Weniger Aprilia-Vertragshändler?

Keine Bange, der ist bei uns schon ewig im Geschäft und kennt alle Höhen und Tiefen, auch schon mit italienischen Bikes.😉
Sogar mit KTM und FC-MOTO
das hast du sicher falsch verstanden, Fruchti meint:
der Händler wird nicht wissen, worauf er sich mit Dir eingelassen hat 😅✌️
 
Ich bin sonst eher der stille Mitleser, aber das Thema bewegt mich doch. Ich beobachte die Entwicklung – aber es wird ja bekanntlich nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Zunächst dachte ich, mich betrifft das Ganze nicht mehr direkt. Meine Tuono V4 ist ab August ohnehin aus der Garantie raus. Denkste. Wie es der Zufall so will, wird über den Winter die Gabel undicht – ein weiterer Garantiefall, leider.

Die verzweifelte Händlersuche

Mein bisheriger Händler hat den neuen Aprilia-Vertrag nicht unterschrieben und ist somit raus. Also begann die Suche nach einer Alternative. Doch die Aprilia-Webseite ist keine große Hilfe – dort scheint jeder und sein Hund als Händler gelistet zu sein. Ich habe insgesamt acht Händler kontaktiert:

- Zwei davon waren nie für Motorräder über 125ccm zuständig.
- Drei haben komplett mit Aprilia aufgehört.
- Zwei nehmen keine Neukunden mehr, vor allem keine für Garantiearbeiten.

Beim letzten Händler habe ich immerhin einen Termin bekommen – allerdings mit 1,5 Monaten Wartezeit.


Entfernung und Erreichbarkeit

Von den Entfernungen ganz zu schweigen: Mein vorheriger Händler war schon nicht gerade um die Ecke, aber jetzt muss ich noch weiter fahren. Ich weiß, viele im Forum haben kein Problem damit, ihr Motorrad auf den Hänger zu laden und quer durch die Republik zu fahren. Aber für die meisten Fahrer – insbesondere die jüngere 660-Fraktion – sieht das anders aus. Wer nicht auf den Luxus eines Anhängers zurückgreifen kann, ist darauf angewiesen, dass ihn Familie oder Freunde zum Händler bringen. Und da macht es einen großen Unterschied, ob die Fahrt 30 Minuten oder 1-2 Stunden dauert.

Zweifel an der neuen Händlerstrategie

Bei dem Händler, bei dem ich nun einen Termin habe, bin ich gespannt, wie das wird. Der Internetauftritt wirkt mehr nach "Roller-Bastelbude" als nach professioneller Motorrad-Werkstatt. Die hochtrabenden Pläne von Aprilia, nur noch auf "Glaspaläste" zu setzen, haben zumindest gefühlt nicht funktioniert.

Für mich als Kunden ist die Situation schlicht eine Katastrophe: Ich habe meinen Händler verloren und bekomme stattdessen Kopfschmerzen.

Déjà-vu mit KTM

Das erinnert mich stark an KTM vor zwei Jahren: Damals schlossen zwei Händler in meiner Nähe, und der nächste war fast 100 km entfernt. Das hatte zur Folge, dass in meinem Freundeskreis zwei KTMs und meine eigene während der Garantiezeit direkt verkauft wurden. Niemand wollte mehrmals im Jahr zwei Stunden zum Händler fahren, zumal KTM mit erheblichen Zuverlässigkeitsproblemen zu kämpfen hatte. Heute ist mein Freundeskreis komplett KTM-frei – und wir wissen, wie es um KTM aktuell steht.

Und wenn ich so an meine V4 denke: In zwei Jahren hatte ich vier Garantiefälle, plus den jährlichen Service. Wenn ich mir vorstelle, für jede dieser Arbeiten nun noch weiter fahren zu müssen – ich weiß nicht.

Auswirkungen auf zukünftige Käufe

Auch mein Plan, mir dieses Jahr eine neue 660 zuzulegen, hat sich damit wohl erledigt. Es geht nicht nur darum, für den Kauf weit zu fahren – das wäre noch verkraftbar. Aber wenn die Zuverlässigkeit so ist wie bei meiner V4, möchte ich mir das einfach nicht antun jedes Mal so weit zu fahren. Vielleicht wird es eine gebrauchte Maschine außerhalb der Garantie, aber auch da bleibt die Sorge: Wenn schon eine "kleine" Maschine zum finanziellen Grab werden kann, wenn man die Schäden direkt aus eigener Tasche bezahlen muss.

So schaut man sich um: Yamaha mit der R7 oder Triumph mit der 765 bieten nicht nur attraktive Alternativen – sie haben auch deutlich kürzere Wege zu den Händlern.

