Klagen über österreichische Mistfahrwerke

Daytch

fühlt sich wohl hier...
#41
Eigentlich wollte ich nix dazu schreiben.....
Bei mir kam die KTM 1290 SDR BJ 2017 weil, die Euro3 Tuono meiner Holden hinten viel zu laut war. Da ich zu über 50% mit meiner Holden unterwegs bin, war die 1290 SDR eigentlich die bessere Wahl eigentlich.
Für mich war es eine Berg und Talfahrt.

Gut war.
Spritverbrauch kaum über 6 Liter im Durchschnitt, bin eher der runde Fahrer, weil sonst spielt da meine Holde nicht mehr mit. Reichweite somit bei ca. 280 km mit einer Tankfüllung
Aufrechtere Sitzposition, kein Druck auf den Unterarmen beim Bergab fahren mit Sozia.
Kundendienstintervall 15.000 km
LED Licht bei Nacht sensationell.
Radwechsel, sofern man das richtige Werkzeug gekauft hatte, ging in 5 Minuten.
Drehmomentschlüssel mit über 250 NM
Heizgriffe und Reichweiten anzeige etc.
Nicht unbedingt sichtbarer Windschutz auch bei Geschwindigkeiten größer 160 km/h
Die Optik fand ich auch gelungen, bis auf paar Kleinigkeiten. Abstand Licht zu Cockpit sieht unschön aus, Insektenfänger.


Schlecht zumindest für mich war.

Fahrwerk war eine mittlere Katastrophe, aber gerade noch erträglich.
Die Hintere Feder war mit Sozia bei gut 150kg eigentlich immer überfordert.
Gabel Vorne ist was für Grobschlächtige und ich hatte noch die Power Parts Gabelbrücke verbauen lassen. Einfach zu wenig Gefühl fürs Vorderrad.
Da die Fuhre recht hoch gebaut ist, mussten Kurven weiter außen angefahren werden, da man sonst bei Linkskurven mit dem Kopf im Gegenverkehr landete. Ein präziser Strich war nicht möglich, alles zu wabbelig.
Getriebe Übersetzung, wenn man das Ritzel nicht wechselt, hat man zwei Overdirve Gänge, absoluter Quatsch für mich.

Kurven ABS, was ab an nicht regelte und die Bremshebel Funktion außer kraft setzte, nicht lustig.
Kundendienstkosten 15.000er schlappe 600€
Bedingt durch die V2 Vibrationen, erhöhter Nummernschild verschleiß.
Tag Nacht wechsel des Displays, viel zu sensibel eingestellt.
Starke Abweichungen des Tacho. Tachoanzeige 278 km/h, real 257 km/h
Spezl mit der Tuono fuhr mit 130 km/h voraus, ich hatte fast 150 als Anzeige.
Unfähige Werkstatt!!!!

Was mich noch überraschte, es gab sehr viele Motorschäden bei der 1290 SDR 2.0 mit geringer Laufleistung, auch im KTM Forum zum Teil beschrieben. Ich kannte dann noch die Leidensgeschichte von Gerry, er ist inzwischen auch wieder zurück zur Aprilia-Tuono. An seiner Geschichte konnte ich sehen wie unfähig eine Werkstatt agieren kann und den Kunden noch als Amateur oder Anfänger die Schuld in die Schuhe zu schieben. Ich mache es kurz, er hatte Aufgrund von schlampiger Fertigung im Werk einen Motorschaden mit nicht mal 5000 km.

Da ich die selbe Werkstatt hatte, gingen bei mir alle Alarmglocken an. Der absolute Hammer war, der Rückruf wegen dem Bremskolben am oberen Bremshebel. Ich war während der Durchführung die ganze Zeit vor Ort. Dann wurde die Werkstatttüre geöffnet, meine 1290 er kam zum Vorschein, und ich dachte, ah jetzt macht der Meister eine Probefahrt, wurden ja Brems relevante Teile ausgetauscht. Aber falsch gedacht.

