Naja, ein erschreckend großer Teil der Motorradfahrer hängt ja tatsächlich in Linkskurven mit dem Oberkörper auf der Gegenfahrbahn. So gesehen macht das schon Sinn. Und weil die Möchtegern-Racer auch nah des Mittelstreifens jedes Quäntchen Grip brauchen werden sie einen Teufel tun, die Markierungen zu ignorieren. Andererseits frage ich mich, was die denn unter "Kostengünstig" verstehen. Und ob die Markierer wirklich den Durchblick haben, wo die Markierungen wirklich Sinn machen.
Zitat DVR:
In Österreich, Slowenien und Luxemburg wurden in den vergangenen Jahren positive Er-
fahrungen mit diesen Fahrbahnmarkierungen für Motorradstrecken gemacht. In den markier-
ten Kurven gingen die Unfallzahlen signifikant zurück. Der Anteil der Motorradfahrenden, die
dicht an der Mittellinie fuhren, ging signifikant zurück.
Die Markierungen sind preiswert ge-
genüber baulichen Maßnahmen. Die Markierungen haben sich als langlebig erwiesen.
Motorradfahrende befürchten, dass sie beim Überfahren von Fahrbahnmarkierungen ins Rut-
schen kommen. Die verantwortlichen Straßenbaubehörden haben deshalb jeweils großen
Wert daraufgelegt, besonders griffige Markierungsmittel ohne retroreflektierende Glasperlen
zu verwenden. In Messkampagnen wurde jeweils überprüft, ob die Griffigkeit der Markierung
dauerhaft höher ist als die Griffigkeit der umgebenden Fahrbahn.
In Nordrhein-Westfalen wurde eine vergleichbare Markierung im Zeitraum 2023 bis 2024 in
zwei unfallträchtigen Kurven erprobt. Die Markierung in Form von Ellipsen unterschiedlicher
Größe (Schmalstrich) wurde im Bundesverkehrsblatt als Zeichen Z343 ausschließlich zur
Verwendung auf der Erprobungsstrecke Landesstraße L218 (Panoramastraße) eingeführt.
Das vorgesehene Markierungsbild unterscheidet sich im Detail von den Markierungen in Ös-
terreich bzw. Luxemburg. Wie im Ausland wurden die Markierungen für Motorradfahrende
auf Hinweistafeln angekündigt und erläutert. Zudem wurde großer Wert auf die Griffigkeit der
Fahrbahnmarkierung gelegt