Warnung Gefahr: Hinteres Federbein gebrochen bei Tuono 660 nach 29.300 km, Piaggio reagiert nicht

Potzblitz. Apropos V4 Forum: Jetzt habe ich gerade im Forum gestöbert und bin auf diesen Eintrag gestoßen, der mir und allen Aprilia Fahrern in NRW das finanzielle Leben retten könnte:


Wäre ich doch nach Neuss gekommen, so etwas hat meine Werkstatt nicht angeboten, ob das wohl auch eine wenig ambitionierte Beratung war? Ich wusste das gar nicht, dass es so etwas gibt. Mit der Erfahrung, dass bei der Tuono 660 (und RS 660) ggf. noch Mängel zu erwarten sind nach 4 Jahren die in diesem Fall ja zunächst 4000 Euro kosten sollten, kann ich das persönlich jedem Empfehlen nach der 4 Jahres Garantieverlängerung von Piaagio dort in dieser oder einer anderen Werkstatt in Anspruch zu nehmen. Diskussion darüber aber besser dort im Thread nicht in diesem ;-)
 
Ich hatte jetzt an 2 V4 Tuonos Garantieverlängerung und nicht einmal in Anspruch nehmen müssen/dürfen.
Ist halt eine Versicherung. Nicht mehr und nicht weniger.
 
Hallo Leute,

der nächste Erkenntnisgewinn: Ich habe nochmal dem schlechten Geld gutes Geld hinterhergeworfen und zur Anschauung ein Federbein der alten Bauart auf dem Zubehörmarkt bestellt gebraucht bei Ebay für 92 €. Siehe Fotos anbei.

Und siehe da:
- Es ist überraschend massiv und schwer wenn man es erstmal in den Händen hält
- die beiden Augen sind gut geschmiert, es kommt regelrecht Fett raus wenn man sie bewegt, siehe Fotos und das Fett an meinen Fingern
- Beide Augen sind leicht beweglich
- ABER: Man sieht auch dass es auf beiden Seiten an den Augenabdeckungen Metall-Dichtscheiben gibt
- Diese Dichtscheiben am oberen Teil waren auf den Fotos der Werkstatt NICHT zu sehen
- Und: Im Gelenkauge selber ist eine Gummiring Dichtung eingebaut --> Also doch kein "Gelump"?
- Auf dem Foto von meinem Teil was in der Werkstatt ausgebaut wurde ist bei Vergrößerung KEIN Dichtring zu sehen.
(Stattdessen umlaufender Rost)



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Definitiv ist dieser obere Bereich des Federbeins so tief oben im Gehäuse des Motorrads versteckt dass man dort - selbst wenn man es mit dem Hochdruckreiniger oder Dampfreiniger versuchen würde, überhaupt gar nicht hinkommt.
Erst recht übrigens nicht mit einem Lappen und seinen Händen. Und schon gar nicht kommt man dahin zum schmieren.

Ich frage mich also wie die Werkstatt aus dem Instandhaltungsplan das vorgesehene Nachschmieren dieses oberen Federbein Auges vornehmen will, ohne z. B. den Tank oder die seitliche Verkleidung und noch mehr abzuschrauben.

Theorie: Das wird in der Praxis nicht geschmiert und läuft irgendwann unweigerlich trocken?!?
Oder das System verlässt sich eben auf den vorhandenen Dichtring. Aber an meinem Federbein fehlte der Dichtring?!

Wie ist denn das konstruktiv gelöst wenn man z. B. einen hochwertige Öhlins etc. Dämpfer einbaut? Ist dort dann eine wartungsfreie, abgedichtete Stelle oder muss dort auch regelmäßig gereinigt und geschmiert werden?
 

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Zuletzt bearbeitet:
Google AI sagte bezüglich "versteckter Mängel" die erst nach Ablauf der gesetzlichen Gewährleistung entdeckt werden:
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Laut dem Artikel hat man bis 2 jahre immer einen Anspruch aus Reparatur, des Mangel, und danach nur noch wenn wirklich ein Sachschaden entstanden ist. In meinem Fall wäre ja in Folge ein Sachschaden entstanden.

