erwarten kann basierend auf den Fahrerbesprechungen, aber in jeder Gruppe gibt es so 2 oder 3, die sich für Rossi halten und denken ich könnte reagieren wie Lorenzo.
Ich bin aber kein Profi (fahre meist so Gruppe 3/C) und meine es geht doch beim Trackday um Spaß, nicht um Preise oder so. Insofern sollten hier Verstöße (nicht einfach Fehler, sondern wirklich Regelbrüche) auch geahndet werden.
Jeder Neuling lernt, dass die Fahrerbesprechung ein morgentliches Ritual ist, an dessen Inhalt man sich erinnern kann. Und das finde ich verkehrt.
Rein rechtlich gibt es auch kaum Chancen, jemanden zur Rechenschaft zu ziehen. Rechtlich gilt ein "stillschweigendes Einverständnis zu Sachbeschädigung und Körperverltzung", nach dem Motto "This is racing" - nur dass ich ja gerade kein Racer bin. Andererseits finde ich es auch gut, dass es hier hohe Hürden gibt, damit man nicht bei einfachen Fehlern gleich Klagen befürchten muss. Sprich: Es ist kompliziert.

3. Mein Anlass
Das nur ein bisschem zum Hintergrund, woher ich komme und als Ansatz für eine konkrete Einordnung.
Ich bin Anfang Mai auf dem Sachsenring gefahren. Im ersten Stint des zweiten Tages, es war noch etwas feucht vom nächtlichen Regen, bin ich 4 Runden weit gekommen. In der fünften Runde, war ich auf der Start-Ziel-Gerade ca. 1/3 der Breite vom rechten Streckenrand entfernt. Rechts waren also noch ~10m Platz. So 10m vor meinem eigentlichen Bremspunkt wurde ich von einer Panegale rechts überholt.
Er scherte dann so eng vor mir auf meine Linie, dass er mit seinem Hinterrad meine Vorderrad-Gabel rammte. In dem Moment wo ich ihn sah, habe ich angefangen zu bremsen, er traf mich aber trotzdem und ich landete mit 190km/h auf der Piste. Bin zum Glück auf dem Asphalt geblieben, das Bike ist nur gerutscht. Mein TechAir war gerade wegen Hardwareproblemen in Italien, aber ich hatte meine Helite GP-Air (also Airbag mit Reißleine) an, sowie meine durchaus umfassende und hochwertige Schutzausrüstung.
Ergebnis: Gebrochenes Schulterblatt, leichte Gehirnerschütterung, Motorrad ist periphär mitgenommen: Verkleidung, Protektoren, ClipOn und Gasgriff sind rechtsseitig hinüber.
Also: Glück im Unglück. Der Übrholende ist mit ein paar Kratzern am Bike stehen geblieben. Ich habe ihn angefragt, ob er nicht so 10-15% meiner Schäden aus Verantwortungsbewusstsein tragen würde, mal sehen was er sagt...

Bin gespannt, was eure Meinung ist - vielleicht auch eure Erfahrungen.
VG
lazytik

P.S: Ich fahre mit GPS-/CAN-Tracker und Kamera, deswegen kann ich die Daten zu meinem Unfall ziemlich genau nachvollziehen. Der SaRi hat wohl auch ein Video, will das aber nicht rausgeben...
 
Moin,
die Streckenbetreiber geben grundsätzlich keine Videos weiter, müssen sie auch nicht, außer gerichtlich, etc. angeordnet.
Was willst Du denn auch damit, Schadenersatz einklagen ?
Haftbar kannst Du den Fahrer nicht machen.
Da rechst neben Dir noch genug Platz war, kann/darf man da auch überholen, natürlich auch links.
Ob er sich jetzt mit seiner Geschwindigkeit, Bremspunkt, Einlenkpunkt verschätzt hat, kann man nicht beurteilen.
Keiner war dabei.
Also kann sich hier auch keiner ein Urteil bilden.
Hört sich erst mal wie ein unglücklicher Zwischenfall an.
Vermutlich wird er sich nicht an Deinem Schaden beteiligen.
Hat er sich denn Vorort zu dem Vorfall geäußert?

