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Habe nie gesagt, dass es einfach ist. Aber wenn ich mich jeden Tag über scheinbar alles was hier so schlecht läuft aufrege, dann muss ich eben auch mal den unbequemen Weg gehen. Aber es ist einfacher zu meckern, als die eigene Komfortzone zu verlassen.Bzgl. Auswanderung. Das lässt sich einfach sagen, aber wer sich ernsthaft damit befasst hat wird feststellen, ganz so einfach ist es nicht.
Die Länder die mich interessierten, waren die Strafen für zu zügige Fortbewegung einfach zu hochBzgl. Auswanderung. Das lässt sich einfach sagen, aber wer sich ernsthaft damit befasst hat wird feststellen, ganz so einfach ist es nicht.
Zum einen muss man in der neuen Wahlheimat erstmal ein Dach über dem Kopf haben, was in der Regel ebenso Arbeit erfordert.
Letztere ist mitunter so Thema aufgrund der Sprachbarrieren und eventuell gänzlich anderen Anforderungen an die Qualifizierung.
Nicht selten hat man dann noch Familie und Freunde. Bei Kindern wird es zusätzlich nochmals komplizierter.
Dafür hat man doch seinen ortskundigen Chauffeur. Vorteil: Er hat im dortigen Straßenverkehr defintiv die größeren Cojones als jeder EuropäerPS: in Nigeria durfte ich überhaupt nicht selber Autofahren.
Nachdem ich mal Beifahrer in Tunesien und China war, kann ich dir nur zustimmen.Dafür hat man doch seinen ortskundigen Chauffeur. Vorteil: Er hat im dortigen Straßenverkehr defintiv die größeren Cojones als jeder Europäer![]()
Szenario | Kosten pro kWh |
| bestehende AKW (abgeschrieben) | 4-6 Rp./kWh |
Neubau (optimistisch) | 8-12 Rp./kWh |
Neubau (realistische Baukosten) | 12-18 Rp./kWh |
sehr konservative Annahmen | bis ~25 Rp./kWh |
Technologie | Kosten |
| Wasserkraft | 6-15 Rp./kWh |
Kernenergie Neubau | 12-18 Rp./kWh |
Photovoltaik | 5-12 Rp./kWh |
Wind | 6-13 Rp./kWh |
Gas | 10-20 Rp./kWh |
Mit meinem vorhergehenden Post habe ich, glaube ich zumindest, ein paar Deiner Fragen beantwortet.Erste Frage: Seit wann interessiert dich eigentlich CO2? Bei deiner bevorzugten Partei gibt es doch keinen menschengemachten Klimawandel.
Zweite Frage: Kannst du mir bitte eine detaillierte Auflistung geben über die Kosten einer kWh Atomstrom, mit allen Kosten von Gestehung, Unterhaltung, Abriss und Endlagerung eines AKW?
Dritte Frage: Es wird sich stets beschwert, dass regenerative Energien subventioniert werden. Wie hoch muss Atomstrom subventioniert werden, also auch der Bau?
Dritte Frage nehme ich mal vorweg: Ich schlage vor, wir lassen den Bau von AKW und SMR wieder zu, entscheiden uns aber, dass sich der Staat komplett aus der Finanzierung heraushält, verlangen aber einerseits eine Haftpflichtversicherung wie es bei jedem Handwerkerbetrieb auch Pflicht ist und andererseits einen Fond für die Langzeitkosten der Atommüllendlagerung. Und dann schauen wir mal, wie viele Investoren bei solchen Bedingungen noch Schlange stehen.
Nun, das mit dem raushalten ist doch ungefähr das, was bei regenerativen Energien gefordert wird? War da nicht etwas mit, "die tragen sich mittlerweile selbst"?Quatsch
Manchmal wäre es ohne deine Polemik einfacher.Aber solange man eben den Fortschritt scheut wie der Teufel das Weihwasser solange muss man dann eben im Baumhäuser leben.
Sicher! Aber einfach doch jeder!Manchmal wäre es ohne deine Polemik einfacher.
Eine Quellenangabe zu diesen Studien wäre halt mal gut, damit man mal sich selber ein Bild machen kann.Um der ganzen Diskussion mal etwas Struktur zu geben, die Schweizer haben sich mal die Mühe gemacht das mit Zahlen zu unterlegen.
Ich glaube die sprechen für sich.
Und wenn ich mir die Kosten bei abgeschriebenen AKW anschaue dann hätte ich schon Lust die Verantwortlichen für den Abriss derselben an ihre verfickten Windräder zu binden und mal etwas Karussell fahren zu lassen!