Fazit: Ohne Händler verkauft man keine Motorräder

Ohne ein Händlernetz verkauft man keine Motorräder. Es ist schön, ambitionierte Pläne für "Luxushändler" zu haben, aber das ist fernab der Realität – besonders für eine so kleine Marke wie Aprilia. Ein kleiner, aber kompetenter Händler ist immer besser als gar kein Händler. Außerdem federt ein gutes Händlernetz solche oben genannten Zuverlässigkeitsprobleme ab.

Alles in allem: Die aktuelle Situation ist für mich als Kunden frustrierend.
 
Alles in allem: Die aktuelle Situation ist für mich als Kunden frustrierend.
Frach doch mal bei @Vince nach wem von Piaggio Du das in cc senden darfst.

Ich kann die schlauen Powerpoint Folien förmlich riechen!

„Neue europaweite strategische Angleichung.. blaaahh blubber, Qualitätsinitiative.. würg, kotz… Hebung von verschütteten Potentialen… lalalala…Händlertransformation….. traaaaraaahhh… Stärkung der Marke…. Lalülala….

Irgendeine „schlaue“ Unternehmensberatung die anschliessend 5 Ferraris allein vom Bonus kaufen und in 4-5 Jahren dann als Troubleshooter doppelt soviel kassieren wenn Aprilia so riiiiiichtig tief in der Scheisse steckt weil der Markt sich nicht den Vorhersagen entsprechend entwickelt hat!

Der macht einfach was anderes als befohlen… da kann dann keiner was dafür!
 
Ich bin sonst eher der stille Mitleser, aber das Thema bewegt mich doch. Ich beobachte die Entwicklung – aber es wird ja bekanntlich nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Zunächst dachte ich, mich betrifft das Ganze nicht mehr direkt. Meine Tuono V4 ist ab August ohnehin aus der Garantie raus. Denkste. Wie es der Zufall so will, wird über den Winter die Gabel undicht – ein weiterer Garantiefall, leider.

Die verzweifelte Händlersuche

Mein bisheriger Händler hat den neuen Aprilia-Vertrag nicht unterschrieben und ist somit raus. Also begann die Suche nach einer Alternative. Doch die Aprilia-Webseite ist keine große Hilfe – dort scheint jeder und sein Hund als Händler gelistet zu sein. Ich habe insgesamt acht Händler kontaktiert:

- Zwei davon waren nie für Motorräder über 125ccm zuständig.
- Drei haben komplett mit Aprilia aufgehört.
- Zwei nehmen keine Neukunden mehr, vor allem keine für Garantiearbeiten.

Beim letzten Händler habe ich immerhin einen Termin bekommen – allerdings mit 1,5 Monaten Wartezeit.


Entfernung und Erreichbarkeit

Von den Entfernungen ganz zu schweigen: Mein vorheriger Händler war schon nicht gerade um die Ecke, aber jetzt muss ich noch weiter fahren. Ich weiß, viele im Forum haben kein Problem damit, ihr Motorrad auf den Hänger zu laden und quer durch die Republik zu fahren. Aber für die meisten Fahrer – insbesondere die jüngere 660-Fraktion – sieht das anders aus. Wer nicht auf den Luxus eines Anhängers zurückgreifen kann, ist darauf angewiesen, dass ihn Familie oder Freunde zum Händler bringen. Und da macht es einen großen Unterschied, ob die Fahrt 30 Minuten oder 1-2 Stunden dauert.

Zweifel an der neuen Händlerstrategie

Bei dem Händler, bei dem ich nun einen Termin habe, bin ich gespannt, wie das wird. Der Internetauftritt wirkt mehr nach "Roller-Bastelbude" als nach professioneller Motorrad-Werkstatt. Die hochtrabenden Pläne von Aprilia, nur noch auf "Glaspaläste" zu setzen, haben zumindest gefühlt nicht funktioniert.

Für mich als Kunden ist die Situation schlicht eine Katastrophe: Ich habe meinen Händler verloren und bekomme stattdessen Kopfschmerzen.

Déjà-vu mit KTM

Das erinnert mich stark an KTM vor zwei Jahren: Damals schlossen zwei Händler in meiner Nähe, und der nächste war fast 100 km entfernt. Das hatte zur Folge, dass in meinem Freundeskreis zwei KTMs und meine eigene während der Garantiezeit direkt verkauft wurden. Niemand wollte mehrmals im Jahr zwei Stunden zum Händler fahren, zumal KTM mit erheblichen Zuverlässigkeitsproblemen zu kämpfen hatte. Heute ist mein Freundeskreis komplett KTM-frei – und wir wissen, wie es um KTM aktuell steht.