Und der verlinkte Artikel von Dr. Klein enthält noch ausführlicher, dass der Hersteller die Kosten tragen muss:

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Wenn die Untersuchung richtig gemacht wurde und ein versteckter Mangel gefunden wird, hätte es ja gar keine Diskussion geben dürfen ob Piaggio die Reparatur bezahlt oder nicht?

Ich erinnere mich gerade an das Forumsmitglied was schrieb: in solchen Fällen nie zum Händler oder Hersteller sondern direkt zu einem unabhängigen Gutachter!?!
 
Zuletzt bearbeitet:
Solche Wartungspläne kommen halt rum wenn eine Inspektion bloß nichts kosten darf, zehntausende für ein Motorrad und „Tuning“ raushauen aber jeder Euro Wartung ist zu viel (nicht gegen dich gerichtet, ist aber so was ich immer mitbekomme).

Würde generell das Fahrwerk alle 10tkm komplett Servicen, und sowas lächerlich günstiges wie Gelenklager sowieso tauschen (das kostet zwischen 5-20€), der Dämpfer ist sowieso super schnell aus- und eingebaut.
 
Danke @snow: Ich hätte auf jeden Fall mehr bezahlt, wenn man es mir nur empfohlen und angeboten hätte! Wer eine V4 oder 660 fährt, dem scheitert es bestimmt nicht am Geld ;-). Es sind ja nicht alle Motorrad Fahrer so technisch versiert beim Thema Mechanik, da ist man wirklich auf Fachleute in den Werkstätten hochgradig angewiesen. Und ist doch auch ein Kundenbindungsinstrument für eine Werkstatt wenn man so perfekt beraten wird ,wie von Dir beschrieben.
 
Ich bin Fahrwerkfanatiker und der Meinung, dass der Fahrwerkservice zum 30000er dazugehört. Aber alle 10tkm revidieren? (Die Rede ist natürlich hier vom reinen Straßenbetrieb)

Und der Hersteller nebst Vertragwerken müssen einfach dafür sorgen, dass kein extrem sicherheitsrelevanter Mangel wie der entstehen kann. Und wenns doch mal passiert - Fehler passieren auch den Besten - dann müssen sie auch dafür gerade stehen, sofern der Kunde nicht grob fahrlässig gehandelt hat. So ne 660 kostet wieviel neu? 12k? Da sollte ein bruchfreies Federbein definitiv zum Lieferumfang oder zur Kulanz gehören :X3: an manchen Tagen wünscht man sich einen Galgen.
 
Kurz zur Info. Die Werkstatt hatte ja die defekten Teile zurück geordert von Piaggio direkt zu meiner Adresse.

Wie manche hier schon orakelt haben: Es ist bis heute nichts angekommen.

Der Werkstattleiter will mir nicht den Namen nennen des Mitarbeiters, der die Teile dort abgeholt hat (Ich verstehe nicht warum. Vor allem, wo er doch die Zusammenarbeit mit Aprilia aufgekündigt hat mittlerweile.)

Auf meine mehrfache Rückfrage an Piaggio kommen immer wieder nur automatische Standardtexte, dass man sich in Kürze melde mit einer Antwort. Ich kann nicht glauben wie Piaggio mit ihren Erdkunde umgeht ?!?


>>
Vielen Dank, dass Sie sich mit uns in Verbindung gesetzt haben.

Wir haben Ihre Meldung erhalten und Ihre Anfrage wurde in Auftrag genommen. Baldmöglichst werden Sie eine Rückmeldung erhalten.

Sollten Sie unsere Unterstützung benötigen, zögern Sie bitte nicht, uns unter Angabe Ihrer oben genannten Ticketnummer zu kontaktieren.


Mit freundlichen Grüßen
Aprilia Kundendienst
>>
 
Rechtlich betrachtet musst du nur mit deiner Werkstatt kommunizieren.

Hast du überhaupt gesicherte Infos, dass das Federbein tatsächlich jemals bei Piaggio gelandet ist? Was von der ganzen Misere ist eigentlich schriftlich festgehalten?