Schweizer Gesamt-Kostenrechnung für Atomstrom
Kostenbestandteile, die einbezogen wurden
Typischerweise wurden folgende Posten berücksichtigt:
Resultate der Schweizer Studien
- Baukosten (CAPEX)
- Planung
- Genehmigungen
- Bau des Reaktors
- Finanzierungskosten während Bauzeit
- Betriebskosten (OPEX)
- Personal
- Wartung
- Sicherheitsnachrüstungen
- Versicherungen
- Brennstoffkosten
- Uranabbau
- Anreicherung
- Brennelementherstellung
- Stilllegung des Kraftwerks
- Endlagerung radioaktiver Abfälle
- Zwischenlager
- Endlagerprojekte (z. B. Tiefenlager)
- Kapitalverzinsung / Finanzierungskosten
Die Ergebnisse hängen stark von Annahmen ab (Baukosten, Laufzeit, Zinssatz). Typische Werte aus Schweizer Berechnungen:
Szenario Kosten pro kWhbestehende AKW (abgeschrieben) 4-6 Rp./kWh
Neubau (optimistisch)8-12 Rp./kWh
Neubau (realistische Baukosten)12-18 Rp./kWh
sehr konservative Annahmen
bis ~25 Rp./kWh
Technologie KostenWasserkraft 6-15 Rp./kWh
Kernenergie Neubau12-18 Rp./kWh
Photovoltaik5-12 Rp./kWh
Wind6-13 Rp./kWh
Gas10-20 Rp./kWh
Der Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich ist das Paradebeispiel in der Energiediskussion. Während Deutschland auf Erneuerbare setzt, deckt Frankreich rund 70 % seines Bedarfs durch Kernkraft.
Auf den ersten Blick wirkt Frankreich oft günstiger, doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich komplexe wirtschaftliche Hintergründe.
Der Preisvergleich (Stand Anfang 2026)
Land Durchschnittl. Haushaltsstrompreis Strategie Deutschland ~32,9 ct/kWh Marktorientiert, hohe Netzkosten, Fokus auf Wind/Solar. Frankreich ~25,0 - 27,0 ct/kWh Staatlich reguliert, Fokus auf Atomkraft.
Warum ist Frankreich "günstiger"?
- Staatliche Preisbremse (Bouclier tarifaire): Der französische Staat deckelt die Strompreise massiv. Das bedeutet: Der Preis an der Steckdose spiegelt nicht die tatsächlichen Erzeugungskosten wider. Die Differenz zahlt der Staat (also der Steuerzahler) oder der (fast) staatliche Energiekonzern EDF, der hoch verschuldet ist.
- Abgeschriebene Altanlagen: Viele französische Reaktoren stammen aus den 70er und 80er Jahren. Die Baukosten sind längst abbezahlt. Deutschland hat seine abgeschriebenen Anlagen hingegen abgeschaltet.
- Geringere Steuern/Abgaben: Die staatlichen Lasten auf den Strompreis sind in Frankreich traditionell niedriger als in Deutschland.
Die Kehrseite der Medaille
Trotz der niedrigeren Preise steht das französische System vor gewaltigen Herausforderungen, die auch für eine deutsche Debatte wichtig sind:
- Maroder Kraftwerkspark: Die Flotte ist alt. In den letzten Jahren (besonders 2022/23) mussten dutzende Reaktoren gleichzeitig wegen Korrosionsschäden vom Netz. Frankreich musste in dieser Zeit ironischerweise massiv Strom aus Deutschland importieren.
- Investitionsstau: Frankreich plant den Bau von mindestens sechs neuen EPR-Reaktoren. Die Kosten hierfür werden auf über 50 Milliarden Euro geschätzt. Da EDF diese Summen kaum allein tragen kann, wird dies langfristig entweder die Strompreise oder die Staatsverschuldung erhöhen.
- Klimawandel-Risiko: Atomkraftwerke brauchen viel Kühlwasser. In heißen Sommern mussten französische Anlagen oft gedrosselt werden, weil die Flüsse zu warm oder zu trocken waren – ein Problem, das Windräder nicht haben.
Zusammenfassung: Welches Modell gewinnt?
Es ist ein Kampf der Systeme:
Wichtiger Fakt: Wenn man die reinen Erzeugungskosten (LCOE) für Neubauten vergleicht, liegen neue Windparks (ca. 4-8 ct/kWh) deutlich unter neuen Atomkraftwerken (ca. 11-15 ct/kWh). Frankreichs Vorteil ist also ein Erbe der Vergangenheit, kein Modell, das heute billiger neu gebaut werden könnte.
- Deutschland hat aktuell hohe Strompreise, investiert aber massiv in die günstigsten Energiequellen der Zukunft (Wind/Solar). Das Ziel ist, nach Abschluss des Netzausbaus durch billigen Ökostrom einen Standortvorteil zu haben.