Und wenn ich so an meine V4 denke: In zwei Jahren hatte ich vier Garantiefälle, plus den jährlichen Service. Wenn ich mir vorstelle, für jede dieser Arbeiten nun noch weiter fahren zu müssen – ich weiß nicht.

Auswirkungen auf zukünftige Käufe

Auch mein Plan, mir dieses Jahr eine neue 660 zuzulegen, hat sich damit wohl erledigt. Es geht nicht nur darum, für den Kauf weit zu fahren – das wäre noch verkraftbar. Aber wenn die Zuverlässigkeit so ist wie bei meiner V4, möchte ich mir das einfach nicht antun jedes Mal so weit zu fahren. Vielleicht wird es eine gebrauchte Maschine außerhalb der Garantie, aber auch da bleibt die Sorge: Wenn schon eine "kleine" Maschine zum finanziellen Grab werden kann, wenn man die Schäden direkt aus eigener Tasche bezahlen muss.

So schaut man sich um: Yamaha mit der R7 oder Triumph mit der 765 bieten nicht nur attraktive Alternativen – sie haben auch deutlich kürzere Wege zu den Händlern.

Fazit: Ohne Händler verkauft man keine Motorräder

Ohne ein Händlernetz verkauft man keine Motorräder. Es ist schön, ambitionierte Pläne für "Luxushändler" zu haben, aber das ist fernab der Realität – besonders für eine so kleine Marke wie Aprilia. Ein kleiner, aber kompetenter Händler ist immer besser als gar kein Händler. Außerdem federt ein gutes Händlernetz solche oben genannten Zuverlässigkeitsprobleme ab.

Alles in allem: Die aktuelle Situation ist für mich als Kunden frustrierend.


Ich denke, dass Du die momentane Situation am eigenen Fall sehr treffend beschrieben hast. Und mit "momentan" meine ich nicht, dass das nur eine kurze Übergangszeit ist und es bald merklich besser wird, wie hier auch schon argumentiert wurde. Ich denke eher, dass es noch sehr viel weiter bergab gehen wird.

Interessant ist, dass immer wieder von angeblichen Aprilia-Händlern gesprochen wird (die auch dann auf den offiziellen Aprilia-Seiten auftauchen), die sich dann als Kartei-Leichen herausstellen. Ich glaube da mittlerweile nicht mehr an ein Versehen, sondern an eine wirklich miese Masche, um ein einigermassen existentes Händlernetz vorweisen zu können.

Beispiele von neuen fähigen Händlern und Werkstätten hört man leider nur selten. Meistens sind es irgendwelche Autohäuser oder Multimarken-Händler, die eher durch interessante Finanzierungsmodelle (sowohl der angebotenen Fahrzeuge als auch der eigenen Geschäftstätigkeit) auffallen als durch eine solide Werkstatt. Zumindest ist das mein subjektiver Eindruck. Man mag mich mit Gegenbeispielen gerne Lügen strafen.

Am Ende hat das Spiel immer zwei Teilnehmer: Einen, der es macht - und einen, der es mit sich machen lässt. Solange sich da also noch zwei finden ist ja alles gut. Sieht für mich nur momentan nicht mehr nach einem Zukunftsmodell aus.

Die Zeit wird es zeigen.
 
Die ganze Situation scheint mir grundsätzlich eine italienische Vorgehensweise zu sein.🤔
Da werden Händler mit neuen Verträgen gelockt und man beteiligt sich an den Startkosten, sind dann die ersten ein zwei Jahre vorbei, werden die Verträge für den Händler so geändert, dass er zwar am Haken hängt, aber kaum noch wirtschaftlich arbeiten kann. Auf diesem Wege hören bei uns wieder zwei relativ neue Ducati Händler auf. Einer der es sich leisten kann, hat den Vertrag gekündigt und der andere hat Insolvenz angemeldet. Die einzigen Händler die sich in meiner Region schon lange halten, verkaufen Japanische Motorräder.
Bei mir mit dem neuem Händler ist es auch wieder ein Versuch, werde ich da abgezockt, oder er besteht nicht lange, ist dann bei mir definitiv Schluss mit italienischen Motorrädern. Natürlich auch, wenn das Moped frühzeitig wieder die Grätsche macht und monatelang in der Werkstatt steht. FAR-MOTOR unser neuer Aprilia Händler ist übrigens noch nichtmal in der Liste im Aprilia Händlernetz gelistet.
Motorrad fahren soll ja Spaß machen und wenn einem der Spaß vergeht, wird die Marke irgendwann zweitrangig. Letztendlich muss alles irgendwie passen, Preis Leistung, Spaß und Zuverlässigkeit.
Ich habe jetzt der zweiten Marke mit der ich schlechte Erfahrungen gemacht habe eine zweite Chance gegeben, mache ich da wieder schlechte Erfahrungen, kaufe ich BMW oder wieder Japaner. Mit Japanern hatte ich nur wenige Probleme, was fast schon wieder langweilig war. Von manchen trennt man sich nur durch Kaltverformung.🤔🙈
 
Sorry, BMW und Triumph halten sich bei uns auch schon seit Jahrzehnten.👍
Italiener wechseln so häufig, wie andere ihre Unterhose.🤣🔥
Ganz besonders Ducati ist bei uns ein Wanderpokal.
 