Ärgerliche Sache, grad wenn einige meinen, ein trackday ist ein Rennen und sich dabei völlig verschätzen oder es übertreiben.
 
Hi,
verklagen werde ich ihn sicherlich nicht, nein. Er hat sich herzlich doof angestellt, selbst wenn er mich nicht gerammt hätte, hätte er mir kaum Platz gelassen, obwohl jede Menge Platz war. Klar durfte er überholen, hätte dann halt gerne rechts oder links von mir bleiben können, statt mit mir kuscheln zu wollen.
Es geht mir aber auch überhaupt nicht um diesen spezifischen Fall. Das war nur der Auslöser meines Posts. Niemand hier kann was sinnvolles dazu beitragen, wie du schon richtig gesagt hast.

Mir geht es eher um das grundsätzliche.
Seht ihr es auch als Problem, dass einige die Regeln nicht einhalten und damit davonkommen? Was wäre ein gutes Maß zwischen Eigenverantwortung und und Eingreifen? Ich denke: Wenn man in einem Rennen mit ausgebildeten Rennfahrern für ein Verhalten bestraft werden würde, sollte es doch bei Spaßveranstaltungen zwischen Amateuren nicht einfach hingenommen werden. Wie gesagt nicht direkt Strafen, aber zumindest mal Hinweise, sowas registrieren und bei Wiederholungen einschreiten. Dafür müssten aber Streckenposten und Veranstalter ein anderes Selbstverständnis entwickeln.

VG
lazytik
 
Na ja, die Streckenposten können ja nicht eingreifen, können vllt. bei groben Fehlverhalten die Race Control informieren und die das an den Veranstalter weiter geben.
Bei grobem Fehlverhalten, überholen bei gelb oder rot, oder rücksichtslosem Fahren, sollte derjenige schon zum Veranstalter zitiert werden.
Wenn’s dann nicht besser wird, kann man sicher mal ein Turn Fahrverbot aussprechen.
Dazu muss das Fehlverhalten aber klar vorliegen, (Kameras an der Strecke, Rückmeldung Streckenposten, nicht unbedingt andere Teilnehmer).
Schwieriges Thema. Was ich evtl als kritisch empfinde, ist vllt. völlig harmlos.
Aber ja, solch Rennstrecken Rambos gibt es halt öfter mal, leider.
 
D'accord, die Streckenposten haben ja eigentlich immer ein Funkgerät und könnten den Veranstalter informieren.
Viele Teilnehmer sind ja mit Kamera unterwegs, dann können deren Beschwerden auch ernst genommen werden. Weil sich mal jemand (einer) beschwert, muss man denke ich nicht sofort einschreiten.
Wenn aber Fahrer bei roter Flagge noch ne Runde drehen, wenn z.T. schon der RTW raus ist, und dann dafür nicht mal einen Anschiss bekommen frage ich mich, warum man überhaupt eine Fahrerbesprechung macht.

VG
lazytik
 
Hallo ich kann dich schon verstehen.
Ich bin meist in den schnellern Gruppen unterwegs, aber auch dort erlebe ich immer wieder das Leute unter Gelb oder gar unter Rot überholen und das ohne Konsequenzen . Spricht an sie drauf an kommt hofft hab ich nicht gesehen.
Das sollte aber jeder Fahrer sich als erstes merken wo die Signale / Flaggen genau sind und diese auch sehen wenn er fährt.
Mir wäre es auch lieber wenn dann mal vom Veranstalter was gesagt würde oder ne Auszeiten verordnet würde.
Also vertun kann sich jeder mal und das es dadurch auch mal enger wird wie gedacht ok. Dann entschuldigt man sich doch direkt oder später.
Wenn es aber ganz dumm läuft und zum Sturz kommt bleibt nur das Zivilrecht und Klage.

