Hallo Leute,
der nächste Erkenntnisgewinn: Ich habe nochmal dem schlechten Geld gutes Geld hinterhergeworfen und zur Anschauung ein Federbein der alten Bauart auf dem Zubehörmarkt bestellt gebraucht bei Ebay für 92 €. Siehe Fotos anbei.
Und siehe da:
- Es ist überraschend massiv und schwer wenn man es erstmal in den Händen hält
- die beiden Augen sind gut geschmiert, es kommt regelrecht Fett raus wenn man sie bewegt, siehe Fotos und das Fett an meinen Fingern
- Beide Augen sind leicht beweglich
- ABER: Man sieht auch dass es auf beiden Seiten an den Augenabdeckungen Metall-Dichtscheiben gibt
- Diese Dichtscheiben am oberen Teil waren auf den Fotos der Werkstatt NICHT zu sehen
- Und: Im Gelenkauge selber ist
eine Gummiring Dichtung eingebaut --> Also doch kein "Gelump"?
- Auf dem Foto von meinem Teil was in der Werkstatt ausgebaut wurde
ist bei Vergrößerung KEIN Dichtring zu sehen.
(Stattdessen umlaufender Rost)

Definitiv ist dieser obere Bereich des Federbeins so tief oben im Gehäuse des Motorrads versteckt dass man dort - selbst wenn man es mit dem Hochdruckreiniger oder Dampfreiniger versuchen würde, überhaupt gar nicht hinkommt.
Erst recht übrigens nicht mit einem Lappen und seinen Händen. Und schon gar nicht kommt man dahin zum schmieren.
Ich frage mich also wie die Werkstatt aus dem Instandhaltungsplan das vorgesehene Nachschmieren dieses oberen Federbein Auges vornehmen will, ohne z. B. den Tank oder die seitliche Verkleidung und noch mehr abzuschrauben.
Theorie: Das wird in der Praxis nicht geschmiert und läuft irgendwann unweigerlich trocken?!?
Oder das System verlässt sich eben auf den vorhandenen Dichtring. Aber an meinem Federbein fehlte der Dichtring?!
Wie ist denn das konstruktiv gelöst wenn man z. B. einen hochwertige Öhlins etc. Dämpfer einbaut? Ist dort dann eine wartungsfreie, abgedichtete Stelle oder muss dort auch regelmäßig gereinigt und geschmiert werden?