Am Sonntag abermals einige Kilometer im Welzheimer Wald abgespult.
Vorneweg, der bei der letzten Ausfahrt aufgetretene Ölverlust am Motordeckel links ist eigenverschuldet!
Beim genaueren hinsehen ist mir aufgefallen, dass das Öl an einem Punkt der Verschraubung austritt. An der Schraube fehlte zudem meine Markierung hinsichtlich „korrekt angezogen“!
Also Drehmomentschlüssel heraus genommen und festgestellt, dass es nicht die korrekten 12Nm waren. Angezogen, gesäubert, markiert und heute festgestellt, dass es nun dicht ist! Ölstand und alle anderen Schrauben wurden natürlich ebenfalls geprüft, einwandfrei.
Leider habe ich mit der originalen Scheibe massive Windgeräusche, was mir auffiel, nachdem ich am Sonntag vor lauter Pizza und Eiskaffee als Nachtisch vergaß, meine Ohrstöpsel wieder einzustecken.
Entsprechend unangenehm war die Rückfahrt. Also daraufhin wieder die erhöhte Scheibe der Stars and Stripes montiert, nicht unbedingt die Schönste, aber funktioniert.
Dann gestern nochmals Zeit genommen und die Stummel versucht neu einzustellen. Im Idealfall ist die imaginäre Linie zwischen den Griffen nahe dem Lenkkopf, was sich positiv auf Handling und Präzision auswirken tut.
Aufgrund der originalen Verkleidung aber ist der Raum sehr eingeengt! Besonders die Bremsarmatur macht Probleme, denn entweder stößt der Ausgleichsbehälter oben an, oder die starre Leitung des Fittings an der Bremspumpe.
Mit der Ausrichtung stößt nichts an bei vollem Lenkanschlag in beide Richtungen. Handling und Präzision sind Dank Fahrwerk und Schmiedefelgen kein Vergleich mehr zum Original.
Mit 192cm und entsprechenden Gewicht weiche ich natürlich deutlich vom durchschnittlichen Fahrer ab, aber auch andere Fahrer zeigen sich mitunter unzufrieden.
@derDoc hatte ja bereits entsprechende Erfahrungsberichte zum
Öhlins-Federbein und zum
Andreani Cartridge verfasst.
Und gerade im Bereich Fahrwerk liegt in meinen Augen das meiste Potenzial, um aus der RS 660 eine kleine Kurvenjägerin zu machen.
Die Extrema folgt der Linie wie auf Schienen, normale Unebenheiten bügelt sie ganz entspannt weg, auch in Schräglage!. Und das Teil in Wechselkurven umzuwerfen macht richtig Laune!
Ganz zufrieden bin ich aber noch nicht. Der Negativ Federweg der Sachs Gabel ist zu hoch, also Federn anpassen und ohnehin muss das Teil überholt werden.
Es wird also noch den ein oder anderen Lesestoff geben.
Was mich am meisten freut, mein Körper hat die Ausfahrten einwandfrei weggesteckt. Insbesondere der Fuß zeigte sich unauffällig, daher bin ich guter Dinge, dass ich kommendes Jahr auf dem Rundkurs unterwegs sein kann.
Passend dazu liegt im Keller bereits ein Paket mit Inhalt aus Slowenien…