Gibt hat viele die meinen jeder Turn wäre ein Rennen.
 
Letztes Jahr am Spreewaldring hatte auch jemand eine super Idee. Ich bin mehrere Runden hinten dran gewesen und hatte auch schon ein paar mal mein Vorderrad gezeigt, es aber nicht vorbei geschafft. Fair enough, nicht sein Problem. Auf den Geraden ist er immer ordentlich weggezogen, weil halt große Tuono gegen kleine RS660. Also hab ich immer versucht so viel Schwung wie möglich mitzunehmen und später zu bremsen.

Nach ein paar Runden dann bremst er dann auf einmal auf Start/Ziel viel viel viel (also wirklich viel) früher als erwartet und wandert langsam von der Mitte der Fahrbahn nach links. Die Runden vorher war links immer viel Platz, den ich genutzt hatte um dann auch meinen Schwung mitzunehmen.

Ende vom Lied, ich bin mit amtlichen Stoppie gerade so noch rechts an ihm vorbeigekommen und hatte sicher Pipi in der Hose.

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Danach im Fahrerlager zu ihm und auch zum Veranstalter und ordentlich Dampf abgelassen.

Er war ein Häufchen Elend. Er hatte einen Elektronikausfall, konnte kein Gas mehr geben und dachte es wäre clever rückwärts in die Boxenausfahrt zu rollen, ohne die Hand zu heben.
Hat sich über die Tage noch mehrfach entschuldigt. Was soll man machen. Jeder hat mal dumme Ideen. Und ja, wir waren in der gleichen Fahrerbesprechung und ja, er hätte die Hand heben müssen, niemals die Ideallinie kreuzen dürfen und schon gleich gar nicht rückwärts in die Boxengasse fahren dürfen.

Würde ich das anders sehen wenn es nicht mehr gereicht hätte: Vielleicht. Möchte ich die totale Überwachung oder Bestrafungen für jeden Scheiß: Nein! Dann kann ich auf der Straße bleiben...

Mein Tipp an Leute die halbwegs fahren können: Geht in die schnelleren Gruppen, da ist es meistens zivilisierter. Lieber bei den langsamen in der schnellen Gruppe als bei den schnellen in einer der langsamen Gruppen. Und wenn was vorgefallen ist darüber reden hilft auch. Wenn jemand mal uneinsichtig war, war es immer in einer langsamen Gruppe, sonst waren es bisher am Ende immer gute Gespräche.
 
Moin,
die Streckenbetreiber geben grundsätzlich keine Videos weiter, müssen sie auch nicht, außer gerichtlich, etc. angeordnet.
Was willst Du denn auch damit, Schadenersatz einklagen ?
Haftbar kannst Du den Fahrer nicht machen.
Da rechst neben Dir noch genug Platz war, kann/darf man da auch überholen, natürlich auch links.
Ob er sich jetzt mit seiner Geschwindigkeit, Bremspunkt, Einlenkpunkt verschätzt hat, kann man nicht beurteilen.
Keiner war dabei.
Also kann sich hier auch keiner ein Urteil bilden.
Hört sich erst mal wie ein unglücklicher Zwischenfall an.
Vermutlich wird er sich nicht an Deinem Schaden beteiligen.
Hat er sich denn Vorort zu dem Vorfall geäußert?

Ärgerliche Sache, grad wenn einige meinen, ein trackday ist ein Rennen und sich dabei völlig verschätzen oder es übertreiben.
Auf welcher Grundlage behauptest du das?

Hi,
verklagen werde ich ihn sicherlich nicht, nein. Er hat sich herzlich doof angestellt, selbst wenn er mich nicht gerammt hätte, hätte er mir kaum Platz gelassen, obwohl jede Menge Platz war. Klar durfte er überholen, hätte dann halt gerne rechts oder links von mir bleiben können, statt mit mir kuscheln zu wollen.
Es geht mir aber auch überhaupt nicht um diesen spezifischen Fall. Das war nur der Auslöser meines Posts. Niemand hier kann was sinnvolles dazu beitragen, wie du schon richtig gesagt hast.

