Die ungeplante Rehabilitation eines Patienten

Dafür gab es mit den Stylemas dann 330er Scheiben mit 5mm Dicke. So im gesamten nimmt sich das wahrscheinlich nichts. Die bessere Bremswirkung der E4 RSV schieb ich eigentlich eher auf die größeren Scheiben. Inzwischen hab ich sogar 5,5mm Scheiben drauf weil das Dosenblech von Brembo nix taugt.
 
Dafür gab es mit den Stylemas dann 330er Scheiben mit 5mm Dicke. So im gesamten nimmt sich das wahrscheinlich nichts. Die bessere Bremswirkung der E4 RSV schieb ich eigentlich eher auf die größeren Scheiben. Inzwischen hab ich sogar 5,5mm Scheiben drauf weil das Dosenblech von Brembo nix taugt.
5,5er von welcher Marke? Danke für die Info.
 
Es ging wieder etwas weiter. Auch wenn die alten Lenkkopflager noch sehr gut ausgesehen haben, wollte ich doch lieber neue verbauen. Aus zwei unterschiedlichen Lagern (wegen neuem Rahmen und alter Gabelbrücke) eins machen funktioniert bestimmt nicht gut 😄. Ich hätte zwar gerne wegen der Leichtgängigkeit wieder die originalen Kugelrollenlager verbaut, allerdings sind mir 70€ pro Lager doch zu viel gewesen. Deshalb wurden es dann Kegelrollenlager von AllBalls Racing.
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Den Lenkungsdämpfer habe ich am mittleren Auge mit 4 O-ringen, die als Puffer dienen, eingebaut. Somit hängt er nicht mehr so weit nach unten und ist schön dämpfend verbaut. Das hab ich sogar schon vor Jahren mal gemacht. Funktioniert seit dem wunderbar und so gefällt mir das auch besser👍
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Grüße Mathias
 
Der Emil Schwarz hat sich in der Vergangenheit nicht umsonst einen Namen mit seinen Lagern gemacht. Der weiß bestimmt genau was er tut und alles ist im Anschluss komplett spielfrei und leichtgängig montiert. (y)
Aber stimmt es, dass er beim Einbau seiner eigenen Lager den Lageraußenring, am z.B. den Lenkkopf, auf ein spezielles Maß auffräst? Das würde also bedeuten, dass man im Anschluss nie wieder ein originales Lager verbauen könnte. Sowas finde ich halt schwierig. Auch ob man bei einem modernen Motorrad so einen großen Unterschied spürt (wie z.B bei einer alten Yamaha XT 500), waage ich zu bezweifeln. :unsure:
 
Der Emil Schwarz hat sich in der Vergangenheit nicht umsonst einen Namen mit seinen Lagern gemacht. Der weiß bestimmt genau was er tut und alles ist im Anschluss komplett spielfrei und leichtgängig montiert. (y)
Aber stimmt es, dass er beim Einbau seiner eigenen Lager den Lageraußenring, am z.B. den Lenkkopf, auf ein spezielles Maß auffräst? Das würde also bedeuten, dass man im Anschluss nie wieder ein originales Lager verbauen könnte. Sowas finde ich halt schwierig. Auch ob man bei einem modernen Motorrad so einen großen Unterschied spürt (wie z.B bei einer alten Yamaha XT 500), waage ich zu bezweifeln. :unsure:
Naja, so ein Premiumlager wird bestimmt das restliche Motorradleben halten. Und wenn nicht, dann ist das gefräßte Maß sicherlich passend für die gängigen, genormten Industrielager, so dass immer Ersatz verfügbar sein wird.
 
Aber stimmt es, dass er beim Einbau seiner eigenen Lager den Lageraußenring, am z.B. den Lenkkopf, auf ein spezielles Maß auffräst?
Nein!

Ich war dabei als er bei mir die Lager einbaute. Er hat nur die Lagerfläche minimal begradigt damit der eingeklebte Lagerring satt aufliegt. Der Aussenring blieb wie er war!

Hat zwar die Nase aus dem Gesicht gekostet aber ist es auf jeden Fall wert. Allein schon die Schmiernippel an Schwinge und Umlenkung macht das Leben einfacher!
 
Er hat nur die Lagerfläche minimal begradigt damit der eingeklebte Lagerring satt aufliegt. Der Aussenring blieb wie er war!
Ah oke. Dann scheint es ja eine super Sache zu sein. Hab mich nie so genau damit beschäftigt.