Ich selbst würde es wohl auf jeden Fall auf ein Schiedsverfahren ankommen lassen. Dafür brauchste meines Erachtens nicht mal unbedingt einen Anwalt, denn erst mal hat die Werkstatt einfach nur dein Federbein rauszurücken. Falls das Federbein tatsächlich bei Piaggio ist, hat die Werkstatt dann mehr Motivation, da Druck zu machen.

Mit einer Rechtschutzversicherung sieht die Sache einfacher aus. Aber auch so hält sich dein Aufwand vergleichsweise erst mal in Grenzen. Sofern du überhaupt zu derartigen Schritten bereit bist.
 
Wie ist denn das konstruktiv gelöst wenn man z. B. einen hochwertige Öhlins etc. Dämpfer einbaut? Ist dort dann eine wartungsfreie, abgedichtete Stelle oder muss dort auch regelmäßig gereinigt und geschmiert werden?

So ein Federbeinauge ist im Prinzip immer gleich aufgebaut, unabhängig vom Hersteller. Und das ist eigentlich immer eine gebohrte Kugel in einer Lagerung, die geschmiert werden muss, und deren Schmierung beidseitig über Dichtscheiben geschützt wird. Beim Öhlins sind das Metallscheiben mit einer Gummidichtlippe, und die halten durchaus gut.

Zu Deinem konkreten Fall: Seid mir nicht böse, aber ich kenne beide Seiten und ich verstehe Aprilia. Es gibt praktisch keinen Fahrzeughersteller mehr, bei dem man einfach anrufen kann und einen direkten Kundenservice bekommt, aus einem einfachen Grund: Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie viele Vollhorste morgens aufstehen, Langeweile haben, und dann einfach mal irgendjemandem auf den Sack gehen. Dinge wie: Ich habe einen 15 Jahre alten Polo, der laut Betriebsanleitung 2,5 Liter Waschwasser bekommt. Ich kann nur 2,4 Liter einfüllen. Ich will ein neues Auto, sonst gehe ich zum Rechtsanwalt! Das kostet Unsummen und bringt dem Hersteller gar nichts, deshalb ist der Ansprechpartner für den Kunden immer die Vertragswerkstatt.
Versetzt Euch in die Lage von Aprilia: Die haben ein Motorrad gebaut, mit einem Federbein, das nach Wareneingangsprüfung in Ordnung war. Das Bike hat die QS durchlaufen und war laut der in Ordnung, und wurde dann an den Händler geliefert. Der macht eine Auslieferungsinspektion und bestätigt, dass das Ding bei Übergabe an den Kunden noch immer in Ordnung ist.
Dann kommt nach 5 Jahren ein Kunde, bei dem ist - ganz offensichtlich aufgrund einer fehlenden Dichtung - das Federbein gebrochen. Aus Sicht von Aprilia muss da also irgendjemand rumgespielt haben, hat die Dichtung vergessen, die Lagerung ist fest gegangen und das Bein gebrochen.
Ob das wirklich so war, will ich auf keinen Fall unterstellen, und natürlich besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Dichtung bereits im Werk rausgefallen ist, vergessen wurde, nicht da war, whatever. Aber das ist für einen Fahrzeughersteller kein Grund, in Panik auszubrechen. Aus Sicht des Herstellers ist die Chance, dass innerhalb der 5 Jahre irgendjemand das Federbein ausgebaut hat, deutlich größer, als dass der Fehler im Werk entstanden ist.
 
Ich kann nicht glauben wie Piaggio mit ihren Erdkunde umgeht ?!?
Erdkunde ist ganz einfach, die sitzen in Düsseldorf 😂 😂 ,

Scherz bei seite, in fast allen wartungspläne der 90 er Jahre stand drin bei der 20000 bzw 24000 KM Insp . ( je nach hersteller), Lenkkopflager , Schwingen lagerung und Federbein mit Umlenkung zu prüfen und schmieren, aber aus kosten druck, teilweise erzeugt durch den print medien, würde bei allen herstellen diese positionen gestrichen ,
Das Aprilia Kunden Freundliche umgehen könnte mit eine sache wo die Federbein wahrscheinlich um die € 100-150 E.K. kostet, steht ausser frage,
find Ich als händler nicht gerade hilfreich.
 
Motoplex
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