Mir geht es eher um das grundsätzliche.
Seht ihr es auch als Problem, dass einige die Regeln nicht einhalten und damit davonkommen?
Ja. Für mich einer der Gründe, wieso ich das Kringeln an den Nagel gehängt habe. "Rennstrecke ist sicherer als Straßenbetrieb" am Arsch!

Was wäre ein gutes Maß zwischen Eigenverantwortung und und Eingreifen? Ich denke: Wenn man in einem Rennen mit ausgebildeten Rennfahrern für ein Verhalten bestraft werden würde, sollte es doch bei Spaßveranstaltungen zwischen Amateuren nicht einfach hingenommen werden. Wie gesagt nicht direkt Strafen, aber zumindest mal Hinweise, sowas registrieren und bei Wiederholungen einschreiten. Dafür müssten aber Streckenposten und Veranstalter ein anderes Selbstverständnis entwickeln.

VG
lazytik
Das sollen VA, abgestuft in Anlehnung ans das Strafrecht unbewusste, bewusste und leichtfertige Fahrlässigkeit, konkret in einem Katalog, der den TN auch transparent und deutlich vermittelt wird, ausformulieren. Sowohl die Kategorisierung des konkreten Fahrfehlers wie auch die konkreten Konsequenzen. Und diese selbstverständlich auch verlässlich durchsetzen.
 
Das sollen VA, abgestuft in Anlehnung ans das Strafrecht unbewusste, bewusste und leichtfertige Fahrlässigkeit, konkret in einem Katalog, der den TN auch transparent und deutlich vermittelt wird, ausformulieren. Sowohl die Kategorisierung des konkreten Fahrfehlers wie auch die konkreten Konsequenzen. Und diese selbstverständlich auch verlässlich durchsetzen.
Und wer setzt das durch? Klingt nach viel Geld für die arme Kaste der Anwälte und sonst nix.
 
Und wer setzt das durch? Klingt nach viel Geld für die arme Kaste der Anwälte und sonst nix.
Anwälte, Gerichte, ...

Volkswirtschaftlich und menschlich gesehen wäre eine Anwendung von Gesetzen wie im öffentlichen Straßenverkehr sehr wünschenswert. Allein schon wegen der Signalwirkung an all die Kringelrambos.
 
Bleib weg damit, am Ende muss ich noch blinken, wenn ich die Linie wechsel und brauch ein Bremslicht.

Der Haftungsauschluss deckt übrigens nicht nur Probleme zwischen den Teilnehmern ab, sondern bspw. auch Folgeschäden die beim Bergen des Krads aus dem Kiesbett entstehen.
Mal ganz ehrlich, wo wollt ihr die Kosten hintreiben, wenn ich jetzt noch 'n Anwalt in der Box brauche, damit ich auf dem Kringel fahren kann.

Das ist vielleicht manchmal bitter, wenn es schief geht, aber wir sind da nicht auf dem Verkehrsübungsplatz. Da wird halt auch mal Risiko gegangen. Das wirksamste ist imho, wie eingangs erwähnt, offenes und ehrliches Feedback. Ich krall mir die Kandidaten auch, die meiner Meinung nach mal ins Klo gegriffen haben. Die wenigsten machen das mit Absicht, die haben sich verschätzt.

Und ja, ich lass 'ne 300er auf der Geraden auch mal überleben. Gab ja mal 'n Grund warum der mich überholt hat. Ich fahr auch mal durch die Boxengasse, wenn es vor mir zu wild wird. Man kann durchaus auch selbst Dinge tun um sein Risiko zu dosieren.

Klappt das immer? Nö.

Und auch für die langsamen Gruppen muss sich mal 'ne Lanze brechen. Die fahren in den Gruppen, weil sie es noch nie gemacht haben oder es nicht besser können. Das ist beides in Ordnung. Die wollen auch nur überleben, sind aber eben einfach mit sich selbst beschäftigt. Das muss man dann einkalkulieren. Ich fahr da defensiver, die fahren halt komischer Linien, bremsen komisch, gucken komisch. Müssen die halt alles erstmal lernen.
 