Der Meister führ genau 10 METER bremste kurz, und drückte mir die KTM in die Hand, mit dem Kommentar, fertig!!! Absolutes no go.

Ich könnte hier noch Seitenweise Sachen schreiben, aber ich lasse es mal gut sein.

Das Bike hatte einen Listenpreis von über 21.000 € die Erfahrungen mit der KTM 1290 SDR 2.0 waren nicht billig. Aber ich habe sie wohl gebraucht.

KTM ist damit für mich gestorben und das nach knapp einem Jahr. Und ich bin mehr als froh, wieder einen V4 fahren zu dürfen, das könnt ihr mir wirklich glauben.
Da gibts eigentlich fast nichts zu widersprechen.
Viele Defekte hatte ich zwar nicht, aber ich bin auch noch nie mit einem Bike so wenige km gefahren.

Außer, dass für mich KTM nicht gestorben ist.
Falls ich mal wieder eine einigermaßen alltagstaugliche Supermoto möchte, würde ich zum Konzern aus Österreich greifen. Des weiteren sind die Adventure Modelle, eine gute Alternative als Reiseenduro - zumindest habe ich noch nichts gegenteiliges gehört.
 

cpu

fühlt sich wohl hier...
#42
...
Ein präziser Strich war nicht möglich, alles zu wabbelig.
...
Genau das Gefühl hatte ich auch.
Hatte letzten Herbst einige Maschinen Probe gefahren,
auch ne 1290 SD GT (2018er).
Nach den vielen positiven Testberichten hatte ich schon hohe Erwartungen,
aber ich wurde ziemlich enttäuscht.

Sound, Sitzposition, Bremsen, Quickshifter sind gut,
aber:
- Fahrwerk zu weich für meine 110 KG, habe Street und Sport ausprobiert, trotzdem zu viel Bewegung in den Federn beim Gasgeben und -wegnehmen
- Mot fängt das Pendeln an, wenn man Lenkimpuls gibt, also mal eben am Lenkerende kurz drücken oder ziehen, egal ob in Schräglage oder geradeaus, lässt die Kiste leicht um die Längsachse wackeln --> das geht GAR nicht...
- Motor hat bis ca. 3500 U/min leichtes Ruckeln bei Konstant-Gas,
- richtig DRUCK gibt's erst ab 6000 U/min (macht Spass),
aber leider ist bei 10.000 schon wieder Schluss (Begrenzer).
- leichte Vibrationen in Griffen und Fußrasten über den gesamten Drehzahlbereich, ok, ist halt V2
- Getriebe für den LS-Fahrer insgesamt zu lang übersetzt,
Vollgas im 6.Gang ab 4000 U fand ich dann doch für 170 PS und über 140NM ziemlich schwach...
- Tank zu breit, deshalb Knieschluß nicht so toll, gibt kein so gutes "Gefühl" für's Bike
- Sitzbank lässt durch ihre Form den Fahrer weit vorne sitzen, da sie aber am Tank hochgezogen ist, ist das für männliche Fahrer nicht so angenehm...
- Hebel für Fernlicht viel zu lang, mir ist es bei jedem 2. Mal Kupplungshebel bedienen passiert, dass ich aus Versehen das Fernlicht eingeschaltet habe
 