Mein Händler im Spessart (Mo-tec) ist nun auch kein Aprilia Händler mehr. Da die Garantie eh abgelaufen ist lasse ich dort weiter die Inspektionen machen, war bisher immer Top zufrieden.

hätte ich eine Aprilia mit Garantie, würde ich diese nun wohl abtreten.
 
Wie meinst du "abtreten"?
Damit meine ich verkaufen. kenne das Spiel zu gut mit einem neuen Händler zu finden... bisher habe ich auch in der Saison wenn was Kaputt (2 x Kerzenschaftdichtung, linke Amatur)war an der Tuono innerhalb von 2 Wochen einen Termin bekommen. Das Thema wird nun rum sein. Ich müsste nun noch Rüsselsheim oder Coburg bei der Aprilia (120 oder 180 km einfach)
 
Sorry, BMW und Triumph halten sich bei uns auch schon seit Jahrzehnten.👍
Italiener wechseln so häufig, wie andere ihre Unterhose.🤣🔥
Ganz besonders Ducati ist bei uns ein Wanderpokal.
Hä BMW halten sich 🤣 na da kannst einen drauf lassen sonst Brennt der Bunker in München
wir wollen doch die Kirche im Dorf lassen kannst doch Noale nit mit München vergleichen
des isch ja lächerlich 🤷‍♂️:sneaky:🤷‍♂️:ROFLMAO:
 
Mein ehemaliger guter Händler meinte zu mir,
Aprilia macht sich allein kaputt.
Die setzen alles auf MotoGP und dort sind sie ja wie wir alle sehen nur Mittelmaß. Nicht das ich es Scheiße finde im Gegenteil schön das sie dabei sind. Aber seid ehrlich da kommt nicht viel. Auch ein Jürgen Martin wird das nicht wirklich ändern. Wenn doch dann ist es super und wir hoffen das es hält.

Und 3 Monate vom Jahr 2025 sind auch rum.
Aprilia hat es immer noch nicht geschafft ihre Seite zu aktualisieren. Wir hier wissen wie die 2025 Modelle aussehen.
Aber da war ja was. Glaub das Internet hat keine Zukunft😜😜😜😜
 
Das Leben ist zu kurz, um auch nur eine Minute der Emotionen zu verpassen, die mir meine Tuono beschert. Alle anderen Motorräder sind lächerlich dagegen. Muss man halt einmal pro Jahr ein paar Stunden mehr investieren, wenn kein Händler in der Nähe ist. Hat man wirklich keine Zeit, lässt man vom Vince abholen. Oder eben alles selber machen.
 
Das Leben ist zu kurz, um auch nur eine Minute der Emotionen zu verpassen, die mir meine Tuono beschert. Alle anderen Motorräder sind lächerlich dagegen. Muss man halt einmal pro Jahr ein paar Stunden mehr investieren, wenn kein Händler in der Nähe ist. Hat man wirklich keine Zeit, lässt man vom Vince abholen. Oder eben alles selber machen.
oder auch mal über den Tellerrand rausschauen 👆 😂😂
 
Das Leben ist zu kurz, um auch nur eine Minute der Emotionen zu verpassen, die mir meine Tuono beschert. Alle anderen Motorräder sind lächerlich dagegen. Muss man halt einmal pro Jahr ein paar Stunden mehr investieren, wenn kein Händler in der Nähe ist. Hat man wirklich keine Zeit, lässt man vom Vince abholen. Oder eben alles selber machen.
Du bisch der Beschde so machen wir das 🤟 🏍️ 🏁(Schbass)Ich geh dann mal ne Runde Fahren muss ja meine
Einfahrkilometer schaffen meint der Flo;)🤣
 
Du bisch der Beschde so machen wir das 🤟 🏍️ 🏁(Schbass)Ich geh dann mal ne Runde Fahren muss ja meine
Einfahrkilometer schaffen meint der Flo;)🤣
Zeit wirds!
Weil so lange du die 9000Umin nicht drehen kannst, hast du ja eine Luftpumpe, wie ich gestern dem Bericht vom Martin Bauer entnehmen durfte.
 
Motoplex
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