Das da jetzt jeder Teilnehmer mit seiner Kamera ankommt…nee, da bin ich nicht bei Dir.
Und wenns mal kracht, dann gleich mit ner Klage kommen, auch nee.
Dann fahr erst gar nicht auf dem Kringel, passieren kann immer mal was.
Der Sicht kann ich mich nur anschließen - @ Matti: sehr schön formuliert
 
Da ist man mal ein paar Tage weg... :D
Freut mich, dass sich eine Diskussion und offensichtlich unterschiedliche Standpunkte ergeben haben. Zeigt denke ich, dass es durchaus ein Spektrum an Meinungen dazu gibt.
Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich auch nicht immer eine Klage sehe, oder auch nur meistens.
Ich denke zur Verantwortung gehört aber auch, wenn man Scheiße gebaut, dafür einzustehen.
Und die Realität lässt sich natürlich nicht in Schubladen stecken. Ist ein technischer Defekt jetzt shit happens oder weil jemand sein Bike nicht richtig gewartet hat? Ist ein wegrutschen in der Kurve ungenügende Erfahrung oder arrogante Selstbüberschätzung?
Da wird es immer ein Graubereich geben. Mich stört einfach, dass der Graubereich in der Praxis nie endet. Und dass, wenn jemand uneinsichtig ist, der halt problemlos so weitermachen kann und auch die nächsten paar hundert Runden alle anderen gefährdet.

Renstrecke bedeutet Risiko, auch wenn man keine Rennen fährt, hab jetzt nicht gesehen, dass das jemand wegdiskutieren will.
Wenn mal jemand übertreibt ist ein Gespräch sicherlich der sinnvolle erste Schritt und, aus persönlicher Erfahrung, meist auch genug.
Dass es da dann aber auch aufhört, finde ich allerdings sehr störend.

VG
lazytik

P.S: Das mit der Einsicht im Gespräch ist übrigens was, was auch sehr davon abhängt, wer man ist. Ich habe in den letzten 3 Jahren vielleicht ein Dutzend solcher Gespräche gehabt und in 9 von 10 Fällen war das sehr lohnenswert. Meine Frau hat in der Zeit in 9 von 10 Fällen gehört, dass sie sich nicht so haben soll... Aber das ist ein Thema für ein Andermal.
 
Das ihr soviele Gespräche geführt habt, wundert mich jetzt aber auch.
Hin und wieder gibt es auch viele Leute, die meinen sie machen alles richtig und wenn denn jemand vorbei düst, ja das kann auch mal knapp sein, gilt ja keine StVo., das wäre dann leichtsinnig und beschweren sich bei jedem bisschen.

Wir hatten mal so einen Fall in Rijeka.
Unser Rennfahrer (Lizenzfahrer) hat da auf einem Track day auch immer sehr zügig überholt (in der schnellen GRP) und ja, auch mal auf der Bremse außen rum oder innen rein. Oder auch beim beschleunigen aus der Kurve dran vorbei.
Da ist dann halt nicht immer 2m Abstand.
Es war aber immer völlig sicher ! Da achten „meine“ Jungs schon drauf.
Da haben sich nach dem Turn auch öfter andere beschwert, ob das sein müsste 🙈
Da sag ich mir, Junge, dann fahr in der Instruktor Grp. wo Überholverbot ist.
Der Veranstalter und die Race Control sahen dann auch keinen Grund für ein Einschreiten.
 
Das ihr soviele Gespräche geführt habt, wundert mich jetzt aber auch.
Hin und wieder gibt es auch viele Leute, die meinen sie machen alles richtig und wenn denn jemand vorbei düst, ja das kann auch mal knapp sein, gilt ja keine StVo., das wäre dann leichtsinnig und beschweren sich bei jedem bisschen.