v4Alex

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#43
also... ich muss jetzt mal ne Lanze für KTM brechen. Hab mir vor 2 Jahren eine SD2.0 in den Fuhrpark gestellt. Grund: Zweitmopped, weil meine Gattin auch fahren will. 2 Tuonos wollte ich nicht. Es kommt auch hin und wieder vor, dass ich ne Ausfahrt mit Kollegen mache, da geht's dann etwas gemütlicher von statten und das fällt mir dann mit der SD wesentlich leichter...
Da das Zweitmopped mit der Tuono vergleichbar sein sollte gab es für mich aber auch keine Alternative (s1000r, mt10 gehen gar nicht) zur SD.
Hatte bisher die Probleme
- Maschine ging aus wenn sie kalt war
- Tagfahrlicht, also nur der led-Kranz ohne Abblendlicht ging nicht
... Beides wurde von meiner guten Werkstatt gefixt.
Das Fahrwerk ist natürlich nicht mit dem der Tuono vergleichbar und hat auf welligem Terrain bei offenen Drosselklappen schon mehrfach für Panikattacken aufgrund von flatterndem lenker geführt. Aber trotz allem habe ich Spaß an dem Teil, vor allem am Motor mit seiner Kraft und seinem Sound.
Das Teil ist für mich ein geiles Alltagsbike und wird sicher noch 2 Jahre im Fuhrpark bleiben . 😎
 

majosta

Probezeit bestanden...
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#44
Ich habe insgesamt 8 Jahre Super Dukes gefahren (990 und 1290). Mit dem Fahrwerken war ich eigentlich immer soweit zufrieden. Letztes Jahr habe ich dann auf eine 18er Factory gewechselt. Ich habe seitdem noch keine einzige Sekunde daran gedacht mir wieder eine Super Duke zu holen. Meines Erachtens spielt die Tuono in nahezu jeder Disziplin in einer anderen Liga.
 

Steve_O

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#47
Ich hatte beide 1290er 14er und 17er. KTM hat leider nicht viel dazu gelernt, die alten Probleme schleppen sich ewig durch. Der KNZ war bspw. an der 990 SD schon nicht der Bringer. Ich für meinen Teil muss sagen ich hätte die 1290er am liebsten stehen lassen nach der Probefahrt mit der Tuono.
@Subway Du hast aber auch schon einiges investiert um das Teil herzurichten. Kann man machen, aber wenn ich erstmal tausende Euro zusätzlich noch einmal investieren sollte um bspw. das Fahrwerk so zu verbessern wie es eigentlich sein sollte, dann läuft für mich gewaltig was schief.
Vielleicht sollte KTM sich mal wieder darauf konzentrieren, Bikes zu bauen die den Slogan Ready to race verdienen und nicht nur Ready to customize sind.
 

Monty1

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#48
Vielleicht sollte KTM sich mal wieder darauf konzentrieren, Bikes zu bauen die den Slogan Ready to race verdienen und nicht nur Ready to customize sind.
Warum, mindestens 90% der Kundschaft lässt sich doch scheinbar verarschen und glaubt den Scheiß.😂 Meine 2014 1290er SD war damals ja nicht einmal Ready to Street. Auf dem Rahmenrohr unter der Sitzbank hatte ich diesen Aufkleber, Ready to Race, war das erste, was von alleine abgefallen ist.😜 Bei 200 km/h nach Tacho, was echte 180 km/h waren, hat sich der Hobel im Serienzustand derart auf geschaukelt, dass es lebensgefährlich geworden ist. Ich hatte aber das Glück, da eine der ersten, dass der Ausgleichsbehälter vom Federbein an der Feder geschliffen hat und habe auf diesem Wege, da das originale für meinen KTM Händler nicht zu bekommen war (Lieferschwierigkeiten wegen dem Mangel) mir das bessere Super Competition angeboten wurde, was ich auch genommen habe. Auf die ABE dafür warte ich bis heute.😭 So richtig funktioniert die 1290 aber nur, wenn zu dem Super Competition Federbein auch noch das Closed Cartridge in der Gabel verbaut ist.
@subway71 z.B.hat das alles verbaut und damit ist sie auch sehr gut fahrbar, der Serienplunder ist Neckermann und hat mit WP herzlich wenig zu tun, aber darf bei KTM auch alles nichts kosten.
Ich gehe mal davon aus, dass KTM mit der Masche schon viele Stammkunden verloren haben, aber sie gewinnen scheinbar auch immer mehr dazu, die den Scheiß z.B. mit Ready to Race glauben.
Wer mal ins KTM Forum schaut, bei 1290er, der wird schnell feststellen, dass das gesamte Forum nur noch aus Problem, kaputt, defekt, undicht besteht und da sind irgendwie fast alle Mängel von betroffen, die man nur so haben kann.
Der Kupplungsnehmerzylinder (KNZ) ist schon ewig ein Problem und wurde scheinbar nie verbessert. Ich habe schon lange einen von Sigutech verbaut, aber auch der möchte ein zweimal im Jahr entlüftet werden. Der Motor der ersten Baureihe ist aber geil (wenn die Kupplung verstärkt wurde) und hält scheinbar auch sehr lange, wenn man ohne Schaltautomat leben kann und ca. echten 165 Ps, was für mich für ein Landstraßenmoped kein Problem ist.
 