- Frankreich hält die Preise künstlich niedrig, steht aber vor einem gigantischen Finanzierungsproblem für die Erneuerung seiner Kraftwerke.
Großbritannien nimmt eine interessante Zwitterrolle ein: Das Land verfolgt eine „Everything-of-the-above“-Strategie. Sie bauen massiv Windkraft aus (vor allem Offshore), setzen aber gleichzeitig als einer der wenigen westlichen Staaten auf den Neubau großer Atomkraftwerke.
Hier ist der Vergleich der Strompreise und Strategien (Stand Anfang 2026):
1. Der Preisvergleich (Privathaushalte)
In Großbritannien wird der Preis durch den sogenannten Energy Price Cap (eine Preisobergrenze) reguliert, der quartalsweise angepasst wird.
Der Clou: Obwohl der Preis pro Kilowattstunde niedriger ist als in Deutschland, sind die Gesamtkosten für britische Haushalte oft ähnlich hoch oder höher. Das liegt an extrem hohen „Standing Charges“ (Fixkosten pro Tag von ca. 60–70 Cent), die man auch zahlt, wenn man gar keinen Strom verbraucht.
- Deutschland: ca. 32,9 ct/kWh
- Großbritannien: ca. 27,0 - 29,0 ct/kWh (umgerechnet von ca. 23–24 p/kWh zzgl. Grundgebühr)
2. Die britische Atom-Strategie: Hinkley Point C
Großbritannien zeigt sehr deutlich, was ein Wiedereinstieg oder Neubau finanziell bedeutet. Das Vorzeigeprojekt Hinkley Point C ist ein Warnsignal für Skeptiker:
- Garantierter Preis (Strike Price): Die Regierung hat dem Betreiber einen Abnahmepreis garantiert. Dieser lag ursprünglich bei ca. 10 ct/kWh, ist aber durch die Inflation bereits auf über 16 ct/kWh (Stand 2025/26) gestiegen.
- Vergleich zu Wind: Zum Vergleich: Neue Offshore-Windparks in der Nordsee liefern Strom oft für 6 bis 9 ct/kWh.
- Die Zeche: Wenn der Marktpreis an der Börse niedriger ist als diese 16 Cent, zahlt der britische Staat (bzw. der Stromkunde über Umlagen) die Differenz. Das bedeutet, dass die britischen Strompreise durch die neue Atomkraft langfristig eher nach oben gedrückt oder zumindest stabilisiert werden, statt zu sinken.
3. Warum Großbritannien trotzdem auf Atomkraft setzt
Trotz der hohen Kosten verfolgt die britische Regierung den Bau konsequent weiter. Die Gründe sind:
- Dunkelflaute: Da Großbritannien eine Insel ist, ist der Stromaustausch mit Nachbarn schwieriger als für Deutschland. Sie wollen Atomkraft als "Anker", wenn der Wind auf dem Meer nicht weht.
- Militärische Synergien: Es gibt Stimmen, die argumentieren, dass das zivile Atomprogramm notwendig ist, um die Expertise und Lieferketten für die nukleare U-Boot-Flotte des Landes aufrechterhalten zu können.
Zusammenfassung des Drei-Länder-Vergleichs
Land Strompreis-Niveau Hauptproblem Strategie Deutschland Hoch Hohe Netzkosten durch Umbau Voller Fokus auf Erneuerbare & Speicher Frankreich Mittel (subventioniert) Marode Kraftwerke & Riesenschulden Erhalt der Atomkraft um jeden Preis Großbritannien Mittel bis Hoch Abhängigkeit von Erdgas-Preisen Mix aus teurer Atomkraft & billigerem Wind
Fazit für die deutsche Debatte: Das britische Beispiel zeigt: Atomkraft-Neubau ist kein Rezept für sinkende Preise. Es ist eher eine extrem teure Versicherungspolice für die Versorgungssicherheit. In Deutschland würde ein Wiedereinstieg ähnliche Preisgarantien erfordern, was den Strompreis vermutlich eher bei über 30 Cent zementieren würde, anstatt ihn in Richtung der 20 Cent zu drücken.
Passend zu den Kosten, da wir letztes Jahr in Flamanville im Urlaub waren.Ich hab vor ein paar Wochen mal Gemini gefragt, wie es um die Energiewende im Vergleich zur Atomkraft steht. Hier ein Ausschnitt, der sich auf den Kostenvergleich Deutschland - Frankreich bezieht.
Und hier der Ausschnitt, der Großbritannien in den Vergleich miteinbezieht.
Nur mal so, um ein bischen über den Tellerrand hinauszuschauen...