Hat zwar die Nase aus dem Gesicht gekostet aber ist es auf jeden Fall wert. Allein schon die Schmiernippel an Schwinge und Umlenkung macht das Leben einfacher!
Die Kohle sehe ich allerdings besser investiert in z.B. einem Öhlins Federbein. Zudem mir die Schmiernippel an der schönen Schwinge oder am Lenkkopf nicht wirklich gefallen würden. Der Sinn dahinter erschließt sich mir auch nicht (korrekt geschmiert eingebaut vorrausgesetzt natürlich). Bei einem Motorrad, was (in meinem Fall) hauptsächlich nur bei schönem Wetter bewegt wird, brauche ich sowas nicht. Ist doch keine Enduro. Die Lager sind auch serienmäßig mit Dichtringen versehen, sodass kein Dreck, Wasser usw. rein kommt.
 
Die Kohle sehe ich allerdings besser investiert in z.B. einem Öhlins Federbein
Hab isch auch! 😜

Zudem mir die Schmiernippel an der schönen Schwinge oder am Lenkkopf nicht wirklich gefallen würden. Der Sinn dahinter erschließt sich mir auch nicht (korrekt geschmiert eingebaut vorrausgesetzt natürlich).
Natürlich nicht am Lenkkopf! 😱

Also ich hab hier schon Umlenkungen gesehen die waren so trocken wie die Wüste Gobi und so fest wie ein T- Träger. 😱😂

hauptsächlich nur bei schönem Wetter bewegt wird, brauche ich sowas nicht.
Meine Bella muss durch alles durch! Dreck, Schlamm, Felsbrocken Dauerschiff.

Da nutzt das schon!
 
Ich hab in allen meinen Motorrädern Lager von Emil Schwarz. Meist nur im Lenkkopf, aber mein alter 1100er Ölbrenner hatte einmal das Komplettpaket, Lenkkopf, Schwinge, Umlenkhebel. Der Unterschied zur Serie ist eklatant und die Verbesserung des Fahrverhaltens deutlicher als bei einem - nebenbei wesentlich teureren - Öhlins-Federbein.
Außerdem gibt Emil auf Lenkkopflager, die er selbst einbaut, 100tkm Garantie. Nachdem das reudige Kugellager im Lenkkopf meiner Tuono nach bereits 10tkm gehakt hat, ein guter Deal
:)

Nachtrag: Wenn Emil selbst die Lager einbaut, vermisst er die Lagersitze im Lenkkopf. Sind diese unrund (was bei den meisten der Fall ist, weil die Sitze erst gefräst und danach mit dem Lenkkopf verschweißt werden), reibt er die Sitze auf, bis sie rund sind. Ist der Sitz rund, oder Du baust selbst ein, bleibt der Lenkkopf wie er ist und Du bekommst Lageschalen mit 1/10 Untermaß. Die Lagerschalen werden generell eingeklebt, weil die durch das übliche Einschlagen/Treiben/Pressen in einen unrunden Lenkkopf ebenfalls unrund werden.
Ein weiterer Punkt beim Lenkkopflager vom Schwarz ist, dass die obere Innenschale und die darüberliegende Nutmutter ein Teil sind. Das wird aufgeschraubt, die Freigängigkeit des Lagers damit eingestellt (Emil macht das mit einer Federwaage am Lenker) und mit der Gabelbrücke gesichert. Somit ist die komplette Lagerung 100% rund und spielfrei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber stimmt es, dass er beim Einbau seiner eigenen Lager den Lageraußenring, am z.B. den Lenkkopf, auf ein spezielles Maß auffräst?
Er fräst nichts auf, sondern er schleift den Außenring auf untermaß, damit er
spannungsfrei eingesetzt werden kann. Die Lenkköpfe haben oft Hitzeverzug
beim einschweißen in den Rahmen, da die Lagersitze vor dem einschweißen
hergestellt werden, verziehen sie sich beim einschweißen. Das was er am
Lenkkopf fräst, ist die Ovalität die durch das einschweißen entsteht. Er macht
den Lagersitz wieder rund.

Das würde also bedeuten, dass man im Anschluss nie wieder ein originales Lager verbauen könnte.
I. d. R. nicht ohne einkleben. Auch muss beim Wechseln der Lenkkopf stark erhitzt
werden (>140° C).
 