Wir hatten mal so einen Fall in Rijeka.
Unser Rennfahrer (Lizenzfahrer) hat da auf einem Track day auch immer sehr zügig überholt (in der schnellen GRP) und ja, auch mal auf der Bremse außen rum oder innen rein. Oder auch beim beschleunigen aus der Kurve dran vorbei.
Da ist dann halt nicht immer 2m Abstand.
Es war aber immer völlig sicher ! Da achten „meine“ Jungs schon drauf.
Da haben sich nach dem Turn auch öfter andere beschwert, ob das sein müsste 🙈
Da sag ich mir, Junge, dann fahr in der Instruktor Grp. wo Überholverbot ist.
Der Veranstalter und die Race Control sahen dann auch keinen Grund für ein Einschreiten.
Das ist halt das Problem, wenn man Profis in nem Amateurevent mitfahren lässt. Die sind nicht so abgebrüht und erfahren, die erschrecken sich leichter und da müssen die Profis auch Rücksicht drauf nehmen.
 
Das ist halt das Problem, wenn man Profis in nem Amateurevent mitfahren lässt. Die sind nicht so abgebrüht und erfahren, die erschrecken sich leichter und da müssen die Profis auch Rücksicht drauf nehmen.
Im Prinzip schon, aber das spielt sich in der schnellsten Gruppe ab und da weiß in der Regel (fast) jeder, was er tut.
Die fahren dort alle eine eindeutig einschätzbare Linie und somit kann der Überholende gut einschätzen, wo es vorbeigeht.
 
Im Prinzip schon, aber das spielt sich in der schnellsten Gruppe ab und da weiß in der Regel (fast) jeder, was er tut.
Die fahren dort alle eine eindeutig einschätzbare Linie und somit kann der Überholende gut einschätzen, wo es vorbeigeht.
Ja ok, schnellste Gruppe ist ein Argument, ich zieh meine Aussage zurück.
 
Wir waren in der Vergangenheit größtenteils in den langsameren Gruppen unterwegs, bis Ende letzten Jahres meist in der zweitlangsamsten. Über 3,5 Jahre so ~5x2 Tage auf dem Track, jeweils 6 Stints, das sind gut 350 Stints, größtenteils mit relativen Neulingen und dann meistens auf engen Tracks (Dölln, Spreewaldring). 10-15 Gespräche bedeutet, dass nicht mal bei jedem 20. Stint oder alle 2,5 Tage auf dem Track mal was passiert, was man anspricht. Finde das eigentlich nicht sonderlich häufig. Wenn ich jedesmal ansprechen würde, wenn jemand unter gelber oder roter Flagge überholt, bei roter Flagge auf dem Track einschläft, bei roter Flagge nicht direkt reinkommt usw. würde ich jeden Stint mit jemandem reden. Bin ja aber auch nicht der Sheriff auf der Rennstrecke und die meisten Sachen sind nicht richtig, aber auch nicht direkt gefährlich.

Wie gesagt: Ich bin meist in den langsameren Gruppen unterwegs und gerade da sollte denke ich mit mehr Rücksicht und Luft gefahren werden. Je höher die Erfahrung und der Skill ist, desto enger kann es zugehen. Die Grundregeln sollten aber dennoch eingehalten werden sonst kann man sie auch abschaffen.

VG
lazytik
 
Als Reiti mich in Almeria innen auf dem Curb überholt hatte, habe ich das sehr gefeiert unter dem Helm. War glaube ich Winter 2016/2017.

In den folgenden Runden habe ich die Lücke geschlossen. Dann hat er mich halt außen rum hergebrannt nach ein paar Runden. Habe ich ebenfalls gefeiert. Ja er hat mich mal geschnitten… so what… Fazit: Geiler, cooler Lerneffekt. Und Abends beim Bier 🍻 noch geile Tips von den Cracks abgeholt. Ein Stefan N. Und die halbe Truppe des Twin Cups waren damals im Wintertraining. Was war das eine geile Veranstaltung
 
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