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Armin1

hat wirklich was drauf...
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#49
Wer mal ins KTM Forum schaut, bei 1290er, der wird schnell feststellen, dass das gesamte Forum nur noch aus Problem, kaputt, defekt, undicht besteht und da sind irgendwie fast alle Mängel von betroffen, die man nur so haben kann.
.
Am interessantesten fand ich den Beitrag von dem einem User im KTM Forum. Da hatten sie entweder vergessen die Ventilshims ab Werk einzubauen was ich bezweifle oder die sind während der Fahrt rausgefallen wie immer das auch gehen soll.

Gruss
Armin
 

Monty1

gehört zum Inventar
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#50
Am interessantesten fand ich den Beitrag von dem einem User im KTM Forum. Da hatten sie entweder vergessen die Ventilshims ab Werk einzubauen was ich bezweifle oder die sind während der Fahrt rausgefallen wie immer das auch gehen soll.

Gruss
Armin
Bei der ersten Baureihe, sind die Shims mit eingebautem Schaltautomat reihenweise rausgeflogen. Der Schaltautomat funktioniert bei den ersten also nur sehr eingeschränkt und ist da nicht zu empfehlen.
 

Jaki

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#51
Warum, mindestens 90% der Kundschaft lässt sich doch scheinbar verarschen und glaubt den Scheiß.😂

nein, eben nicht. Die angesprochenen 90% wollen gerade KEINE Rennmaschine für die Straße . Aus diesem Grunde wurde die Modellpalette "massentauglicher" gemacht. Welcher GS Fahrer, wenn er ein neues Modell ins Auge fasst, steigt auf eine Aprilia um und welcher Hersteller verkauft die meisten Mopeds?
 

Hoshi

ist ein V4 Fan...
Premium Mitglied
#54
Die 1290 GT bin ich auch probegefahren. Das wars dann aber auch schon. Fahrwerk und Gasannahme hat mich null komma null überzeugt. Mit dem adaptiven Fahrwerk hatte ich kein Gefühl was das Moped gerade treibt und ich mag es überhaupt nicht, wenn ich den Reifen (vor allem vorne) auf dem Asphalt nicht spür oder einschätzen kann, ob man schon rutscht. Ich war auf der Sporteinstellung unterwegs.
 

businesskasper

gehört zum Inventar
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#56
Also ich hab ja eine Husky 701, also halber Hubraum, aber auch WP. Ich find die ziemlich spurstabil. Für eine Enduro ist das Handling auf der Landstraße imho sogar etwas arg träge. Könnte auch an den Reifen liegen, will ich mal nicht so sein. Habt ihr es da mal mit der 1290er probiert?

Kupplung; Kann ich bis jetzt nicht klagen, der Hobel hat aber auch noch keine 7000km runter.

Warum wird die Kundschaft größer: Was ist denn die Alternative R1200GS, R1250GS? Da hat die KTM einen klaren Preisvorteil und auf'm Papier die besseren Werte.

Generell liegt die Verarbeitung bei KTM und Verwandten aber imho deutlich hinter Japanern und anderen Europäern. Fühlt sich im Vergleich eher wie so 'n Sang Yong an.
 

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