Weiter geht's mit meinem Projekt.
Da ich schon länger auf die längere Schwinge der ab 2015 Modelle umbauen wollte, kam mir die Idee... warum nicht gleich auf die Unterzugschwinge der E5? :unsure:😁
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An den Nadellagern am Knochen und an der Schwinge habe ich (wie auch schon an meiner 14er RSV4) vernünftige Wellendichtringe verbaut. Die originalen sind echt Schrott. Jetzt bleibt dass Fett auch da wo es hingehört.
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Mit der längeren Schwinge müssen natürlich auch die Platten an der Umlenkung ausgetauscht werden. Ich werde die roten der RF Modelle verbauen. Hier sieht man mal wie unterschiedlich die Form der Platten ist:
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Mein Öhlins Federbein habe ich auf 314mm wie im WHB beschrieben eingestellt und alles mal grob zusammen gesteckt... passt(y)
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Grüße Mathias
 
Vom Mittelpunkt der Schwingenachse bis zum hinteren Ende des Verstellbereichs der Radachse gemessen:
- Schwinge alt (kurze Version bis 2014) 58cm
- Neue E5 Unterzugschwinge 61cm

Beim Gewicht meine ich eigentlich irgendwo gelesen zu haben, dass die Unterzugschwinge 800g leichter sein soll. Ich habe mit einer Federwaage nachgewogen und komme allerdings nur auf einen Gewichtsvorteil von 80g. Naja immerhin. 😅

Gruß Mathias
 
Dann kommen wir mal zur Ölpumpengeschichte...
Es gibt, wie einige villeicht schon wissen, zwei verschiedene Ölpumpen für die V4-Motoren. Und zwar die 2A000540 (unten im Bild) und die 2A000539 (oben im Bild). Da ich beide Pumpen Zuhause auf dem Tisch liegen habe, wollte ich beide mal zerlegen und prüfen wo da genau der Unterschied ist. 20260120_220111-01.webp

Die Ölpumpe mit der Nummer 2A000539 (aus meinem alten 14er RSV4 Motor) hat im Vergleich zur Pumpe mit der Teilenummer 2A000540 ein größeres Pumpenförderrad. 22mm zu 17mm waren´s, wenn ich es noch richtig im Kopf habe. 20260120_220217-01.webp
Ansonsten sind beide Pumpen komplett identisch. Meine Vermutung ist, dass Aprilia ab dem 201ps Motor ein kleineres Ölpumpenförderrad verbaut hat, um die Verlustleistungen zu minimieren. Die Übersetzung der Antriebszahnräder ist auch gleich geblieben.
Ab dem 1100er RSV4 Motor wurde auch wieder die "alte Pumpe" mit dem größeren Pumpenrad verbaut.

Die Ölpumpe auszubauen ist kein großer Aufwand und würde auch leicht gehen, wenn der Motor noch eingebaut wäre. Kupplungsdeckel runter, Kupplung zerlegen und Korb demontieren, Getriebe Halteplatte lösen und das Getriebe heraus ziehen. Hat alles wurderbar funktioniert. Zum Ausbau der Ölpumpe muss noch die Wasserpumpe ausgebaut werden (die hatte ich allerdings schon in weiser Vorraussicht beim ausbauen des Motors gezogen). Alle ausgebauten Teile wurden natürlich genau inspiziert und für gut befunden. Was mir beim zerlegen aufgefallen ist, ist dass nur noch eine Feder am inneren Kupplungskorb für die Antihoppingkupplung verbaut ist. Dafür sind 2 Beilagscheiben anstatt nur einer drin. Die Explosionszeichnung bei Wendel hat das auch bestätigt. Insgesamt ist der E4 Motorblock im Inneren generell etwas anders, als der 184ps E3 Motor.
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Allerdings musste ich bei der Ölpumpe feststellen, dass diese doch schon einiges mit machen musste. Die Anlageflächen habe alle sehr/extrem tiefe Riefen. Für ca. 9000km, die der Motor bis jetzt gelaufen hat, sollte die Pumpe definitiv nicht so aussehen. Auf jedenfall war mein Vorhaben, die Ölpumpe auszutauschen, goldrichtig. Aber warum die Pumpe so gefressen hat, wirft bei mir schon ein Fragezeichen auf. Nichtmal die Ölpumpe aus meinem 14er Motor mit Pleullagerschaden hat so schlimm ausgesehen.
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Grüße Mathias
 
Hängt dass vielleicht damit zusammen, dass die Pumpen ab Werk mit scharfen Kanten verbaut werden? Also nichts nachgearbeitet? Sich dann relativ schnell die ersten Kanten abreiben und die Späne gleich mit durchziehen?
 
Klärt mich auf wenn ich daneben liege, aber sind diese Riefen wirklich so dramatisch für die Funktion? Klar ist die Leistung minimal verschlechtert, aber das wäre sie vermutlich auch bei rund geschliffenen Kanten des Förderrads.
 
Motoplex
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